Tumult überschattet Einweihung von Gedenkstätte für NSU-Opfer

Nach der Veranstaltung auf dem Schwanenteichgelände in Zwickau kam es zu einem Zwischenfall. Auslöser war ein Kranz der AfD-Stadtratsfraktion.

Zwickau.

Eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ist am Sonntagvormittag auf dem Schwanenteichgelände in Zwickau eingeweiht worden. Die Veranstaltung, die von mehreren hundert Menschen besucht wurde, ist von einem Tumult überschattet worden, nachdem die eigentliche Gedenkstunde bereits beendet war. Nach übereinstimmender Auskunft von Polizei und Beteiligten war der Auslöser ein Kranz, den die Stadtratsfraktion der AfD einen Tag zuvor auf dem Gelände abgelegt hatte. Eine junge Frau hatte das Band mit dem Schriftzug der AfD abgeschnitten, woraufhin die Polizei die Personalien der Frau feststellen wollte.

Während sie zu einem Auto geführt wurde, gerieten Polizisten und laut Polizei etwa hundert Teilnehmer, die das verhindern wollten, aneinander. Es hieß, die Polizei habe Pfefferspray zur Hand gehabt, gleichzeitig waren Sprechchöre zu hören, die die Polizei als Faschisten bezeichneten. Schriftstellerin Esther Dischereit bezeichnete in diesem Zusammenhang den Gedenkkranz der AfD als eine Verhöhnung der Opfer des NSU. "Warum das so ausgeartet ist, ist mir derzeit völlig unbekannt", sagte Patrick Franke, Pressesprecher der Polizei, am Mittag. Kurz zuvor hatte er selbst im Namen der Polizei einen der Gedenksteine an einen der Bäume gesetzt. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, ist die junge Frau kurze Zeit später aus der polizeilichen Maßnahme entlassen worden.

Die Gedenkstätte auf dem historischen Parkgelände befindet sich in Sichtweite zum Ehrenmal der Opfer des Faschismus. Sie besteht aus zehn neu gepflanzten Bäumen sowie einer Namenstafel für jeden der zehn erschossenen Menschen. Dafür hatten zahlreiche Privatpersonen und Unternehmen insgesamt rund 14.000 Euro gespendet. (sth)

Mehr dazu lesen Sie in der Montagsausgabe der Freien Presse oder unter www.freiepresse.de

30Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    6
    Interessierte
    05.11.2019

    Zu welcher Richtung/ Gesinnung gehörte denn diese Frau ?

  • 6
    1
    Nixnuzz
    05.11.2019

    Vielleicht stellt 1990 nicht nur eine deutsche Jahreszahl sondern durch den Wegfall des Eisernen Vorhangs auch den internationale Zugriff auf die jeweiligen politischen "NGO's" per Internet dar? Wie bürokratisch - postalisch - Drucktechnisch veränderte sich der Informationsfluss über die Landes- als auch Kontinentgrenzen? Welche Vernetzung entwickelte sich ab dem Zeitpunkt durch den Zugriff von nahezu jedem zu diesen Daten und konnte selber dahin Mitteilungen einstellen? Welche "Parallelwelten" mit eigenen Strukturen separat zu den altbekannten Staatsstrukturen sorgten für den "Wahrheiten- und Faktenaustausch" mit Meinungs- und Regieanweisungen? Auch ein Fluch der modernen Informations-Technik für Jedermann?

  • 10
    5
    ralf66
    04.11.2019

    @Blackadder, Geschichte ist doch nicht Entwicklung, dass ist doch schon wieder Unsinn was Sie schreiben, Geschichte ist immer die Rückschau auf vergangene Zeiten und nichts anders, Sie wählen sich, weil es Ihnen gerade so in Ihr politisches Bild passt eine Jahreszahl aus, wo Ihrer Meinung nach die Aufrechnung, der Vergleich von linksextremen und rechtsextremen Straftaten wieder beginnen darf, alles was vor dieser Jahreszahl 1990 an kommunistisch-sozialistischer Gewalt Weltweit vorkam interessiert Sie überhaupt nicht, wird völlig ignoriert, was ist denn das für eine weitreichende Ignoranz der Tatsachen.

