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Der Oelsnitzer Trainer Jan Pretscheck versucht nach dem verlorenen dritten Satz, seine Männer aufzubauen und zu fokussieren. Das zeigte Wirkung: Der VSV führte im vierten Satz lange klar, scheiterte aber dennoch, nicht zuletzt an seinen Nerven. Pretscheck bleibt pragmatisch: "Wir sollten das Positive mitnehmen."

Foto: Harald Sulski

Hektik kostet einen Punkt

1:3 verlor Volleyball-Drittligist VSV Oelsnitz sein Heimspiel gegen Spitzenreiter VC Gotha. Doch es war mehr drin.

Von Thomas Gräf
erschienen am 05.02.2018

Oelsnitz. Das war nichts für schwache Nerven: Die Drittliga-Volleyballer des VSV Oelsnitz hatten am Samstagabend im Heimspiel gegen den Tabellenführer VC Gotha einen Punkt fast schon in der Hand, ließen sich aber von der vom Gegner verbreiteten Hektik und einigen höchst umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen aus der Bahn werfen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage (25:21, 16:25, 20:25, 23:25), die allerdings in ihrer Deutlichkeit das wahre Spielgeschehen nicht so ganz wiedergibt.

Vor 345 Zuschauern hatten zunächst die Vogtländer, die den Ex-Dresdener Benjamin Hoffmann erstmals als Libero aufboten, den ersten Satz für sich entschieden. Nach einer Auszeit beim Stand von 9:15 strafften sich die Oelsnitzer, schafften beim 17:17 den Ausgleich und gingen mit 18:17 erstmals in Führung. Die gaben die Hausherren nicht mehr her. Nachdem eine Gothaer Aufgabe ins Aus gesegelt war, ging der erste Abschnitt 25:21 an den VSV.

Nun zeigte Gotha eine Reaktion, zog 16:9 in Führung. Zwar wehrten die vom Publikum immer wieder frenetisch angetriebenen Oelsnitzer beim Stand von 14:24 noch zwei Satzbälle der Thüringer ab, mussten den zweiten Spielabschnitt aber dann doch 16:25 abgeben.

In Satz Nummer 3 machten es die Oelsnitzer dem großen Favoriten etwas schwerer. Nach einem anfänglichen 4:4 ging Gotha vor allem durch gute Blockarbeit, aber auch durch Unkonzentriertheiten der VSV-Akteure 20:15 in Führung. Doch Oelsnitz blieb beim 21:18 oder 23:19 durchaus in Schlagdistanz, machte aber weiter zu viele Fehler, die den Gästen den 25:20-Satzgewinn ermöglichten.

Nun wurde es emotional. Der VSV büßte zwar eine 5:1-Führung ein, erkämpfte sich aber ein zweites Mal einen ordentlichen Vorsprung und sah beim 19:15 eigentlich wie der Gewinner des vierten Satzes aus. Doch nun ließen sich die Vogtländer von der aufkommenden Hektik aus der Spur werfen. Während auf Oelsnitzer Seite plötzlich Unruhe herrschte, machte Gotha sechs Punkte in Folge. Beim Stand von 22:22 hatte Oelsnitz Pech, dass die Schiedsrichter einen im Aus gelandeten Ball der Thüringer gut gaben. Nun schlugen die Emotionen hoch, die Gastgeber fühlten sich nach umstrittenen Entscheidungen verschaukelt, die Thüringer führten plötzlich 24:23. Den entscheidenden Zähler musste sich der Spitzenreiter gar nicht mehr erkämpfen. Nach einer Unbeherrschtheit auf Oelsnitzer Seite und der folgenden roten Karte reichte der Strafpunkt den Thüringern zum 25:23-Erfolg.

 
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