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Foto: Stefan Puchner/dpa

Update: Laute Knalle beunruhigen Bürger der Region

Kampfflieger der Bundeswehr durchbrechen die Schallmauer

erschienen am 12.10.2017

Chemnitz. Zwei laute Knalle haben am Donnerstag von Zwickau bis Rochlitz für Aufregung in der Bevölkerung gesorgt. Auch aus Limbach-Oberfrohna, Werdau oder Crimmitschau meldeten sich beunruhigte Bürger bei der "Freien Presse". Im thüringischen Altenburger Land waren die Knalle ebenfalls zu hören. "Es war, als wäre ein metallener Gegenstand mit unheimlicher Lautstärke auf den Boden gekracht", schilderte eine Rochlitzerin. Bei Notruf-Leitstellen und der Polizei gingen zahlreiche Anrufe ein. Auf der Facebook-Seite der "Freien Presse" postete ein Geithainer, dass in seiner Wohnung alles gewackelt habe. "Wir hatten den Eindruck, dass irgendwo etwas detoniert sein muss", schreibt ein Peniger.

Auf Nachfrage der "Freien Presse" beruhigte ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr am Donnerstag. Es habe sich bei den Geräuschen um Überschallknalle gehandelt, sagte er, verursacht durch zwei Eurofighter des Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg, die mit rund 1188 Stundenkilometern zwischen 10.37 Uhr und 10.46 Uhr von Nürnberg über Hof nach Zwickau unterwegs waren. Demnach sicherten und überwachten die beiden Jets in etwa 12.500 Metern Höhe den Luftraum. Fliegt ein Eurofighter schneller als der Schall, verdichtet sich die Luft um den Jet - diese Druckstöße entladen sich und breiten sich kegelförmig hinter dem Flugzeug aus. Die Breite dieses Kegels kann bis zu 80 Kilometer betragen. Die Druckstöße werden am Boden dann als Knall oder als Druckschwankung wahrgenommen.

Überschallflüge sind in Deutschland legal, wenn sie werktags zwischen 8 und 12.30 sowie zwischen 14 bis 20 Uhr stattfinden und die Flugzeuge höher als 10.800 Meter fliegen. Die Bundeswehr hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das über Flugbewegungen Auskunft gibt. Es ist unter 0800/8620730 zu erreichen.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
10
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  • 17.10.2017
    08:43 Uhr

    Vandanser: Jetzt regt man sich auf, weils ein - zweimal Überschall-Knall gegeben hat. Sogar ein Bürgertelefon ist eingerichtet!! So ein Unfug- man denke doch mal zurück an vergangene Zeiten! Als ehemaliger TDZler (1974-77) weiß ich das 3-4 mal die Woche Flugdienst war. Auch Nachts und niemand hat sich über die Knallerei aufgeregt. Das war nur LSK/LV , die Russen haben hier in der Region selbiges veranstaltet (Altenburg) und fast täglich rumgeknallt. Ich sage nur "künstlich aufregen und Panik machen" wegen eines!! Knalls, der mal täglicher Alltag war. Man kanns auch übertreiben.

    0 5
     
  • 15.10.2017
    10:15 Uhr

    Zeitungss: Da traut sich doch die Alarmrotte einen notwendigen Einsatz zu fliegen ohne vorher mittels Formblatt 0815... bei den zu überfliegenden Gemeinden die schriftliche Zustimmung einzuholen und die betroffenen Bürger per Postwurfsendung zu informieren, es ist ein Unding. Diese Einheit war im Einsatz um SCHLIMMERES zu verhindern, was nicht jeder Bürger auch begreift, denn der will NUR Sicherheit. Der Flugsicherung für ihre Aufmerksamkeit und das nötige Handeln zu danken, auf diese Idee kommt keiner, aber wehe es geht was daneben weil sie nichts getan haben. Nachdenken würde die Sache auf keinen Fall verschlimmern, im Gegenteil.

    0 6
     
  • 14.10.2017
    13:02 Uhr

    Steuerzahler: @Hankmann: So stand es aber eben nicht im Artikel, dem zufolge nicht von einer Ausnahmeregelung die Rede war.
    Hinsichtlich der Überschallflüge vor 89 gebe ich Ihnen voll und ganz Recht.

    1 0
     
  • 13.10.2017
    23:32 Uhr

    Hankman: @Steuerzahler: Keine Angst. Hier war, wie sich herausstellt, die Alarmrotte (was für ein Wort ...) der Luftwaffe im Einsatz. Und ich gehe mal davon aus, dass deren Einsatz zum Abfangen oder Eskortieren eines Flugzeugs jederzeit legal ist. Ich denke, das Zeitlimit bezieht sich nur auf Übungsflüge. Alarmeinsätze wie der vorliegende kommen übrigens häufiger vor, in der Regel steckt nichts Schlimmes dahinter. Noch ein Grund mehr für uns, entspannt zu bleiben. Ich kann mich noch gut erinnern, dass es in den 70er- und 80er-Jahren viel häufiger so geknallt hat, wenn die MiGs unterwegs waren.

    0 3
     
  • 13.10.2017
    20:55 Uhr

    Steuerzahler: Ob sich Terroristen nach den Zeiten für Überschallflüge richten, wenn für die Luftwaffe Flüge außerhalb dieser Zeit laut diesem Artikel illegal sind?

    1 3
     
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Warum höre ich Digitalfunk und UKW zeitversetzt?
Onkel Max
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Seit einiger Zeit habe ich ein Digitalradio, benutze aber auch noch ein herkömmliches UKW-Radio, beide für terrestrischen Empfang. Das Signal aus dem Digitalradio ist gegenüber dem UKW-Signal um ca. drei Sekunden verzögert. Auch das UKW-Signal über Kabel ist verzögert, aber nur ca. eine Sekunde. Und einen weiteren Unterschied gibt es zwischen diesem UKW-Signal über Kabel und dem Digitalradiosignal über das gleiche Kabel. Er beträgt zwar nur ca. eine Zehntelsekunde, ist aber doch deutlich hörbar. Was ist die Ursache für die Verzögerungen und dafür, dass sie auch noch unterschiedlich groß sind? (Diese Frage hat Hagen Keßler aus Freiberg gestellt.)

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