  • 4
    13
    FromtheWastelands
    04.11.2019

    @Hinterfragt
    Sie können doch die Errichtung einer Gedenkstätte für die Mordopfer linksextremer Gewalt ankurbeln, wenn Sie das so wichtig finden.
    Wieviele gab's da seit der Wende? Oh das ist das Problem, es gibt ja keine. Aber eine Gedenkstätte für beschmierte Wände und eingeworfene Fenster wär wohl etwas peinlich, auch wenn ich Ihnen zutraue das für schlimmer zu halten als die hunderten Menschen, die von Rechtsextremisten ermordet wurden.

  • 7
    5
    HHCL
    04.11.2019

    @Blackadder: Wieso beweist eigentlich die Zunahme rechter Gewalt, dass linke Gewalt kein Problem ist?

    Dieses peinliche Aufrechnen wer nun der gefährlichere ist (natürlich der andere) und diese völlig widersinnige Behauptung, dass der weniger schlimme dann völlig ungefährlich sein soll.

    Wer so denkt, muss die Theorien von Jesse natürlich verdammen - auseinandersetzen kann man dieses ideologische Geeier ja gar nicht mehr nennen.

    @Hinterfragt: Für Schleyer gibt es eine (https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-288936) und wenn ich suchen würde, bin ich mir sicher auch zu einigen anderen noch etwas zu finden. Da man sich auch an viele der Genannten erinnert, muss es auch eine Gedenkkultur geben. Der Eindruck, den Sie hier erwecken wollen, dass Taten "der Linken" verschwiegen werden und deren Opfer vergessen würden, scheint mir nicht mit der Realität übereinzustimmen.

    @Blackadder und Hinterfragt: Sie sind sich unglaublich ähnlich in der Art und Weise, wie Sie hier auftreten.

  • 9
    2
    Malleo
    04.11.2019

    Hinterfagt.
    Danke für die Mühe und die Fakten.

  • 5
    10
    gelöschter Nutzer
    04.11.2019

    @ralff: Das erkläre ich Ihnen: weil linksextreme Gewalt nach der Wiedervereinigung zurück gegangen ist ( RAF hat sich aufgelöst etc.), während rechtsextreme Gewalt eher zugenommen hat. Ich sehe Geschichte als Entwicklung, Sie nicht?

  • 7
    2
    Hinterfragt
    04.11.2019

    @Blackadder; Die Frage war, ob es da AUCH eine Gedenkstätte gibt.

  • 5
    7
    ralf66
    04.11.2019

    @Blackadder, es gibt ein linksextremistisches Problem in Deutschland, auch wenn Sie wieder beim Aufrechnen sind, wer der bösere von beiden ist der Rechtsextremist oder der Linksextremist, warum geht ihre Aufrechnung immer erst im Jahre 1990 los unglaublich so etwas, wie oft wollen Sie denn noch diese Sache so darstellen?

  • 7
    1
    KTreppil
    04.11.2019

    Immer schön weiter spalten bei dieser Diskussion. ... Aber Mord ist Mord, egal aus welchem politischen oder sonstigen Hintergrund. Muss man das aufrechnen? Ist es weniger schlimm, wenn es länger her ist oder von der jeweils genehmeren Seite aus ging? Lange Zeit wurde Rechtsextremismus unterschätzt, Linksextremismus sollte ebenso wenig herunter gespielt oder unterschätzt werden. Diverse Sprüche derer triefen auch von Gewalt, vor allem gegenüber Polizei. Wer schließt aus, dass dies nicht auch irgendwann ein Verirrter wörtlich nimmt? Die Opfer beider Extreme sollten uns mahnen und nicht in Vergessenheit geraten, egal wie lange es zurück liegt und nicht gegeneinander aufgerechnet werden!

  • 5
    11
    gelöschter Nutzer
    04.11.2019

    @Hinterfragt: Warum haben Sie nicht die Jahre dahinter geschrieben? Daran hätte man schön erkennen können, dass dieses linksextremistische Problem schon seit vielen Jahren keines mehr ist. Statt dessen gab es seit 1990 fast 200 Todesopfer rechter Gewalt.

  • 10
    4
    Hinterfragt
    04.11.2019

    Gibt es für diese auch eine Gedenkstätte?

