Erste Covid-19-Patienten am Chemnitzer Klinikum müssen beatmet werden

Der städtische Krankenhauskonzern koordiniert die Coronakrise für Südwestsachsen.

Am Klinikum Chemnitz müssen die ersten an Covid-19 erkrankten Personen künstlich beatmet werden. Wie das kommunale Krankenhaus am Donnerstag bekanntgab, gibt es in der Einrichtung derzeit sechs Patienten, deren Erkrankung einen schweren Verlauf nimmt (Stand 9 Uhr). Zwei davon sind die beiden Erkrankten aus Italien, die am Sonntagabend aus Südtirol eingeflogen worden sind.

Insgesamt werden aktuell 26 Betroffene im Klinikum Chemnitz behandelt, darunter sind vier Verdachtsfälle. 13 Covid-Patienten konnten bislang geheilt entlassen werden. Der Zustand der beiden italienischen Patienten ist nach ärztlicher Auskunft sehr stabil.

In der aktuellen Coronakrise hat das Klinikum Chemnitz inzwischen die Koordinierung für alle 28 Krankenhäuser der Region Südwestsachsen übernommen. Wie die kommunale Einrichtung mitteilt, gehört dazu die Ermittlung der aktuell verfügbaren Intensivbetten, die Anzahl der Beatmungsplätze und die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung. Die gesammelten Informationen werden dann an das Sächsische Sozialministerium übermittelt. Weitere Koordinierungsstellen in Sachsen befinden sich in Leipzig für die Region Nordsachsen und in Dresden für den Bereich Ostsachsen.

Die Koordinierungsstelle am Chemnitzer Klinikum steuert mit den Leitstellen der Regionen Chemnitz/Erzgebirge/Mittelsachsen sowie Zwickau/Vogtland die Belegung und Verlegung der betroffenen Erkrankten. Gleichzeitig ermöglicht die Infektiologie des Klinikums Chemnitz unter der Leitung von Dr. Thomas Grünewald nach Angaben der Einrichtung tägliche Covid-19-Fallkonferenzen für alle Krankenhäuser in der Region Südwestsachsen. (su)

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