Chemnitz
Auszeichnung für „Light our Vision“ in Chemnitz: Wofür die Macherinnen 20.000 Euro Preisgeld nutzen

Freie Presse auf Google News folgen

Ist doch nichts Besonderes, unkte manch einer im Vorfeld. Am Ende strömten Massen zum Lichtfestival im September 2023 in die City. Die Initiatorinnen hatten hochkarätige Kunst nach Chemnitz geholt und werden jetzt belohnt.

Chemnitz.

Zweifelsohne: Mit dem Lichterfestival hatten sie an drei Tagen im September dieses Jahres viele Chemnitzer überrascht und Massen in die Innenstadt gelockt. Jetzt sind die Macherinnen von „Light our Vision“ ausgezeichnet worden. Wie die Stadt Chemnitz am Mittwoch mitteilt, geht der dritte Platz der diesjährigen City-Offensive Sachsen an dieses Projekt, das künftig jährlich stattfinden soll. Der Preis ist mit 20.000 Euro ausgestattet.

Lob kam bereits vom internationalen Profi der Lichtfestivals

Claudia Fischer und Linda Hüttner vom Verein Baukultur für Chemnitz organisierten das „Light our Vision“.
Claudia Fischer und Linda Hüttner vom Verein Baukultur für Chemnitz organisierten das „Light our Vision“. Bild: Toni Söll/Archiv

Vom Hauptbahnhof über Oper, Parteifalte, Marx-Monument bis zum Roten Turm und am letzten der drei Tage parallel zur innerstädtischen Shopping-Aktion „Fashion Night“ bis zum Düsseldorfer Platz hatten es Linda Hüttner, Claudia Fischer und Jana Neumann geschafft, Gebäude mit internationaler und hochkarätiger Lichtkunst zu bespielen. Dafür konnten die drei Architektinnen einen ebenso international ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Lichtfestivals als Kurator gewinnen. Ein solches Event als privatwirtschaftliche Initiative sei eher selten, lobte der Bremer Majo Ussat von Urbanscreen damals im Gespräch mit „Freie Presse“ die Zielstrebigkeit der drei Chemnitzerinnen.

Über Crowdfunding und mithilfe von Sponsoren hatten die Initiatorinnen 200.000 Euro für das Projekt aufbringen können. Im Mittelpunkt der Kunstaktion stand der 240 Meter lange Behördenriegel mit Brückenstraße – ein Ensemble, das als städtebauliche Barriere zum dahinter liegenden Bereich bis zum Theaterplatz gilt. Dabei täuschten Lichtkünstler mit futuristischen Projektionen Aufbrüche der „Parteifalte“ vor, wie die ehemalige SED-Parteizentrale genannt wird. Man wolle Bilder kreieren, die man von Chemnitz so noch nicht gesehen habe, hängten die Initiatorinnen vom Verein Baukultur für Chemnitz die Latte zu Beginn des Projektes hoch und hielten am Ende, was sie versprachen.

Gezielt nach Impulsen aus Privatwirtschaft gesucht

Das Marx-Monument als Projektionsfläche für fiktionale Abbildungen war Teil der Lichtkunstaktion vom 21. bis 23. September 2023 in Chemnitz.
Das Marx-Monument als Projektionsfläche für fiktionale Abbildungen war Teil der Lichtkunstaktion vom 21. bis 23. September 2023 in Chemnitz. Bild: Mark Frost/Archiv

Laut Stadtverwaltung hatte der Freistaat bei der diesjährigen City-Offensive unter den Titel „Netzwerke stärken – Transformation gestalten“ gezielt nach städtebaulichen Impulsen aus der Privatwirtschaft heraus gesucht. In Chemnitz wurden sie fündig. „Wir freuen uns über die Anerkennung“, sagt Linda Hüttner. Die 20.000 Euro diene als Startkapital für das nächste „Light our Vision“, das Ende September 2024 stattfinden soll. (suki)

© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
Das könnte Sie auch interessieren
07:53 Uhr
4 min.
OB-Wahl in Aue-Bad Schlema: Nach Marathon-Sitzung steht jetzt endgültiges Wahlergebnis fest
OB-Wahl in Aue-Bad Schlema: Nach Marathon-Sitzung steht jetzt endgültiges Wahlergebnis fest - Blick auf das Rathaus von Aue: Am Dienstagabend hat der Wahlausschuss das Wahlergebnis zur OB-Wahl offiziell festgestellt.
Der Wahlausschuss hat am Dienstag das Ergebnis der OB-Wahl in Aue-Bad Schlema geprüft. Ein Stimmzettel sorgte für eine kurze Diskussion, ein „Freie Sachsen“-Vertreter stellte viele Fragen zur Briefwahl. Und am Ende wartete eine Überraschung auf den Wahlsieger.
Jürgen Freitag
08.06.2026
5 min.
Virales Extrablatt: Social Media bei der „Freien Presse“
Virales Extrablatt: Social Media bei der „Freien Presse“ - Das bisher erfolgreichste Video der „Freien Presse“: Was heißt es, auf die Walz zu gehen?
Der Sprung aus dem Papier ins Netz: Lokaljournalismus ist keine Einbahnstraße und Social Media lebt auch von der Tradition.
Janina Mann
17:11 Uhr
1 min.
Schulkind stirbt nach Zusammenstoß zweier Busse
Schulkind stirbt nach Zusammenstoß zweier Busse - Bei dem Unfall waren mehrere Schulkinder verletzt worden.
Nach dem Zusammenstoß zweier Busse in Oberbayern ist ein Schulkind gestorben. Das gab der Dachauer Landrat Stefan Löwl (CSU) bei einer Pressekonferenz vor Ort bekannt....
09.06.2026
2 min.
Neun Geschwister: 500. Baby des Jahres am DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein geboren
Neun Geschwister: 500. Baby des Jahres am DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein geboren - Raquel und Adrian (vorn rechts) freuen sich über die Geburt ihrer Tochter.
Die kleine Carmen kam am Samstag gesund zur Welt. Sie ist bereits das zehnte Kind ihrer Eltern Raquel und Adrian.
Erik Anke
17:12 Uhr
1 min.
Medien: Ex-BVB-Sportdirektor Kehl nicht zu Tottenham
Medien: Ex-BVB-Sportdirektor Kehl nicht zu Tottenham - Eine Einigung zwischen dem früheren BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl und Tottenham Hotspur soll nicht zustande gekommen sein. (Archivbild)
Was macht Sebastian Kehl nach seinem Abschied von Borussia Dortmund? Zu den Spurs nach London geht er laut Berichten jedenfalls nicht.
30.05.2026
4 min.
Warum diese Chemnitzerin die Sächsische Verfassungsmedaille bekommt
 4 Bilder
Warum diese Chemnitzerin die Sächsische Verfassungsmedaille bekommt - Bauunternehmerin Linda Hüttner in ihrem Metier.
Linda Hüttner will alles andere als im Rampenlicht stehen. Am Samstag muss die Bauunternehmerin es aber. Weil Alexander Dierks es so will.
Susanne Kiwitter
Mehr Artikel