BSV Sachsen bläst zur Fuchsjagd

In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen erlebt die Sporthalle Neuplanitz morgen ein Duell zweier Tabellennachbarn. Beide Teams brauchen Punkte, um aus dem Keller herauszuklettern.

Zwickau.

Über mangelnde Gelegenheiten zum Regenerieren können sich die Zweitliga-Handballerinnen des BSV Sachsen zu Beginn dieser Saison nicht beklagen. Nach dem Auftakt gab es ein spielfreies Wochenende wegen des Rückzugs von Erstliga-Absteiger SV Garßen-Celle, und am vergangenen Wochenende hatte Zwickau eine Pause wegen des DHB-Pokals, in dem die Muldestädterinnen bereits in der ersten Runde ausgeschieden sind. "Wir haben die Zeit genutzt, um uns gründlich vorzubereiten", erklärte Trainer Marko Brezic. "Wir wollen zeigen, dass wir viel besser spielen können."

Morgen werden die Füchse Berlin in der Sporthalle Neuplanitz erwartet. Die Mannschaft hat vier bewegte Jahre hinter sich: 2014 gelang den "Spreefüxxen" der Aufstieg in die 1.Bundesliga. Die erste Saison im Oberhaus beendeten sie auf Rang 8, das zweite Jahr auf dem 10. Platz. Weil es wegen fehlender Sponsoren nicht möglich war, den Spielbetrieb in der höchsten deutschen Klasse weiter zu finanzieren, zog der Verein sein Frauenteam 2016 aus der Eliteliga zurück. Es folgte ein Neuaufbau in der 3. Liga Ost. Mit der imponierenden Bilanz von 44:0 Punkten schafften die Füchse Berlin die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Erfolgreichste Torjägerinnen der Gäste sind Anna Blödorn (22/6), Natalie Schwarz (15/10) und Anna Eber (13). Letztgenannte ist in Zwickau keine Unbekannte. Die 28-Jährige trug von 2009 bis 2011 das Trikot des BSV Sachsen. Marko Brezic hat sich mehrere Spiele des Gegners angeschaut, darunter den Auftritt im DHB-Pokal am Sonnabend gegen Borussia Dortmund (10:35). "Das ist eine gute Mannschaft, die im Angriff mächtig wirbelt. Sie haben einen starken Rückraum und spielen viel durch die Mitte", meint der Trainer. Sein Konzept: "Wir müssen mit einer kompromisslosen Abwehrarbeit versuchen, sie dazu zu zwingen, von ungünstigen Positionen zu werfen." Die abgefangenen Bälle sollen Tempogegenstöße einleiten.

Brezics Schützlinge sind bestrebt, es für die Zuschauer nicht unnötig spannend zu machen, um ihnen das Herzrasen in der Schlussphase zu ersparen. Alle Spielerinnen sind einsatzfähig. Am vergangenen Sonntag weilte das BSV-Team zum Eishockey-Sachsenderby zwischen Crimmitschau und Dresden in der Sahnpark-Arena. "Das war für uns eine schöne Abwechslung", sagte Marko Brezic. "Wir wurden aufs Eis gebeten und dem Publikum vorgestellt - eine tolle Werbung für den Handball. Vielleicht kommen einige der Eispiraten-Fans ja am Sonnabend zu uns in die Halle. Jeder Zuschauer zählt, und die Unterstützung ist gerade in solchen Spielen enorm wichtig, bei denen es eng werden kann." Davon kann man beim Duell der Tabellennachbarn Zwickau (12.) und Füchse Berlin (13.) ausgehen. Zwar konnte der BSV die "Spreefüxxe" zweimal im DHB-Pokal bezwingen, doch alle vier bisherigen Punktspiele haben die Muldestädterinnen verloren. Beim letzten Aufeinandertreffen am 5. April 2014 in Neuplanitz zog Zwickau mit 24:28 den Kürzeren.

Anwurf Los geht"s am Sonnabend, 17 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz. Die Partie wird vom Schiedsrichterduo Steven Heine und Sascha Standke (Braunschweig/Friedland) geleitet. Im Vorspiel stehen sich in der Mitteldeutschen Oberliga ab 14 Uhr der noch sieglose BSV Sachsen II (0:6 Punkte) und die HSG Riesa/Oschatz (4:4 Punkte) gegenüber.

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