Corona-Lage in Chemnitz: Am Klinikum weiter nur Not-Operationen

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Die aktuellen Entwicklungen rund um die Pandemie in der Stadt und der Region im Überblick.

Corona-Zahlen: Fünf Tage lang ein Inzidenzwert unter 150 - mit 76,7 am Donnerstag (Stand: 0 Uhr) sind in Chemnitz die Voraussetzungen für zwei Öffnungsschritte erfüllt. Für Schulen, Kitas und Horte lag die Latte bei 165 - sie dürfen ab Freitag im Wechselmodell (Schulen), eingeschränkten Regelbetrieb (Kitas) und festen Gruppen (Horte) wieder öffnen. Bleibt die Inzidenz bis Samstag unter 100, greift die Bundes-Notbremse nicht mehr und die Sächsische Corona-Schutzverordnung ist wieder maßgeblich. Dann kann in der nächsten Woche in den Grund- und Förderschulen der eingeschränkte Regelbetrieb in festen Klassen wieder aufgenommen werden.

Das Robert-Koch-Institut meldete für Donnerstag 58 neue Infektionen. Die Zahl der seit der Beginn der Pandemie registrierten Coronafälle steigt somit auf 16.772. Zwei weitere Patienten sind durch das Virus gestorben, insgesamt erlagen 495 Menschen dem Virus. Im Krankenhaus werden 166 Patienten (-7) behandelt, 39 Patienten brauchen eine intensivmedizische Therapie, vier mehr als noch am Tag zuvor. Die Stadt teilt mit, dass vier Schulen und Horte, sowie eine Kita von Corona betroffen sind.

Leichte Entspannung am Klinikum: Die Intensivstation am Klinikum Chemnitz ist auch in dieser Woche durchgehend mit rund 30 Covid-19-Patienten belegt. Aufgrund der hohen Belastung bleibt das Operationsgeschehen bis auf Weiteres auf rund 50 Prozent limitiert. Das bedeutet nach Angaben eines Sprechers, dass weiterhin keine geplanten Operationen stattfinden, sondern nur chirurgische und konservative Notfallpatienten versorgt werden können. Erste Zeichen der Entspannung zeigen sich im Bereich der Normalstation.

Tschechien lockert Einreiseregeln: Tschechien erkennt Impfausweise aus Deutschland an. Wie das Außenministerium bestätigt, ist ab 22 Tage nach der ersten Impfung eine Einreise nach Tschechien ohne Test und Quarantäne möglich. Diese Regelung gilt unabhängig vom Impfstoff. Die Einreiseanmeldung bleibt aber Pflicht. Ganz zurück zur Normalität geht es deshalb aber noch nicht. Welche Regeln in Tschechien jetzt gelten, das erfahren Sie hier.

Gymnasien geben Entwarnung: Trotz deutlich gestiegener Anmeldezahlen werden die Gymnasien der Stadt in diesem Jahr alle Aufnahmewünsche von Fünftklässlern erfüllen können. Mit Ausnahme des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium, das erstmals Plätze per Los vergeben muss, signalisierten in einer Umfrage der "Freien Presse" alle staatlichen Einrichtungen ausreichende Kapazitäten.
So werden am Johannes-Kepler-Gymnasium im kommenden Schuljahr zwei Klassenräume zusätzlich zur Verfügung stehen, in denen bislang Sprachklassen für Kinder aus Migrantenfamilien unterrichtet wurden. Dem Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium kommt zugute, dass dort über mehrere Jahre hinweg nur jeweils drei neue 5. Klassen aufgenommen worden waren. Beide Einrichtungen sollen mittelfristig Anbauten erhalten.
Die Grünen im Stadtrat fordern dennoch Korrekturen in der Schulnetzplanung. "Das Augenmerk der Verwaltung wurde in den letzten Jahren auf die Oberschulen und Grundschulen gerichtet", kritisiert die schulpolitische Sprecherin Susann Mäder. Die Situation an den Gymnasien lasse sich langfristig nur durch eine parallele, bedarfsorientierte Schaffung zusätzlicher Unterrichtsräume entschärfen. Vor diesem Hintergrund sollte auch ein gymnasialer Anbau an der zukünftigen Oberschule am Hartmannplatz erneut geprüft werden, so Mäder. 

Schulen und Kitas öffnen: Fünf Tage nacheinander lag der Inzidenzwert unter der wichtigen Marke von 150. Schulen dürfen ab Freitag im Wechselmodell, Kitas im eingeschränkten Betrieb wieder öffnen.

Eine Impfung für Obdachlose: Bis zu 100 Wohnungslose sollen mit einem Angebot der Stadt geimpft werden. Wie viele Impfdosen es für die Aktion überhaupt geben soll und wo geimpft wird, ist noch nicht klar.

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