Vor Konzerten gibt es eine Einführung

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"Erfindungen" erklingen in der "Neuen Welt"

Zwickau.

Das vierte Sinfoniekonzert des Theaters Plauen-Zwickau steht am 19. und 20. Januar, jeweils ab 19.30 Uhr im Konzert- und Ballhaus "Neuen Welt" in Zwickau, unter dem Titel "Erfindungen" und präsentiert eine Auswahl besonders origineller und eigensinniger Kompositionen. Das sagt Theatersprecherin Carolin Eschenbrenner. Auf dem Programm stehen die Werke "Konzertmusik für Violine und kleines Kammerorchester" von Hans Werner Henze, das "Konzert für Flöte und Harfe C-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart und die Tanzpantomime "Der Geburtstag der Infantin" von Franz Schreker.

Der 17-jährige Hans Werner Henze widmete seine dreisätzige Konzertmusik kurz vor seiner Kriegseinberufung dem Geiger Kurt Stier, in dessen Nachlass das Werk 2020 gefunden wurde. Es besticht durch Melodieschönheit und Temperament und orientierte sich am Expressionismus von Mahler und Hindemith, obwohl diese 1944 verfemt waren. Als "entartet" galt auch Franz Schreker, der meistgespielte Opernkomponist der 1920er-Jahre. Seine Pantomime zu Oscar Wildes Kunstmärchen vom hässlichen Zwerg strotzt vor explosiver Klangentfaltung. In Paris unterrichtete der 22-jährige Wolfgang Amadeus Mozart die Tochter des Grafen von Guines und widmete ihrem "vorzüglichen Talent auf Flöte und Harfe" das populäre Doppelkonzert. (ja)

Vor beiden Konzerten wird es jeweils um 18.45 Uhr eine Konzerteinführung geben.