Pflegekräfte aus Mexiko starten Arbeit in Hartmannsdorf

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping besuchte das Seniorenheim am Mittwoch.

Hartmannsdorf.

Drei junge Mexikanerinnen haben ihre Arbeit als Pflegehilfskräfte im Azurit-Seniorenheim Recenia in Hartmannsdorf begonnen. Sie gehören zu zehn ausgebildeten Fachkräften, die seit März in Pflegeeinrichtungen der Azurit-Gruppe in Sachsen arbeiten. Nach einer Prüfung und der Anerkennung ihrer Ausbildung können sie als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten.

Bei einem Vor-Ort-Termin erkundigte sich am Mittwoch die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) über die Bedingungen in Hartmannsdorf. Dabei sicherte Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) Hilfe bei der Suche nach Wohnungen zu. Zurzeit wohnen die jungen Frauen noch in der Pflegeeinrichtung. Außerdem soll es ein Treffen im Rathaus geben, wo sie Hilfe für die Eingewöhnung in der Region erhalten. So sei ein Besuch im Diamant-Fahrradwerk geplant, weil beispielsweise die 28-jährige Paola Plascencia viele Wege im Ort mit ihrem Fahrrad unternimmt. Die junge Frau hat einen Deutschkurs in Mexiko absolviert und spricht außerdem Englisch. Die vier Frauen sind bereits seit März in Deutschland und absolvierten ihre Ausbidung zuvor in Mexiko. Da die Ausbildung jetzt anerkannt wurde und sie eine Prüfung absolviert haben, können sie hierzulande als Pflegefachkräfte arbeiten.

Wie Köpping sagte, sei der Pflegesektor in Sachsen trotz gleichbleibend hoher Ausbildungszahlen in der Altenpflege mit etwa 1600 Anfängern pro Jahr durch zunehmenden Fachkräftemangel gekennzeichnet. Deshalb forciere der Freistaat die Einbeziehung ausländischer Pflegefachkräfte, so aus Mexiko und Vietnam. Im Gespräch sei man mit Brasilien. (bj)

44 Kommentare

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  • 4
    1
    censor
    19.08.2020

    @cmi - Natürlich leite ich ein erfolgreiches Unternehmen. Ich delegiere die Arbeit an meine Untergebenen und mache mir einen Bunten. Zufrieden?

  • 5
    4
    KatharinaWeyandt
    19.08.2020

    Gut, dass wenigstens mal nach der Ausländerbehörden und ihrem langsamen Arbeiten gefragt wird. Wieviele Flüchtlinge hängen da wohl fest, die sich auch für eine Pflegeausbildung interessieren würden?

  • 3
    6
    cmi
    19.08.2020

    @censor: Das erklärt warum Sie hier den ganzen Tag aktiv sind. Bestimmt leiten Sie ein erfolgreiches Unternehmen und können sich Ihre Zeit daher frei einteilen.

  • 11
    12
    censor
    19.08.2020

    Köpping in Hartmannsdort? Schade, dass ich das nicht eher wusste. Ich hätte ein paar Fragen an die Sozialministerin gehabt.