Ein Zeugnis für die Lügenpresse?

Zur Studie über das Versagen von Zeitungen in der Flüchtlingskrise

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: alles Versager. Die Journalisten seien in der Flüchtlingskrise mehr politische Akteure gewesen als neutrale Beobachter. Damit seien sie ihrer Rolle, die Politik und deren Vollzugsorgane kritisch zu begleiten, nicht gerecht geworden. Das Urteil, das eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung unter Leitung des renommierten Medienwissenschaftlers und ehemaligen Journalisten Michael Haller fällt, kommt - sagen wir mal - ziemlich vernichtend daher. Haben die, die die Journalisten Lügner nennen, also recht?

Es gibt keinen Grund, an dem vorgelegten Material prinzipiell zu zweifeln. Hallers Team hat auf Ebene der einzelnen Artikel mit vor allem quantitativen Methoden versucht, ein Bild für die aktuelle Tagespresse insgesamt zu zeichnen. Im Mittelpunkt der vorgelegten Analyse stehen die nationalen Titel. Über die Qualität der einzelnen Beiträge sagt das Vorgehen nichts, auch nicht darüber, wie die Journalisten mit der Kritik an ihrer Arbeit umgegangen sind.

Andererseits: Auch wenn die Methodik der Studie nicht in jedem Punkt überzeugt, so steht außer Frage, dass die deutschen Tageszeitungen die Politik der Bundeskanzlerin in der Flüchtlingsfrage weitgehend unterstützt haben. Und richtig ist auch: Sie haben ausreichend Grund, ihre eigene Arbeit zu hinterfragen. Das hat aber nur in zweiter Linie mit der Flüchtlingsproblematik zu tun.

Warum haben die Journalisten so gehandelt? Weil sie gelenkt, ihnen gar Vorschriften gemacht wurden? Mitnichten. Das lässt sich mit Sicherheit sagen. Warum trotzdem zunächst ein großer Gleichklang entstand, lässt sich mit weniger Gewissheit beantworten. Die einen waren und sind bis heute überzeugt, dass die Bundesregierung richtig gehandelt hat. Andere sahen die größeren Probleme in der großen, teils gewalttätigen Ablehnung, die den Fremden entgegenschlug. Die wollten sie nicht noch verstärken. Dritte waren der PR-Macht der Politik nicht gewachsen. Und sicher gab es auch welche, die mit ihrer Meinung hinterm Berg hielten, weil um sie herum alle anderer Meinung zu sein schienen.

Für die "Freie Presse" gilt, dass wir uns damals wie heute nicht anmaßen, eine fehlerfreie Zeitung zu machen. Aber es ist unser ehrlicher Anspruch, mit hoher journalistischer Sorgfalt fehlerfrei zu berichten und nie einen falschen oder unvollständigen Eindruck zu vermitteln. Daran arbeiten wir täglich.

Aber auch für den Journalismus gilt: Nur die stetige Erneuerung, das Überprüfen und - wenn nötig - Verändern, verschafft einem die Qualität, die es für eine überzeugende Glaubwürdigkeit beim Leser braucht.

Wir haben in der Zeit der Flüchtlingskrise sehr viel mit unseren Lesern diskutiert. Wir haben dabei dazugelernt, andere überzeugt, auf jeden Fall miteinander gesprochen. Das sehen wir als unsere Aufgabe. Wer, wenn nicht die Regionalzeitung mit ihrer großen Vertrautheit, soll das Gespräch in der Gesellschaft zwischen den unterschiedlichen Lagern aufrechterhalten? Nur so ist Verständigung möglich. Und dafür ist guter Journalismus da.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
20Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 4
    1
    Täglichleser
    23.07.2017

