Kirchbergerin organisiert Nachbarschaftshilfe via Facebook

Die Krise und ich: Menschen aus Westsachsen berichten, wie sie der Corona-Krise begegnen. Diesmal: Katja Trommer aus Kirchberg.

Kirchberg.

Die Physiotherapeutin Katja Trommer hat schon am 15. März eine Facebook-Gruppe mit dem Namen "Coronahilfe für Kirchberg " ins Leben gerufen. Mittlerweile gehören der Gruppe um die 200 Mitglieder an.

"Jegliche Hysterie oder Panikmache möchten wir ausdrücklich vermeiden. Im Falle einer Coronavirus-Pandemie im Raum Kirchberg möchten wir aktiv werden. Konkret geht es darum, Menschen nachbarschaftlich zu verbinden, um im Notfall einander beizustehen und zu helfen. Das reicht vom Erledigen von Einkäufen oder notwendigen Wegen über die Kinderbetreuung und Gesprächsangeboten bis hin zum Tierwohl", betonte Katja Trommer. Schon jetzt sei Hilfe möglich, indem beispielsweise Mundschutz für verschiedene Berufgruppen genäht wird.

Mit dem guten Zuspruch zu der von ihr gegründeten Gruppe hatte sie insgeheim schon gerechnet. "In einer Kleinstadt wie Kirchberg kann man sich auf den Nachbarn noch verlassen. Der nötige Zusammenhalt ist da und die Leute kennen sich untereinander." Auf eine Sache legt Katja Trommer aber sehr viel Wert. Sie will sich nicht in den Vordergrund drängen, sondern lediglich Impulse geben. "Wir müssen diese Krise gemeinsam und ohne jeglichen Egoismus bewältigen. Da ist jeder gefragt." (awo)


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