Spitzenduell auf Augenhöhe

Der Chemnitzer Athletenclub empfängt morgen in der Gewichtheber- Bundesliga Spitzenreiter SSV Samswegen. Das Ergebnis wirkt lange nach.

In dieser komfortablen Situation war Trainer Andreas Rehwagen in der bisherigen Saison noch nie. "Es stehen acht starke Heber bereit, um zum Einsatz zu kommen. Das gab es sehr lange nicht", skizzierte der Coach des Chemnitzer Athletenclubs (CAC) die Lage vor dem Spitzenduell in der Gewichtheber-Bundesliga morgen, 17 Uhr, gegen den SSV Samswegen (Sachsen-Anhalt).

Bei den bisherigen Vergleichen hatte der CAC aus verschiedenen Gründen stets Besetzungssorgen. Asse fehlten wegen Verletzungen oder Auswahlverpflichtungen, auch musste einmal ein verpasster Flug bei der Anreise in Kauf genommen werden. Da die jeweiligen Kontrahenten jedoch nicht zu den Favoriten gehörten, gelangen mit Anschlusskadern, erfahrenen Rückkehrern oder Nachwuchshoffnungen dennoch jeweils Erfolge.

Somit sind die Chemnitzer wie die Gäste, die aufgrund der erreichten Punktresultate die Tabelle anführen, bislang ungeschlagen. "Es wird sicher sehr knapp zugehen, ein Duell auf Augenhöhe und voller Spannung", ist sich Andreas Rehwagen sicher. Ihn stimmt dabei zuversichtlich, dass seine Schützlinge am vergangenen Wochenende beim Berliner TSC mit 860,6 Zählern ein Gesamtergebnis wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr erreichten. Für Gegner Samswegen steht ein Saisonbestwert von 875 Punkten vom Auftakt Ende September zu Buche.

Und Reserven waren beim CAC unübersehbar, vor allem weil die beiden lettischen Asse Arturs Plesnieks, aktueller Vizeweltmeister, und Ritvars Suharevs sogar auf ihre jeweils letzten Versuche in beiden Teildisziplinen Reißen und Stoßen verzichteten. "Auch die anderen Heber entwickeln sich gut, es ging stetig bergauf", berichtet Andreas Rehwagen in der berechtigten Hoffnung, dass bei allen Steigerungen möglich sind. Bei der Aufstellung hat er dabei die Qual der Wahl. Neben den beiden Gaststartern sind Auswahlakteur Max Lang, Philip Kudzik und Julian Pianski gesetzt. Die Entscheidung fällt noch zwischen Josef Hesse und Routinier Hendrik Wetzel - beide steuern etwa die gleichen Punkte bei. Ebenso wäre ein Wechsel zwischen Reißen und Stoßen eine Option. Zudem steht Christoph Pichler als Ersatzmann bereit.

"Na klar wollen wir das Ding gewinnen, die Chance ist da. Wir sind alle enorm motiviert", gibt Kapitän Max Lang eine klare Kampfansage. Der 25-Jährige reist direkt vom Trainingslehrgang der Nationalmannschaft in Vorbereitung auf die EM aus Kienbaum an. Der besondere Anreiz liegt zudem darin, dass in diesem Vergleich eine Vorentscheidung um den Staffelsieg fällt. Und wer am Ende vorn liegt, darf am 28. April das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft vor eigener Kulisse austragen. Letzmalig war der CAC 2014 Titelträger - erkämpft auf der Heimbühne im Haus des Gastes Reichenbrand.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...