Spiel gedreht: Stürmer trifft dreifach bei Rapid-Heimerfolg

Nach verhaltenem Start gewinnt das Team gegen Pirna mit 4:2. Derweil hofft der Trainer auf den Verbleib eines Spielers.

Im Lager des BSC Rapid Chemnitz wusste man schon vor dem Anpfiff um die Bedeutung der Sachsenliga-Partie gegen den VfL Pirna-Copitz 07. Mit einem Sieg wollte das Team von Trainer Thomas Schreyer den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen. Nach 90 Minuten stand ein 4:2 (2:1) für die Gastgeber auf dem Tableau. Dieses sorgte beim Chemnitzer Fußball-Landesligisten natürlich für große Erleichterung.

Vater des Sieges war Florian Mielke, der drei der vier Rapid-Tore markierte. Außerdem sollten die BSC- Kicker noch eine Grußadresse nach Pirna schicken, denn die Gäste versiebten zahlreiche hundertprozentige Möglichkeiten. So hätte sich wohl niemand beschweren können, wenn es nach 20 Minuten 0:3 gestanden hätte. "Das stimmt, den Anfang haben wir völlig verschlafen. Doch dann hat meine Mannschaft die richtigen Tugenden auf den Platz gebracht und sich in das Spiel hineingekämpft. Moralisch nehmen wir aus diesem Heimspiel sehr viel mit", sagte Trainer Schreyer.

In den ersten Minuten spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab. In der 9. Minute setzte das fußballerische Denken bei Rapid- Schlussmann Toni Wolf für einen ganz kurzen Moment aus, als er den Ball völlig unbedrängt dem Gegner in die Beine spielte. In dieser Situation hatte der Schlussmann großes Glück, der Pirnaer Kicker schob das Spielgerät knapp am Gehäuse vorbei. Aber kurz darauf musste Wolf den Ball doch aus dem Netz holen, Martin Schmidt brachte die Gäste in der 10. Minute 1:0 in Führung. Der Rückstand hatte bei der Schreyer-Elf offenbar Wirkung hinterlassen, unmittelbar nach dem Gegentreffer war von Ordnung in den Rapid-Reihen nichts zu sehen. So musste Wolf zweimal alles geben, um das zweite Pirnaer Tor zu verhindern.

Einen ersten Hauch offensiver Gefahr versprühten die Gastgeber in der 18. Minute, als Paul-Max Walther mit seinem Schuss das Gehäuse knapp verfehlte. Aber schon im Gegenzug brannte es wieder im Chemnitzer Strafraum lichterloh, doch die Elbestädter versiebten eine weitere glasklare Chance. Doch wenigstens war auf Rapids Torjäger Nummer Eins, Florian Mielke, Verlass. Nachdem ihm bei zwei Versuchen zunächst noch das Zielwasser fehlte, drückte er in der 26. Minute einen Kopfball zum Ausgleich über die Linie. Doch durch diesen Treffer vollzogen die Platzherren zunächst keinen spielerischen Quantensprung, die Unsicherheit im Team von Kapitän Markus Vettermann blieb. Dass es doch mit einem 2:1 in die Kabine ging, war einem stark verwandelten Freistoß von Walther zu verdanken.

Im zweiten Durchgang waren wenige Minuten gespielt, als Mielke erneut auffällig wurde, indem er per Kopf den dritten Chemnitzer Treffer markierte. Nach einer reichlichen Stunde machte der Stürmer erneut das, was er besonders gut kann: Er köpfte zum 4:1 ein. "Damit habe ich 25 Saisontreffer auf dem Konto. So oft habe ich in der gesamten Vorsaison getroffen", sagte der 25-Jährige. Ob der gebürtige Cottbusser dem BSC erhalten bleibt, ist offen. "Ich studiere in Chemnitz und stehe kurz vor der Vollendung meiner Masterarbeit. Was dann wird, muss ich erst einmal sehen", so der 1,99 Meter große Kicker. Trainer Schreyer hofft natürlich, dass Mielke auch nach dem Sommer für Rapid auf Torejagd geht. Doch auch ihm sei klar, dass dem einen oder anderen höherklassigen Verein Mielkes Treffsicherheit nicht entgangen sein dürfte. Pirna verkürzte in der verbleibenden Zeit zwar noch auf 2:4, aber Rapids Kämpferherz war längst erwacht.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...