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Baustelle sorgt weiter für Ärger

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Von der Sperrung der Kreuzung in Oberlichtenau ist der Gasthof überrascht worden. Jetzt reagiert die Baubehörde auf die Kritik der Anwohner.

Oberlichtenau.

Am Montag gegen 6 Uhr "war an der Kreuzung die Hölle los", sagt Landgasthof-Chefin Petra Bösel. Ohne Ankündigung sei die Chemnitzer Straße gesperrt worden, eine Fräsmaschine begann mit der Arbeit. "Der Parkplatz ist nicht mehr zu nutzen, der Lieferantenweg wurde somit abgeschnitten." Auf dem zweiten Parkplatz stehen hilfesuchende Menschen mit ihren Autos, die nicht mehr zur Tagesmutter oder zur Arztpraxis bzw. Physiotherapie kommen, sagt Bösel.

Die Kritik wegen der plötzlich gesperrten Autobahnzufahrt in Oberlichtenau reißt nicht ab. Jetzt reagiert erstmals das Landesamt für Straßenbau und Verkehr: "Die kurzfristige Ankündigung der Arbeiten bitten wir zu entschuldigen", sagt Sprecherin Rosalie Stephan. Die Erteilung der verkehrsrechtlichen Anordnung durch die örtlich zuständige Verkehrsbehörde sei sehr kurzfristig erfolgt. Zuständig für die Anordung der Beschilderung ist das Landratsamt Mittelsachsen. Pressesprecher André Kaiser entgegnet: "Der Bauherr hatte kurzfristige Änderungen bei der Durchführung der Maßnahme angezeigt." Diese hätten geprüft und Fragen geklärt werden müssen. Daher sei auch die verkehrsrechtliche Anordnung erst am Freitag erfolgt, so Kaiser.

Was die Kritik der Anwohner betrifft, sagt Stephan: Die Nutzung des Hotel-Parkplatzes durch die Baufirma sei durch den Bauvertrag nicht legitimiert. Die Zufahrt zum Landgasthof sei von der Oberen Hauptstraße - also der zweite Parkplatz des Landgasthofes - jederzeit gewährleistet. Der Fruchthof Hammer, der jetzt voll in der Erdbeerernte steckt, Einnahmeverluste verzeichnet und auch von der Sperrung überrascht wurde, sei nur aus Richtung Chemnitz erreichbar. Eine Zufahrt von Oberlichtenau könne nicht gewährleistet werden. Als Grund für die Bauarbeiten gibt die Behörde die Winterschäden an. Schlaglöcher seien auf der Kreuzung im Frühjahr nur geflickt worden, jetzt werden die Asphaltdeck- und Asphaltbinderschicht für 40.000 Euro erneuert sowie die Randbereiche angepasst. Bis Freitag soll alles fertig sein.

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