Stadträte blockieren Verkauf von Grundstück

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Verdacht: Käufer wollte Flächen womöglich teuer weiterverkaufen

Wilkau-Haßlau.

Der Verkauf von städtischen Grundstücken an Privatpersonen ging in Wilkau-Haßlau bisher in der Regel problemlos vonstatten. Zur jüngsten Ratssitzung scheiterte ein Verkauf am Veto der Stadträte. Vor allem Stadtrat Matthias Metzing (Die Linke) hatte sich die Beschlussvorlage, mit der zwei Grundstücke an der Friedhofsmauer am Rosenthal veräußert werden sollten, genauer angesehen. Dabei war ihm aufgefallen, dass der Gesamtverkaufspreis von etwa 10.250 Euro für die insgesamt etwa 270 Quadratmeter großen Flurstücke zu niedrig angesetzt war.

Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) erklärte, dass sich die Verwaltung am Bodenrichtwert und dem aktuellen Grundstücksmarktbericht orientiert habe. Er verwies zudem darauf, dass die beiden Flächen an das benachbarte Grundstück, dass dem potenziellen Käufer bereits gehört, angeschlossen werden. Genau an diesem Punkt entzündete sich die Diskussion. "Der Käufer bekommt damit vollwertiges Bauland", sagte Metzing. Aus seiner Sicht wäre dann ein Bodenrichtwert von 100 Euro angemessen gewesen. Zudem wurde im Rat aus zuverlässiger Quelle bekannt, dass der Käufer offenbar vorhat, alle drei Grundstücke gemeinsam zu verkaufen.

Bei einem Verkauf als Bauland kann er einen deutlich höheren Preis erzielen, rechneten die Räte nach. Daran sollte auch die Stadt mitverdienen, waren sich die Räte schließlich einig. Zumal der geplante Verkauf der Verwaltung nicht bekannt gewesen war, wie Stefan Feustel sagte. Die Räte lehnten die Beschlussvorlage zum Verkauf schließlich ab. Jetzt darf der Verkauf sechs Monate lang nicht mehr zum Beschluss erhoben werden. In dieser Zeit soll die Verwaltung neu über den Preis für die beiden Grundstücke verhandeln.

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