    BlackSheep richtig ein Menschenfreund muss nicht alles abnicken in der Flüchtlingsfrage. Man soll seine Ängste benennen. Man soll Fragen stellen. Sachlich. Nach Alternativen suchen. Ja es gab am Anfang eine Willkommensaufgeregtheit in der Presse. Aber die Aufgeregtheit dagegen lies nicht lange auf sich warten.
    Das Problem muss deshalb weiter auf der Tagesordnung bleiben und versachlicht werden. Von Heller steht ein Zitat in Wikipedia wie Medien sein sollen. Vieles Richtig: Tatsachenbeschreibung, die Welt der Bürger, der Betroffenen einbeziehen. Hier aber sagt er keine Ursachenspekulation. Das sollen die Medien auch nicht.
    Aber die Ursachen von Fehlentwicklungen recherchieren und benennen, warum es zu Fluchtbewegungen gekommen ist. Ran an die Ursachen. Sie bekämpfen. Und das zum Nutzen der Bürger.

  • 3
    3
    gelöschter Nutzer
    23.07.2017

    @ Täglichleser, ich spreche nicht von den alten, klasischen linken und grünen Idealen, die ich ausnahmslos alle selbst vertrete - ich spreche von den pseudo-links/grünen Zielen der Neuzeit, die weder mit den klassischen grünen noch mit den alten linken Idealen etwas zu tun haben. Diese neuzeitlichen "Spinnereien" lehne ich ab

  • 6
    1
    BlackSheep
    23.07.2017

    @Täglichleser, solange die eigene Meinung mit einer trotzdem objektiven Berichterstattung einhergeht, dann alles gut. Allerdings hat, und das sagt Heller auch, genau das nicht stattgefunden. Ausserdem vemengen Sie einiges, wieso muss Menschenfreund heisen ich nicke alles ab in der Flüchtlingsfrage, vieleicht sind gerade die Menschenfreunde die nicht zu allem ja und amen sagen?

  • 2
    10
    Täglichleser
    23.07.2017

    Journalisten sollen aufklären, ordentlich recherchierte Fakten liefern, den Politikern auf den Zahn fühlen, damit sich der Leser eine Meinung bilden kann. Der Professor Heller sagt nichts anderes. Als die vielen Flüchtlinge kamen, hat man anfangs die Probleme mit Integration nicht so benannt und auch die zu erwartende Ablehnung von einigen. Das der Presse jetzt so massiv vorzuwerfen, finde ich übertrieben. Schließlich gab es dann noch ausreichend Diskussion in den Medien.
    Und was ist schlimm daran, wenn ein Journalist ein Menschenfreund ist, der gegen die Zerstörung der Natur, gegen den verderblichen Egoismus, sowie Krieg und Vertreibung ist. Und so auch seine Meinung einbringt. Wem stört es, wenn es der Menschheit hilft? Das ist grün, rot oder auch konservativ (werterhaltend). Und wir haben als Menschheit viel zu verlieren.

  • 6
    2
    gelöschter Nutzer
    23.07.2017

    Herr Hankmann, erstens lässt sich leicht ergoogeln, welcher Parteien-Neigung die meisten Journalisten nachgehen und zweitens - warum sollten sie gegen Merkel wettern? Sie ist immerhin die links-grünste "CDU"-Politikerin, die wir je hatten - Ehe für alle inklusive!
    Liebe Freie Presse, was ist mit meinem verschollenen Kommentar?

  • 0
    0
    gelöschter Nutzer
    23.07.2017

    @ Hankmann, ich habe auf den Kom´ von 00.08 Uhr
    geantwortet. Ich hoffe, die Antwort erscheint noch ......

