Annaberger Kät: Bis zu 30 Personen bedrohen Polizei

Annaberg. Eine aggressive Gruppe von bis zu 30 Personen hat sich in der Nacht zum Sonntag in Annaberg mit der Polizei angelegt. Zunächst beleidigte ein 26-jähriger Deutscher im Ausgangsbereich der Annaberger Kät an der Ernst-Roch-Straße vorbeifahrende Beamte gegen 1.20 Uhr, teilte die Polizei mit. Bei der Überprüfung seiner Identität schlug und trat der Mann nach den Beamten. Die Gruppe, zu die der Tatverdächtige gehörte, umringte anschließend den Einsatzwagen und schlug dagegen. Dabei gab es Beschädigungen am Lack, am Rücklicht und einer Tür.

Polizisten nahmen den 26-Jährigen in Gewahrsam und brachten ihn auf das Polizeirevier, hieß es weiter. Ein Teil der Gruppe folgte den Einsatzkräften aufs Revier und wollte dieses trotz mehrfacher Aufforderung nicht verlassen. Dabei handelte es sich um drei Frauen und neun Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Nach Angaben der Polizei hatten alle 12 Personen wahrscheinlich deutsche Staatsangehörigkeit. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, versuchten Gefangenenbefreiung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. (fp)

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2Kommentare
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  • 5
    5
    Einspruch
    10.06.2018

    Ein für Annaberger untypisches Verhalten.

  • 22
    8
    Hankman
    10.06.2018

    Noch kein einziger Kommentar hier? Ach ja, stimmt, sind ja anscheinend keine Zuwanderer beteiligt. Also dann mal von mir: Sowas geht gar nicht. Man pöbelt Polizisten nicht an, die machen schließlich nur ihre Arbeit und haben auch so schon genug zu tun. Und man greift sie schon gar nicht an! Ich hoffe, es können alle Tatverdächtigen ermittelt werden. Und dann möge die Justiz bitte schnell und ordentlich ihre Arbeit tun und die Taten nach geltendem Recht verfolgen. Solche Delikte kommen leider immer wieder vor - ein Zeichen für die wachsende Verrohung unserer Gesellschaft, der wir uns alle entgegenstellen sollten. Und da reicht es eben nicht, "Grenzen dicht!" zu grölen. Es ist komplizierter.



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