    Norbert Schmid (32), Polizist
    Herbert Schoner (32), Polizist
    Hans Eckhardt (50), Polizist, Leiter der SOKO „Baader/Meinhof“ in Hamburg
    Paul A. Bloomquist (39), US-Offizier
    Clyde R. Bonner (29) Ronald A. Woodward (26) Charles L. Peck (23); US-Soldaten
    Andreas von Mirbach (44), Militärattaché
    Heinz Hillegaart (64), Wirtschaftsattaché
    Fritz Sippel (22), Polizist
    Siegfried Buback (57), Generalbundesanwalt
    Wolfgang Göbel (30), Fahrer
    Georg Wurster (33), Leiter der Fahrbereitschaft der Bundesanwaltschaft
    Jürgen Ponto (53), Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG
    Heinz Marcisz (41), Fahrer
    Reinhold Brändle (41), Polizist
    Helmut Ulmer (24), Polizist
    Roland Pieler (20), Polizist
    Arie Kranenburg (46), niederländischer Polizist
    Hanns Martin Schleyer (62), Arbeitgeberpräsident
    Hans-Wilhelm Hansen (26), Polizist
    Dionysius de Jong (19) Johannes Petrus Goemans (24), niederländische Zollbeamte
    Edith Kletzhändler (56), Hausfrau
    Ernst Zimmermann (55), Industrieller
    Edward Pimental (20), US-Soldat
    Frank Scarton (20), US-Soldat
    Becky Jo Bristol (25), Zivilangestellte
    Karl Heinz Beckurts (56), Physiker und Manager
    Eckhard Groppler (42), Fahrer
    Gerold von Braunmühl (51), Ministerialdirektor
    Alfred Herrhausen (59), Vorstandssprecher der Deutschen Bank
    Detlev Rohwedder (58), Manager und Politiker
    Michael Newrzella (25), GSG-9-Beamter

  • 8
    4
    KTreppil
    04.11.2019

    Für diese Menschen wurde diese Gedenkstätte eingerichtet. Nicht zu vergessen.
    In diesem Forum ging es aber auch, berechtigter Weise, darum, dass es momentan nicht möglich ist einfach nur auf würdige Weise eine Gedenkstätte einzuweihen. Provokation durch wen auch immer, Schubladendenken,
    Aktivisten,Gegenprovikation, ein Kranz wird in den Müll geworfen ... einfach nur unwürdig. Schlimm genug, dass eine solche Veranstaltung überhaupt von der Polizei abgesichert werden muss, müssen sich die Polizisten auch noch als Faschisten beschimpfen. Ein Spiegel unserer derzeit gespaltenen Gesellschaft. Man kann eigentlich nur froh sein, dass vergessen wurde, Angehörige der Opfer einzuladen.

  • 9
    1
    Nixnuzz
    04.11.2019

    In einer Rede am 4.11.1989 wurde die Abschaffung der schulischen Staatsbürgerkunde (Ost) gefordert. Nur wie sieht "Unser Deutschland" sogesehen heute "Staatsbürgerlich" aus? Wieviel "Demokratie-Kunde" wird heute noch gelehrt? Was an "Stellschrauben-Wissen" für eine funktionierende Demokratie wurde die letzten 30 Jahre noch vermittelt? Wer hat die Mainstream-Bildung übernommen? Was ist an Staatsbürgerwissen nicht nur mit wenigen GG-Paragraphen vermittelt worden? Was an Bürger-Verwaltungs-Verordnungen und anderem mit erheblichem Mitsprache-Recht von Behörden als auch von "Interessierten Bürgern" ist bekannt? Wo versandet neben persönlichem Engagement Machbares bereits an mangelndem Hintergrund-Wissen? Was hat hierdurch zu Staatsablehnung als auch Politik-Frustration geführt? Ortsspezifische Probleme als "Deutschland-weit" zu definieren und daraus Lösungen einzufordern, bringt ebenso Frust en gros. Was vielleicht vor der Wende als "Staatseigentum" mit entsprechender "Verantwortungs-Haftung" ausgestattet war, gibt es heutzutage wohl nicht mehr. Den Staat jetzt als Alleinlöser wieder einzufordern, funktioniert nicht mehr. Und Firmen-Umstrukturierungen bis hin zu Firmenschliessungen findet nicht nur in den NBL's statt. Manche Medien-Meldung geht quasi in der Masse derartiger Entscheidungen unter. Bin mal neugierig was der neue weltweite Autogroßproduzent auf der Mitarbeiterseite freilässt...