  • 6
    0
    gelöschter Nutzer
    23.07.2017

    @ Hankmann .....
    1.) ich zitiere Tscharntke nicht, weil ich Tscharntke zitieren will, sondern weil es mir um die von Tscharntke Aussagen von Scholl-Latour und Paul Sete ging
    2.) Tscharntke wird als Rassist kritisiert? Von wem? Ende meiner Frage, Antwort erübrigt sich von selbst. Wenn Tscharntke ein Rassist ist, dann bin ich auch einer, und "neurechts" und ein "Aber-Nazi" (Sascha Lobo auf S.P.O.N.) obendrein.
    Na und, ich kann damit leben, dann ist es eben so. Dazu gemacht wurde ich unter anderem von den hier gescholtenen, systemtreuen und nicht ausgewogen berichtenden Medien.
    Was ist denn ein Rassist? Einer der die Gutmenschendefinition "Alle Menschen sind gleich" nicht mit trägt?
    3.) Tscharntke ist ein bibeltreuer Evangelikaler, was man den sich dem System und speziell der Flüchtlingspolitik anbiedernden Landeskirchen nicht behaupten kann. Die brauchen sich über Kirchenaustritte ebenso wenig wundern wie die Medien über den Vertrauensverlust bei den Lesern, Hörern, Zuschauern.
    Ich habe es weder mit der Kirche noch mit Religionen überhaupt. Aber wenn eine christliche Kirche die Flutung des Landes mit Muslimen mit trägt, dann hat sie in meinen Augen jegliche Glaubwürdigkeit gegenüber ihren Schäfchen verloren.
    Im Übrigen ist es auch nicht normal, dass die Kirche mit einem eigenen Wagen zum Berliner Christopher Street Day teilnehmen will und dass Berliner Ämter und Behörden für eine Woche während des CSD´s Regenbogenflaggen hisst.
    Diese Gesekllschaft ist schon so dekadent, dass sie ihre eigene Bescheuertheit nicht mal mehr begreift und stattdessen die als Unnormal hinstellt, die dagegen aufbegehren.
    Das herdenhafte und prinzipienlose Mitmachen des Gender-Gaga und des Regenbogen-Tralala ist übrigens ein weiterer Aspekt, wo keine unserer Mainstreammedien dagegen aufbegehrt und diesen Unsinn nicht mitmacht. Ein weiteres Indiz für Systemtreue und Gleichschaltung der Medien.

  • 9
    3
    BlackSheep
    23.07.2017

    @Hankman, es ist doch nicht richtig zu sagen, Tscharnte wird als rassistisch kritisiert und deshalb reden wir über sein Einstellung und nicht über das was er gesagt hat? Wenn die Medien sachlich über die Probleme berichtet hätten und sich nicht daran beteiligt hätten Kritiker mit der Nazikeule mundtot zu machen hätte genügt.

  • 8
    2
    Pelz
    23.07.2017

    Wechseln jetzt einige Journalisten vor Scham den Job? Ich bin gespannt auf die kommende Schreib- und Redeweise in den deutschen Papier-, TV -und Onlinemedien....

  • 9
    4
    aussaugerges
    23.07.2017

    Alles was hier als L. Meinung geschrieben wurde ist auch meine Meinung.
    Es ist einfach alles gesagt worden.
    Ganz toll.
    Und der ,,Scholl Latour,,so viel ..sch hatte keiner wie er.

    Ich bin besonders von der besonnen und und ruhigen Außenpolitik Rußlands beeindruckt.

    Trotz immer neuen Aufmarschstellungen rund um das Land
    und hinterhältigster Flugzeugabschüssen durch die NATO gegen den Dasch.

    Und warum hat man nicht auf Pegida wenigstens gehört?

    250 000 Klagen unserer neuen Flüchtlinge und keiner arbeitet länger im Gericht.

  • 5
    8
    Hankman
    23.07.2017

    A809626: Sie zitieren hier Pastor Jakob Tscharnte. Ist das nun eine Autorität, auf die man hören sollte? Nö. Tscharnte ist ein Evangelikaler, der immer wieder als rassistisch kritisiert wird und eine eigenwillige Auslegung des Christentums zu pflegen scheint. Für mich einfach eine Stimme unter vielen, die eine von vielen Meinungen äußert. Mehr nicht.

    Aber ganz und gar putzig wird Ihr Kommentar, wenn Sie behaupten, 70 bis 80 Prozent der Journalisten/Redakteure seien als links/rot/grün einzustufen. Woher beziehen Sie Ihr angebliches Wissen? Im Umkehrschluss würde das ja heißen, die Medien müssten alle täglich bitterböse Kommentare über CDU, CSU und Merkel schreiben - denn die stehen ja nun nicht ernsthaft im Verdacht, links/rot/grün zu sein.

