Brandstiftung im Dönerimbiss: Chef entgeht Haftstrafe

Zwickau/Wilkau-Haßlau. Der Betreiber des ehemaligen Döner-Hauses in Wilkau-Haßlau ist am Donnerstag in der Berufungsverhandlung vom Vorwurf der versuchten Brandstiftung in seinem Lokal freigesprochen worden. Schuldig hingegen sprach ihn das Gericht des versuchten Betruges und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 2400 Euro.

Anders als in der ersten Instanz am Amtsgericht, das den 34 Jahre alten Mann zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt hatte, sahen die Richter am Landgericht keine Beweise, die für eine Verurteilung ausgereicht hätten. "Vieles spricht dafür, ebenso vieles spricht dagegen", sagte der Vorsitzende Richter Torsten Sommer. Am Ende könne es nur heißen: Im Zweifel für den Angeklagten. Fest steht, dass am Morgen des 14. Oktober 2014 in dem schlecht laufenden Imbiss vorsätzlich Feuer gelegt wurde, während in den Stockwerken darüber noch Menschen schliefen.

Einen richtigen Beweis dafür, dass der Mann entweder das Feuer selbst gelegt hat oder den Auftrag dazu gab, fand die Strafkammer jedoch nicht. Auch die Geräte, die vor dem Brand aus dem Laden verschwanden und später in der Wohnung des Angeklagten gefunden wurden, lieferten keinen eindeutigen Beweis. Allerdings werteten es die Richter als versuchten Betrug, dass der Angeklagte die Geräte der Versicherung als gestohlen gemeldet hatte. (nkd)
 

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