  • 4
    8
    Distelblüte
    04.11.2019

    Enver Simsek
    Abdurrahim Özüdogru
    Süleyman Tasköprü
    Habil Kilic
    Mehmet Turgut
    Ismail Yasar
    Theodoros Boulgarides
    Mehmet Kubasik
    Halit Yozgat
    Michele Kiesewetter.
    Um diese Menschen geht es eigentlich.

  • 11
    3
    HHCL
    04.11.2019

    "Ich kenne keinen einzigen Linken-Politiker, der je gesagt hat, dass Leute, die etwas gegen Linke haben, Deutschland verlassen sollen."

    Oh, da wäre ich vorsichtig, den die SED-Nachfolgepartei hat(te) Leute in ihren Reihen, die mit Andersdenkenden nie zimperlich umgegangen sind. Auch wenn das 30 Jahre her ist und diese Leute zugegeben nicht mehr in der ersten Reihe stehen, so sind sie doch (noch) da. Man forderte von Leuten zwar nicht Deutschland zu verlassen aber man steckte sie nach Bautzen, hinderte sie am Verlassen des Landes oder ließ sie von der Stasi systematisch zersetzen (lesen Sie mal nach, was Zersetzungsmaßnahmen sind.).
    Linksextreme gehen anders vor, das Ergebnis ist aber auch kein freies, demokratisches Land.

  • 5
    14
    cn3boj00
    03.11.2019

    Provokation gehört nun einmal zum politischen Alltag dazu. Egal ob man dafür Verständnis hat oder nicht, man kann sie nicht verhindern. Es wird aus Prinzip oder aus Kalkül heraus provoziert. Das muss eine Demokratie aushalten.
    Ihnen aber, Herr Kober, sei folgendes gesagt: das Gejammer um eine demokratisch gewählte AfD ist unsäglich. Dass Sie erwarten, dass Leute, die nicht die Meinung der AfD vertreten, Deutschland verlassen sollen, ist genau das Problem. Denn daran sieht man, das es nicht darum geht, jemanden nur als Nazi zu bezeichnen, sonder dass es um Nazis geht. Nur Nazis können der Auffassung sein, dass Leute, die ihre Meinung nicht teilen, weg müssen! Ich kenne keinen einzigen Linken-Politiker, der je gesagt hat, dass Leute, die etwas gegen Linke haben, Deutschland verlassen sollen.
    Vielleicht muss man darüber etwas nachdenken, und vielleicht ist mancher damit überfordert.
    Und lieber Herr Kober, ja es gibt Spielregeln. Vielleicht meinen Sie damit Anstand? Ob mir die Grünen genau so egal sind wie die braune ...partei lasse ich mal dahingestellt, aber man kann es auch anständig formulieren.

  • 6
    11
    HHCL
    03.11.2019

    @Cleaner1955: Ja, die AfD ist eine Partei, die in einem demokratischen Verfahren gewählt wurde. Das heißt aber nicht, dass diese Partei innerlich demokratisch ist und auch nicht, dass keine Nazis in dieser Partei sind. Jeder der sie wählt weiß das er eine Partei wählt, die kein Problem hat Rechtsextreme in ihren eigenen Reihen zu dulden - sogar in den ersten Reihen! - und sie als "Bürgerliche" zu verklären. Jeder der sie wählt, hat (aus meiner Sicht) zumindest kein Problem damit auch Nazis zu wählen und zu stärken. Wer sich das nicht anhören will, muss anders wählen. Sie sprechen hier von Erwachsenen, Wahlberechtigten und die müssen ihre Entscheidungen dann auch verantworten. Wer eine Partei wählt in der ein Herr Höcke Landeschef ist, weiß was er tut, hatte ausreichend Zeit sich zu informieren und eine Entscheidung zu treffen und heule daher bitte zu Hause.

    (Ähnlich ist das aber auch bei Wählern der Linken und der Grünen, die in ihren Reihen ehemalige SED-Leute und auch Leuten, die diesen Staat offen ablehnen, Polizisten angreifen, etc. dulden. Nein, wenn man das feststellt relativiert man keine rechte Gewalt!)

