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Für Schädlich und Co.: CFC plant eine Legendenwand

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Das höchste Gremium des Fußballclubs hat getagt. Neben finanziellen und infrastrukturellen Themen stach ein Projekt zu Ehren verdienstvoller Spieler und Trainer des Vereins hervor.

Chemnitz.

"Die heutige wird als eine der unspektakulärsten Mitgliederversammlungen in die Geschichte eingehen", kündigte Vorstandsvorsitzende Romy Polster am Donnerstagabend vor 222 Mitgliedern an. Auch, weil es um den Verein wieder ruhiger geworden sei und Konzepte aufgegangen seien, im Stadtgebiet sichtbarer zu werden. "Schadensbegrenzung steht nicht mehr auf der Tagesordnung", fasste es Polster zusammen.

Für die Finanzabteilung sei es wiederum nicht ruhig geworden, erklärte Wirtschaftsprüfer André Schmidt. Dennoch seien die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres zufriedenstellend und positiver als zunächst angenommen. Die Chemnitzer FC GmbH hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 einen Ertrag von 3,28 Millionen Euro erwirtschaftet. Nach Gegenrechnung der Aufwendungen sei ein Fehlbetrag von 396.000 Euro entstanden, der allerdings verkraftbar sei, wie Schmidt erklärte. Der Verein, inklusive seines Nachwuchsleistungszentrums und seiner Frauenabteilung hat bei Einnahmen von etwa 920.000 Euro mit einem Minus von 20.000 Euro nahezu eine bilanzielle Punktlandung hingelegt. Bitter sei es jedoch, das 872 Mitglieder keine Beiträge gezahlt hätten, wodurch ein Betrag von 76.500 Euro offen sei. "Mit den fehlenden Beitragszahlungen hätte der ausgegliederte Verein ein Plus erzeugen können", bestätigte Pressesprecher Christoph Antal auf Anfrage.

Die Verantwortlichen hoffen auf eine Umsetzung bis 2025

Der Verein hat zudem den Druck auf die Stadt noch einmal erhöht, den Forderungen um einen Ausbau der Infrastruktur nachzukommen. Dies sei notwendig, da viele der benutzten Flächen bereits der Stadt gehören, jedoch teilweise auf dem Stand der 1960er-Jahre seien. "Das Nachwuchsleistungszentrum des Chemnitzer FC ist deutschlandweit aufgrund seiner Nachwuchsarbeit bekannt. Es wäre schade, diesen Status als Eliteschule des DFB zu verlieren, weil den Lizenzierungsmaßnahmen nicht Folge geleistet werden kann", erklärte Antal.

"Nachwuchs ist Zukunft. Infrastruktur ist notwendig, um dieses Nachwuchsleistungszentrum langfristig zu erhalten", sagte Vorstandsvorsitzende Romy Polster. Notwendig seien je zwei Kunst- und Rasenplätze mit Flutlicht, sowie einen Ausbau der Sanitäranlagen, Fitness- und Schulungsräume. Bei den Vereinsverantwortlichen besteht die Hoffnung, dass die Umsetzung bis 2025 erfolgt.

Fan-Vertreter und der Fanszene-Verein sollen mitentscheiden

Für tobenden Applaus sorgte die himmelblaue Vision zur Entstehung einer Legendenwand im Stadion an der Gellertstraße. Ursprung der Idee ist der Tod des Anfang des Jahres verstorbenen Gerd Schädlich. Im Gedenken an die verstorbene Trainerlegende plante der MDR ein Hallenturnier in Zwickau, bei welchem Schädlichs Vereine - FSV Zwickau, Erzgebirge Aue und der Chemnitzer FC - vertreten sein sollten. Sicherheitsbedenken der Polizei machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.

Der CFC habe dies jedoch nicht so stehen lassen wollen, weshalb im Frühjahr des kommenden Jahres eine Legendenwand als Anlaufstelle vor der Ostkurve des Stadions entstehen soll. In welcher Art und Weise dies genau geschehe, werde in den nächsten Wochen und Monaten, gemeinsam mit dem Fanszene-Verein und Fanvertretern entschieden, berichtete Pressesprecher Antal. Die Wand solle an verdienstvolle Spieler und Trainer des Vereins erinnern. Christoph Antal könne es sich vorstellen, vor der Wand einen Gedenkstein mit Beschriftung zu setzen - und die Wand selbst mit einem Porträt oder einem Bild in Aktion in voller Größe zu gestalten. Neben Schädlich könnten Ehrenspielführer Jürgen Bähringer, Meisterspieler Fritz Feister, Dieter Erler und weitere Platz finden.

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