Für das Staffelfinale gewappnet

Der Chemnitzer AC erzielte in der Gewichtheber-Bundesliga ein Punktergebnis wie seit langem nicht. Auch bei den Vogtländern herrschte Freude.

Berlin/Eibau.

Vor dem alles entscheidenden Duell um den Staffelsieg gegen den aktuellen Spitzenreiten SSV Samswegen am nächsten Sonnabend sendete der Chemnitzer AC (CAC) im Bundesligavergleich beim Berliner TSC ein starkes Signal. Das Team gewann nicht nur wie erwartet den Vergleich, sondern erreichte mit 860,6 Gesamtzählern (TSC: 737,0) ein Punktergebnis wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. "Es war eine gelungene Generalprobe. Wenn es gut läuft, ist noch mehr drin", zeigte sich Trainer Andreas Rehwagen zuversichtlich.

Seine Einschätzung bezog sich vor allem auf die beiden starken lettischen Gaststarter Ritvars Suharevs und Arturs Plesnieks, die beide jeweils auf ihre letzten Versuche verzichteten. Sie steuerten dennoch mit 174 beziehungsweise 173 Punkten die mit Abstand besten Resultate bei. Letztgenannter, im Herbst Vizeweltmeister in der Klasse bis 105 kg, wirkte erstmals im CAC-Team mit. Beide Athleten werden gegen Samswegen die Sachsen wieder verstärken. Ebenso ließen auch die anderen Asse einen Formanstieg erkennen - ohne schon direkt an ihre absoluten Grenzen zu gehen.

Kapitän Max Lang, der sich wie die Letten auf die EM Ende März vorbereitet, steuerte 160 Punkte bei. Philip Kudzik, der zuletzt verletzungsbedingt fehlte, kam nach kurzer Vorbereitung auf beachtliche 130 Zähler. Indes blieb Kurt Perthel, als WM- und EM-Starter bei den Junioren eine der größten Hoffnungen, erneut die traurige Zuschauerrolle. Der 20-Jährige plagt sich weiter mit Knieproblemen herum.

Auch das Athletenteam Vogtland (ATV; Heber des AC Atlas Plauen und der TSG Rodewisch) hatte dieses Mal allen Grund zur Freude. Bei der SG Eibau gelang nicht nur der erste Saisonsieg. Mit 669,6 Punkten (SG: 643,3) gelang ein Gesamtresultat wie seit fünf Jahren nicht. "Wir konnten endlich einmal unsere stärkste Truppe an den Start bringen, wobei alle überzeugende Auftritte zeigten", berichtete Teamchef Bernd Schmiedel und fügte hinzu: "Es war vor allem im Reißen ein sehr spannender Wettkampf, da wechselte mehrfach die Führung." Doch am Ende konnten die Vogtländer auch die separaten Zähler für die Einzeldisziplinen Reißen und Stoßen aus der Oberlausitz entführen.

Erneut war der Tscheche Petr Petrov, der ebenso wie Eliska Pudivitrova das kontinentale Championat anvisiert, mit 152 Punkten und sechs souveränen Versuchen der überragende Akteur des Vergleiches. "Es war eine Augenweide, ihn zu sehen", wertete Bernd Schmiedel. Indes sorgte Petrovs Partnerin für einen Schreckensmoment, als sie bei ihrer Anfangslast von 90 kg im Stoßen zunächst scheiterte. Doch der zweite Anlauf passte, später legte sie noch 5 kg drauf. Weitere Steigerungen wiesen die Youngster Tom Ritter und Rapahael Friedrich nach.

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