    Die Behauptung, dass vor allem ältere AfD gewählt hätten, deckt sich auch nicht mit den Wahlanalysen. Das gehört wohl zum Narrativ des vergessenen deutschen Rentners, der jetzt nichts mehr bekommt, weil angeblich alles die Flüchtlinge bekommen. Völliger Unsinn!

    Demokratisch gewählt heißt übrigens auch nicht, dass man sich dann jegliche Kritik verbitten dürfte; aber selbst kräftig austeilen und bei jeder kritischen Frage "Mobbing!" rufen darf.

    @CPärchen: Habe ich nicht vergessen und daher schreibe ich hier auch immer wieder, dass mir die Argumentation: "Wer gegen Nazis ist/sein will, muss Linksextreme feiern!", zuwider ist. Extremisten bekämpft man nicht mit Extremisten.

    @huhnvoncrossen: Mehrfacher Mord wurde also von den Medien überbewertet? Wohl auch so ein Vogelschiss, nehme ich an?
    Ich frage mich auch, wen die Gedenkstätte gegen(!) den NSU in Zwickau belasten könnte? Ich nehme an, die gleiche Gruppe, die nicht gern Nazi genannt werden will?

  • 3
    11
    FromtheWastelands
    03.11.2019

    @huhn von crossen
    Sie empfinden die Erinnerung an Terroropfer als Belastung? Halten Sie Totschweigen für besser?

  • 4
    16
    FromtheWastelands
    03.11.2019

    Die AfD kann sich richtig freuen, sie hat alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen, sie verhöhnt die Mordopfer der NSU und ihre Fans bejubeln sie dafür und beschimpfen diejenigen, die diese Unverschämtheit nicht dulden wollen.
    Rassistische, sexistische und antisemitische Sprüche, Beleidigung und Herabwürdigung Andersdenkender, Holocaustleugnung, gezielte Hetze bis hin zu Gewaltaufrufen, Verbreitung von Lügen und Falschinformation, unverhohlene Kontakte zu Rechtsextremen, etc..., alles Dinge mit denen Vertreter dieser Partei schon unzählige Male aufgefallen sind und dann soll man glauben das diese Kranzniederlegung ernst gemeint war?
    Lächerlich!
    Und wem es nicht passt das dieses Parteienkonstrukt für all das und die Vergiftung unserer Gesellschaft angegriffen wird, wer nicht damit klar kommt das menschenverachtende Meinungen nicht unwidersprochen bleiben, wer Demokratie nur dann toll findet wenn sie einem nützt, der darf gerne auswandern, am besten nach Russland oder ein anderes Land in dem das zählt was die Machthaber bestimmen.
    Da muss man sich nicht mit so lästigen Dingen wie Redefreiheit und Meinungsbildung befassen.

  • 11
    10
    CPärchen
    03.11.2019

    @HHCL: Was dabei gerne vergessen wird. Nicht nur die AfD gewinnt durch diese Tumulte. Auch die Linken gewinnen als "Kämpfer gegen den Faschismus, verteidigt von der Polizei" an Kraft und Bestätigung in den eigenen Reihen.
    Ohne die AfD wären die Grünen z.B. nicht so stark, da sie sich als größter Gegenpol aufspielen.

  • 12
    17
    huhnvoncrossen
    03.11.2019

    NSU eine Belastung für Zwickau, muss man da noch eine Gedenkstätte eröffnen? Ich finde nicht! Es wird in den Medien sehr überbewertet!

  • 20
    14
    Cleaner1955
    03.11.2019

    Warum haben in Sachsen 30 Prozent AfD
    gewählt, sind das 30 Prozent „Nazis“?
    Nein, der größte Teil sind ältere Wähler die alles schon mal erlebt haben und diese „Bananenrepublik“ satt haben!
    Politiker die das Volk völlig vergessen haben und sich und ihre Partei nur profilieren wollen und den eigentlichen Wählerauftrag „vergessen“ haben, hatten wir vor 30 Jahren auch schon!
    Die AfD ist eine demokratische gewählte Partei und wer Demokratie nicht aushalten kann, der soll bitte hier verschwinden und von mir aus in die Türkei gehen!
    Traurig genug ist, das Leute als Nazis bezeichnet werden, nur weil sie kritisieren.
    Was ist aber mit den „Linken und grünen Autonomen, Gabriel hätte sie als „Pack“ bezeichnet, die überall s. jetzt in Zwickau gegliches Demokratieverständnis vermissen lassen und dabei noch Straftaten- Sachbeschädigung- begehen!
    Zu aller Beruhigung, die AfD ist mir genauso egal wie die Kompostpartei, aber es gibt Spielregeln, die ich von allen Bürgern und Parteien erwarte.
    Michael Kober Plauen

