Chemnitzer Klinikum-Geschäftsführer Thomas Jendges ist tot

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Die Mitarbeiter wurden darüber am Morgen informiert.

Chemnitz.

Der Geschäftsführer des Chemnitzer Klinikums, Dr. Thomas Jendges, ist überraschend verstorben. Die Klinikmitarbeiter wurden darüber heute Morgen informiert. Nach "Freie Presse"-Informationen beging er Suizid.

Jendges hatte erst im April dieses Jahres sein Amt als Geschäftsführer der Klinikum Chemnitz gGmbH angetreten. Bis September leitete der 55-Jährige die Geschäfte noch gemeinsam mit Dirk Balster, der den Posten neun Jahre lang bekleidet hatte.

Der Diplom-Ingenieur und promovierte Volkswirt Jendges war mehr als 20 Jahre mit Leitungsaufgaben in Kliniken betraut. Elf Jahre lang war er in der Geschäftsführung für die SLK-Kliniken Heilbronn, einem mit dem Klinikum Chemnitz vergleichbar großen Klinik-Verbund mit etwa 6000 Mitarbeitern. Seit Jahresbeginn 2020 war er für die Oberender AG als Krankenhausgeschäftsführer und Berater tätig. Er hinterlässt eine Ehefrau und einen Sohn im Teenager-Alter.

Normalerweise berichtet die "Freie Presse" nicht über Suizide. Da sich der Fall aber im öffentlichen Raum ereignet hat und es sich um eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens handelt, haben wir uns entschieden, ihn zu thematisieren. Menschen, die über Selbstmord nachdenken, können bei der Telefonseelsorge unter den kostenfreien Rufnummern 0800 1110111 und 0800 1110222 Hilfe erhalten. Die dort geführten Beratungsgespräche sind anonym.

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