    Recht gebe ich Ihnen in dem Punkt, dass öffentliche und veröffentlichte Meinung sich oft unterscheiden. Aber das Internet ist heute auch Teil der veröffentlichten Meinung - das kann den Konflikt ein Stück weit lösen, ihn aber auch verschärfen. These: Die öffentliche Meinung medial adäquat abzubilden, ist wegen deren Komplexität und Diversifikation kaum möglich. Aber man sollte es wenigstens versuchen!

  • 10
    6
    916740
    22.07.2017

    lange nicht mehr so herzhaft gelacht. sie können doch gar nicht anders berichten als systemtreu. wessen brot ich ess, dessen lied ich sing. fragen Sie doch mal Ihren verleger, wenn er plötzlich gegen merkel und ihresgleichen schriebe... ha, ha, ha.

    vllt. schaffen Sie es zukünftig wenigstens, Ihre abopreise nicht jährlich zu erhöhen und geschäftsstellen - schließungen zu vermeiden.
    so etwas bringt vertrauen und kundennähe, statt sich von seinen lesern immer weiter zu entfernen.
    sie wissen doch, die ivw schreibt mit.

    beweisen Sie wenigstens vor den wahlen, dass Sie sachlich und ausgewogen und nicht tendenziell berichten. wissen und fakten helfen, nicht mutmaßungen. Ihre abonneten werden es Ihnen danken.

    mit freundlichen grüßen
    verständnisslos

  • 15
    4
    BlackSheep
    22.07.2017

    Nach diesem verheerenden Urteil über die Presselandschaft mit einem "aber wir geben uns Mühe" zu kommen ist ein bisschen wenig. Was mich mehr interessieren würde, wird diese Studie zu Veränderungen in der Arbeit der Presse führen, ich bin gespannt.

  • 12
    4
    gelöschter Nutzer
    22.07.2017

    Pastor Jakob Tscharnte sagte in seiner denkwürdigen Predigt vom Oktober 2015 folgendes, Zitat: "Dazu gehört auch die weitgehend gleichgeschaltete Presse, die es natürlich nach Meinung mancher Presseleute nicht gibt.
    Peter Scholl-Latour wurde 2014 nach seinen Erfahrungen zum Thema gleichgeschaltete Medien und Zensur in der westlichen Welt gefragt. Er antwortete: "Paul Sethe (einer der 5 Gründungsherausgeber der FAZ) hat mal vor vielen Jahren geschrieben: "Die Freiheit der Presse im Westen ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu publizieren", inzwischen - so fährt Peter Scholl-Latour fort - "sind es keine 200 mehr, inzwischen sind es nur noch 4 oder 5.?
    Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner stellte dieser Tage fest: "dass zwischen der öffentlichen Meinung und der zum Teil veröffentlichten Meinung große Unterschiede bestehen."
    Er hat?s zarter gesagt. Andere sagen es deutlicher. Am Ende läuft?s auf dasselbe hinaus." (Jakob Tscharntke, Riedlingen, Oktober 2015)
    Wenn man dann noch berücksichtigt, dass sich zwischen 70 und 80% der Journalisten und Redakteure als links/rot/grün einordnen und man davon ausgehen darf, dass sie am Ende nicht nur gleichgeschaltet berichten, sondern dies über weite Strecken auch freiwillig tun, dann sind unsere Medien von dem Credo "Medien sollten berichten, was die Regierenden NICHT hören oder lesen wollen" weit entfernt.....

