Was kann zum Schutz der Nutztiere getan werden?

Da sich der Wolf immer weiter ausbreitet, steigt in der Region auch die Gefahr, dass Schafe, Wild oder andere Tiere gerissen werden. Um das zu verhindern gibt es verschiedene Schutzmaßnahmen, die teilweise auch finanziell gefördert werden.

Ein sehr effektiver Schutz sind elektrifizierte Zäune. Der Vorteil davon ist, dass sie die Wölfe abschrecken. Geregelt ist, dass diese Zäune in Sachsen mindestens 90 Zentimeter hoch sein müssen. Empfohlen wird vom Sächsischen Umweltministerium aber eine Höhe von mindestens 100 Zentimetern. Die Anschaffung von solchen Zäunen wird für Schaf- und Ziegenherden komplett gefördert.

Bei größeren Herden kommen teils auch Herdenschutzhunde zum Einsatz. Diese leben bereits als Welpen mit der Herde und müssen vom Besitzer intensiv trainiert werden. Laut Kontaktbüro für Wölfe in Sachsen arbeiten die Hunde erst nach anderthalb bis zwei Jahren wirklich zuverlässig. Erlaubt sind dafür nur zwei Rassen in Sachsen. Das ist zum einen der Pyrenäenberghund, zum anderen der Maremanno. Auch für diese Art des Schutzes vor den Wölfen gibt es unter bestimmten Voraussetzungen eine finanzielle Förderung.

Gerade bei Gatterwild kommen dagegen meist Zäune ohne Strom zum Einsatz. Diese sollten, da sie den Wolf nicht abschrecken, allerdings etwas höher sein. Vorgeschrieben sind im Freistaat mindestens 120 Zentimeter. Das Kontaktbüro für Wölfe in Sachsen empfiehlt aber 140 Zentimeter. Im Gegensatz zu elektrischen Zäunen sind die Gatter nicht förderfähig. Übernommen werden stattdessen die Kosten für den sogenannten Untergrabschutz. Dieser soll verhindern, dass die Wölfe sich unter die Zäune hindurchgraben.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    GrauerWolf
    20.05.2019

    Praxis vor Ort
    Die tägliche Messung der Zaunspannung ist das zentrale Element für den geforderten anwendungssicheren und störungsfreien Betrieb der Elektrozaunanlage, kurz dessen hüte- und wolfsabweisender Wirkung.
    Meint Ihr Grauer Wolf

    Konkrete Tipps finden Sie in dieser Beilage der GzSdW:
    Ich hab da mal ne Frage zur Herdenschutztechnik
    Wie oft muss ein Elektrozaun überprüft werden?

    Download hier:
    https://www.gzsdw.de/broschueren_download

    PS.: Geschichte Weidemanagement
    In der Zeit der DDR-Landwirtschaft musste an Weidezäunen zweimal täglich die Spannung und die Impulszahl pro Minute überprüft und die Ergebnisse im Weidebuch festgehalten werden.. In der damaligen TGL 21663/03 (Weidezaun) wurde gefordert: "Mindestens einmal täglich sind die für die Abgrenzung der Tiere mit Spannungsimpulsen gespeisten Zaunstrecken auf Stromdurchgang zu kontrollieren, Dabei ist zu prüfen, ob die Impulsspannung über dem geforderten Mindestwert von 2 kV liegt. Die Impulsfolge des Elektrozaullgerätes soll nicht unter 40 und nicht über 75 Impulse/min betragen.“ (Die Technischen Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen (TGL) waren von 1955 bis 1990 in der DDR von staatlicher Seite erarbeitete verbindliche Standards für materielle und immaterielle Gegenstände und sind mit den jetzt geltenden DIN 0131 vergleichbar) Die Impulse braucht heute niemand mehr zählen die Technik macht es möglich, das Messen der Zaunspannung und das Weidetagebuch sind jedoch immer noch hochwichtig und gesetzlich gefordert, nicht nur für die Messung und Dokumentation der Zaunspannung, sondern auch als Nachweis für verabreichte Medikamente, wichtige Informationen für den Amtstierarzt und so gemäß §833/834 BGB & TierSchNutztV gefordert. Nun das die in der damaligen DDR-TGL 21663/03 (Weidezaun) die für den damaligen Stand der Technik entsprechende Arbeitstechnologie sich mit den heutigen Anforderungen modernen Weidmanagements gleicht, ist sicherlich kein Zufall…



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