  • 0
    7
    gelöschter Nutzer
    03.11.2019

    Fast 30 roten Daumen für denjenigen, der den Opfer des NSU einen Namen gibt. Dieses Forum ist nur noch widerlich.

  • 37
    7
    HHCL
    03.11.2019

    @KTreppil: Ich gebe Ihnen recht. Ich finde es auch erstaunlich, dass man nach nunmehr 5 Jahren, in denen die AfD politisch bedeutsam geworden ist, dieser immer wieder auf den Leim geht. Hätte man den Kranz ignoriert, würde man nicht bei jeder (noch so kleinen) Provokation hysterisch werden, wäre das Thema längst durch und die AfD würde nicht in beinah jeder Meldung auftauchen. Die Dame, die sich da betätigt hat, hat der AfD mal wieder die Opferrolle ermöglicht, mal wieder zu einer Nennung in den Medien verholfen.

    Ich sage nicht, dass man der AfD alles durchgehen lassen sollte, aber deren Kranz zu zerstören, ist wieder einmal ein Eigentor mit Ansage. Und beim nächsten Mal wieder, und immer wieder.

  • 38
    12
    1371270
    03.11.2019

    Wie schön, dass diejenigen, die ständig von Toleranz reden, auch immer so tolerant sind.

  • 47
    9
    KTreppil
    03.11.2019

    Kann sein, dass die AFD mit dem Kranz provozieren wollte, kann sein...
    Dazu bedarf es aber auch immer derer, die auf den Zug aufspringen und so erst für die Aufmerksamkeit sorgen. Was wäre aber z.b. gewesen, wenn am Kranz einer anderen Partei oder Vereinigung geschnippelt worden wäre? Der Aufschrei wäre groß gewesen und man hätte sehr wohl von der Polizei erwartet, dass sie ihre Arbeit macht.

  • 39
    18
    Einspruch
    03.11.2019

    Man wird wohl bald beim Betreten von Gedenkstätten eine rote Fahne schwenken müssen. Kommt mir bekannt vor. Der Tumult wurde durch die Beschädigung eines Kranzes ausgelöst, die Missachtung desselben sollte noch vor einer polizeilichen Maßnahme verteidigt werden. Manchmal bekommt man den Eindruck, das Fanatiker einen vor Fanatismus warnen.

  • 25
    44
    Distelblüte
    03.11.2019

    Was löste den Tumult aus? Ein von der afd am Vortag platzierter Kranz, der wie geplant für Aufmerksamkeit sorgte..
    Liebes FP-Team, vielleicht können Sie die Namen der Opfer des NSU in einem Artikelupdate nennen - in Zwickau bei der Gedenkfeier wurde das vergessen:
    Enver Simsek
    Abdurrahim Özüdogru
    Süleyman Tasköprü
    Habil Kilic
    Mehmet Turgut
    Ismail Yasar
    Theodoros Boulgarides
    Mehmet Kubasik
    Halit Yozgat
    Michele Kiesewetter

    Die korrekte Schreibweise lässt das Kommentarfeld leider nicht zu.

  • 37
    18
    HHCL
    03.11.2019

    "Warum das so ausgeartet ist, ist mir derzeit völlig unbekannt"

    Weil auch der "Bio-Deutsche" mittlerweile gelernt hat, dass Rudelbildung die Arbeit der Polizei blockiert?

    In diesem Land wird die Polizei ständig demontiert (auch sehr gern von links und grün). Was ist also daran so erstaunlich, dass diese nun ständig in brenzlige Situationen kommt? Für mich ist das eine klar nachvollziehbare Folge der aktuellen Politik.



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