  • 14
    5
    gelöschter Nutzer
    22.07.2017

    Im Übrigen lässt sich alles, was der Herr Haller hier feststellt und belegt, nahezu eins zu eins auf die (manipulierende) Medienberichterstattung zur sogenannten Euro-/Banken- und Griechenlandrettung, zur Berichterstattung im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen und der sie begleitenden Trump-Hetze, auf die Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt (Krim-Sezession, Putin-Hetze und so weiter) sowie bezüglich der Kriegstreiberei des Westens und der NATO gegenüber Russland oder auch auf den Umgang der allermeisten Medien mit der AfD übertragen.

  • 7
    4
    Freigeist14
    22.07.2017

    Das die Presse weiterhin Sprachrohr der etablierten Politik bleiben will sieht man an der unkritischen Haltung zu Merkels unterlassenener Politik einer tatsächlichen Integration der Flüchtlinge . Aus "Wir schaffen das " wurde ein "Ihr schafft das".Damit Merkels Wiederwahl gesichert bleibt,scheut die Kanzlerin einen Bruch des Flüchtlingsdeals mit der Türkei und vermeidet einen zu scharfen Ton gegenüber Erdogan.Und die Medien loben dann noch ihre"besonnene Politik" und schauen mitleidig auf Herausforderer M.Schulz.

  • 3
    8
    Täglichleser
    22.07.2017

    Wollte nur noch sagen: Pegida und AfD freut sich.
    Deren Antwort: "Das haben wir doch schon immer gesagt. Lügenpresse, Lügenpresse...!"
    Und die AfD bekommt mit Kleditzsch und Haller neue Mitglieder.

  • 5
    1
    Täglichleser
    22.07.2017

    Der Chefredakteur fragt sich und die Leser, ob die Presse eine Lügenpresse ist. Es gibt von ihm weder ein Ja noch ein Nein. Er beschreibt wie Journalisten ticken
    und welche Aufgabe sie haben.
    Für mich ist die FP und andere Zeitungen ausreichend, neben den anderen Medien, außer Facebook, mir ein wahres Bild über die Flüchtlingskrise zu machen.
    Das Wort Lügenpresse ist ein Eigentor Herr Chefredakteur. Kritisch die eigene Arbeit zu hinterfragen.
    Das sollten die Journalisten.

  • 14
    6
    gelöschter Nutzer
    22.07.2017

    Eigentlich kann ich nur laut und lange lachen - und verspüre aus persönlichen Gründen und aus aktuellem Anlass eine gewisse Genugtuung (Y)

    >>> "Haben deutsche Journalisten in der Flüchtlingskrise ausgewogen berichtet? Der Medienwissenschaftler Michael Haller hat Tageszeitungen ausgewertet, auch regionale(!!) Blätter. Er sagt: Die Presse fungierte als Sprachrohr der etablierten Politik. Die Folge: Entfremdung vom Leser.

  • 16
    3
    norbertfiedler
    22.07.2017

    Angesichts der schon vor Beginn der Flüchtlingskrise absehbaren Folgen, muss man dann wohl mal wieder konstatieren: "Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht." Die absehbaren Folgen sind teilweise schon heute eingetreten: mehr Ertrunkene im Mittelmeer als je zuvor. Diese sind eine direkte Folge der derzeitigen EU-Politik.

    Haben Journalisten die Aufgabe zu berichten, was ist oder was sein soll? Die Trennung eines Berichts vom Kommentar ist in der deutschen Zeitungslandschaft kaum noch zu finden: es gibt zwar noch als Kommentare gekennzeichnete Meinungsartikel, aber nur wenige meinungsfreie Berichte. Hinzu kommt, dass diese meinungsstarken Artikel wohl über den Mangel an Fakten und Argumente des im Berichts vertretenen Standpunkt hinwegtäuschen soll. Da werden abweichende Meinungen moralinsauer diffamiert, wie man es derzeit wieder exemplarisch an der Diskussion auf Facebook zw. ARD-Moderator Georg Restle und Tübingens OB Boris Palmer zu den Vorfällen rund um das Volksfest in Schorndorf erleben darf. Wenn die Darstellung der Realität die "Falschen" stärkt, dann müsste man auf Änderung der Realität drängen und nicht einfach nur die Realität verleugnen.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...