Zwei Menschen sterben auf Mittelsachsens Straßen

Bei Freiberg haben sich zwei schwere Verkehrsunfälle ereignet. In einem dritten Fall hatte der Fahrer Glück.

Freiberg. Binnen drei Stunden ist am Sonnabend ein Rettungshubschrauber zu zwei Verkehrsunfällen im Großraum Freiberg gerufen worden, um schwer verletzte Personen zu bergen. Für zwei Pkw-Fahrer kam dabei jedoch jede Hilfe zu spät: Sie starben noch am Unfallort.

Wie die Polizeidirektion Chemnitz meldete, war zuerst gegen 11.50 Uhr ein 87-jähriger Skodafahrer mit seinem Pkw auf der Meißner Straße (Kreisstraße 7794) zwischen Zollhaus und Bieberstein verunglückt. Das Auto sei in einer Linkskurve aus bisher unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und habe sich überschlagen, heißt es in der Mitteilung: "Der Skoda kam rechts neben der Fahrbahn auf dem Dach zum Liegen. Der Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen."Seine 86-jährige Beifahrerin sei bei dem Unfall lebensbedrohlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden, wird weiter berichtet. Am Fahrzeug sei Totalschaden entstanden, die Kreisstraße war bis gegen 14.50 Uhr voll gesperrt. Augenzeugenberichten zufolge waren die freiwilligen Feuerwehren von Bieberstein, Reinsberg und Hirschfeld mit 19 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort.

Gegen 14.30 Uhr ist es dann auf der Bundesstraße 173 zwischen Freiberg und Oberschöna zu einem weiteren tragischen Verkehrsunfall gekommen. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge war ein Renault Clio auf der Fahrt in Richtung Oberschöna kurz vor dem Abzweig Kleinschirma aus bisher unbekannter Ursache gegen die Leitplanke geprallt. Das Auto sei dann auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden und frontal mit einem entgegenkommenden Pkw Skoda kollidiert, informiert die Pressestelle der Polizei. Der 82-jährige Renault-Fahrer sei in seinem Fahrzeug eingeklemmt worden und noch an der Unfallstelle gestorben.

Der 30-jährige Skoda-Fahrer und seine 29-jährige Mitfahrerin erlitten dem Polizeibericht zufolge schwere Verletzungen. Auch hier sei ein Rettungshubschrauber zum Einsatz gekommen. Die B 173 war nach Polizeiangaben für etwa vier Stunden voll gesperrt.

Der Unfall weckt Erinnerungen an einen tödlichen Unfall, der sich wenige hundert Meter weiter vier Monate zuvor ereignet hat. Am 5. Juni dieses Jahres war ein 25-jähriger Audifahrer ums Leben gekommen, als sein Pkw kurz nach dem Abzweig Kleinschirma ausgangs einer Linkskurve in den Gegenverkehr schleuderte. An der Stelle erinnern Kerzen an das tragische Geschehen.Glück hatte an dem schwarzen Sonnabend ein 18-jähriger Fahranfänger, der laut Polizei mit einem Peugeot gegen 21.30 Uhr zwischen Falkenau und Flöha von der B 173 abgekommen war. Der Pkw kollidierte mit einer Schutzplanke und wurde eine Böschung hinunter auf ein Feld geschleudert. Der junge Mann wurde leicht verletzt, der Sachschaden liege bei 1000 Euro.

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