Trauer um Torwart

Von ihm hat sein Neffe Jürgen, der spätere DDR-Nationaltorhüter, einst seine ersten Fußballschuhe geschenkt bekommen.

Zwickau.

Manfred Croy, Fußball-Torhüter beim Planitzer SC, bei Motor Zwickau-Süd und von 1954 bis 1956 Reservist bei der BSG Motor Zwickau, ist am Freitag im Alter von fast 89 Jahren verstorben.

Sein großes Vorbild war Cousin Heinz Croy (Zwickauer SC, Planitzer SC, Tura Leipzig), der neben Willibald Kreß (Dresdner SC) als Sachsens bester Torhüter galt. Während der Kriegsgefangenschaft in Uljanowsk hütete Manfred Croy das Tor der deutschen Lagerauswahl und feierte Erfolge als Federgewichtsboxer. Nach der Heimkehr 1949 nahm er erneut den Platz zwischen den Pfosten ein. Ehefrau Inge fieberte oft am Spielfeldrand mit. Eine Magen-Operation beendete 1960 seine aktive Laufbahn. Dem Sport blieb er jedoch immer treu. Er engagierte sich in der Volkssportkommission der Sachsenring-Automobilwerke, organisierte Betriebssportfeste und die Wettkämpfe "Mach mit, bleib fit" auf dem Eis in Crimmitschau, bei denen als Gäste unter anderem Jan Hoffmann, Christine Errath und Katarina Witt zu erleben waren.

Manfred Croy war über Jahrzehnte Stammzuschauer bei den Spielen von Motor Süd, des FSV und des BSV Sachsen. Er verfolgte bis zuletzt mit großer Sympathie das Abschneiden dieser Mannschaften. Den Aufstieg und die Stadioneinweihung kann er leider nicht mehr miterleben. (fp)

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