Nach FDJ-Demo in Zwickau: Stadt erstattet Anzeige

Zwickau.

Nach den teils skurrilen Aktionen der Freien Deutschen Jugend (FDJ) am Freitag und Samstag in Zwickau hat die Stadtverwaltung Anzeige erstattet. Das sagte Rathaussprecher Mathias Merz auf Anfrage der "Freien Presse". Demonstranten hatten am Samstag den Rathausbalkon besetzt sowie die FDJ-Flagge an einer Fahnenstange vor dem Zwickauer Rathaus gehisst. Nach Angaben der Stadtverwaltung war nichts davon genehmigt. Das Rathaus steht zwar Besuchern offen, das Betreten des Balkons sei aber genehmigungspflichtig und abgesehen davon auch nicht ohne weiteres möglich, weil der davorliegende Raum verschlossen sei, so Merz. Nach Kenntnisstand der Verwaltung hatten die Demonstranten den Balkon mit einer Leiter erreicht. Wie viele Personen die Aktion unerlaubt durchführten, sei noch zu ermitteln, hieß es weiter. (ael)


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11Kommentare
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  • 12
    0
    cn3boj00
    10.03.2020

    @2005.. eben, es geht um Fakten. Wer davon keine Ahnung hat bekommt rote Daumen. Die FDJ der DDR bestand bis 1991 und heute gibt es immer noch einen nicht verbotenen Verein FDJ.

  • 4
    10
    200550
    10.03.2020

    Deluxe-ich erkenne keine ausgeprägte Hetze wie Du. Nachdenklich macht micht die Vielzahl der "Daumen nach unten" -Wähler. Bis auf einen Kommentar geht es hier doch um Fakten

  • 9
    4
    acals
    10.03.2020

    Fakt ist, das mir der Zugang zur schriftlichen Abschlussprüfung POS (in dem Fall war es Chemie) verwehrt wurde, weil ich das FDJ Hemd nicht getragen hatte. ...


    Rein rechtlich passt der Straftatsbestand der FDJ-Demo in Zwickau in 2020 gut zu §90a StGB - aber auch das wird ja nun rechtsstaatlich überprüft. Unabhängige anwaltliche Vertretung der Abgezeigten ist nicht nur erlaubt, sondern auch ausdrücklich erwünscht - so wie sich das für eine Demokratie gehört, die ihrem Namen Ehre macht.

  • 12
    1
    Nixnuzz
    10.03.2020

    Welch eine Gespensterdiskussion??

  • 9
    9
    Deluxe
    09.03.2020

    Diese Hetze einiger Kommentatoren ist unerträglich.
    Keinerlei geschichtliche Sachkenntnis, aber Parolen zum besten geben. Viel Ideologie, wenig Faktenwissen.

  • 19
    2
    Maresch
    09.03.2020

    Die FDJ war praktisch eine Zwangsorganisation. Nicht der Eintritt war zu begründen, sondern nur, warum man nicht eintreten wolle. Eine solche Verweigerung war zumeist mit verminderten Karrierechancen gekoppelt, Abitur oder ein Studium ohne FDJ-Mitgliedschaft waren nur in seltenen Ausnahmefällen möglich.

  • 16
    28
    FreierBürger
    09.03.2020

    @200550 - Warum? Nun, weil Frau Merkel sehr gerne in der FDJ 'Kulturarbeit' geleistet hatte, vielleicht hat sich auch Frau Findeis der guten alten Zeit zurückerinnert, als sie die blauen Fahnen sah, schließlich haben sich beide ja vor wenigen Monaten in Zwickau getroffen. Möglicherweise werden auch bald die Arbeiter-Kampf-Gruppen mit ihren MPi-s wieder aufmarschieren, wenn der Kampf gegen Rechts dies erfordert. Die Uniformen lagern sicher noch in den Speichern.

  • 23
    7
    Freigeist14
    09.03.2020

    200550@ Wir sind hier im "Beitrittsgebiet" . Hier galten die Verbote der Adenauer -Regierung nicht . Ebenso das Verbot der KPD 1956 .

  • 15
    26
    200550
    09.03.2020

    Warum kann eine seid den 50er Jahren verbotene FDJ 2 Tage mit Polizeieskorte durch Zwickau ziehen und noch Straftaten begehen?

  • 30
    20
    Schwanenteichanwohner
    09.03.2020

    Was war denn das für eine kranke Aktion?
    Wer sich unbedingt den Sozialismus (zurück-)wünscht, kann doch auch nach Nordkorea auswandern....

  • 28
    6
    Gerhard56
    09.03.2020

    Die FDJ gibt es immer noch?
    Na dann: Freundschaft !