Gegen Juden gehetzt: Razzia bei Reichsbürger

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Razzia am Mittwochvormittag: Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes (LKA) haben die Wohnung eines 43-Jährigen durchsucht. Es geht um den Verdacht der Volksverhetzung. Nach Angaben des LKA ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen den Deutschen, die Sonderkommission "Rex" durchsuchte die Räumlichkeiten "im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz". Der 43 Jahre alte Mann soll zwischen dem 1. August und dem 9. September vergangenen Jahres wiederholt gegen Juden gehetzt haben.

Konkret soll er "unter Nutzung des Telegram-Profils 'NWOHunter_An_die_Nachwelt' mindestens fünf für jedermann einsehbare Postings verfasst (haben), mittels der er gegen die in Deutschland lebenden Juden zum Hass aufstachelte und zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen aufforderte sowie diese böswillig verächtlich machte", teilt das LKA weiter mit.

Das Profil des Beschuldigten ist den Angaben zufolge bundesweit bekannt, die dortigen Inhalte wurden und werden durch andere Nutzer in verschiedenen Telegram-Gruppen geteilt und damit verbreitet. "Die Durchsuchung führte zum Auffinden von Beweismitteln in Form von Rechentechnik, Mobiltelefonen, Speichermedien und Datenträgern", heißt es dazu am Donnerstag.

Der 43-Jährige ist kein unbeschriebenes Blatt: Bisher trat er mit Delikten wie Nötigung und Beleidigung polizeilich in Erscheinung. Er wird der Reichsbürgerszene zugerechnet. (phy)

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