Politprominenz bei Kundgebung "Herz statt Hetze" in Chemnitz erwartet

Chemnitz.

Zu einer für Samstagnachmittag geplanten Kundgebung "Herz statt Hetze" in der Innenstadt von Chemnitz haben sich nach Veranstalterangaben hochrangige Vertreter mehrerer Parteien angesagt. Laut den Organisatoren - einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure, demokratischer Parteien, Vereine, Unternehmen, und Gewerkschaften - werden unter anderem der Grünenpolitiker Cem Özdemir, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), und der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, erwartet. Sie werden auf der Kundgebung jedoch nicht als Redner auftreten, heißt es. "Das ist eine Veranstaltung Chemnitzer Bürger und der Stadtgesellschaft", betonte Detlef Müller, SPD-Bundestagsabgeordneter und Stadtrat, am Freitagmittag vor Medienvertretern.

Mit der Kundgebung auf dem Platz an der Johanniskirche wollen die Veranstalter in erster Linie zeigen, dass Chemnitz eine weltoffene, freundliche und friedliche Stadt ist, sagte Mitorganisatorin Susanne Schaper, Landtagsabgeordnete und Stadträtin der Linken. "Viele Menschen warten zudem seit Jahren darauf, dass sie in ihrem Bemühen für ein demokratisches Miteinander Unterstützung und Ermutigung erhalten", ergänzte Petra Zais, Stadträtin und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Grüne.

Den Aufruf zu der Kundgebung haben mehrere Dutzend Personen und Vertreter von Vereinen und Initiativen unterzeichnet. Das Spektrum reicht vom Chemnitzer Fußballclub bis zum Stadtverband der Kleingärtner, von der örtlichen Klubszene bis zur Industrie- und Handelskammer Chemnitz. Auch Vertreter der muslimischen Gemeinde und der syrischen Gemeinschaft in der Stadt haben sich den Angaben zufolge angeschlossen.

Während der Veranstaltung sind auch Auftritte von Bands geplant. Mit der Wahl des Veranstaltungsortes am Rande der Innenstadt solle den Teilnehmern ein Maximum an Sicherheit gewährleistet werden, heißt es. Dazu habe es auch ein mehrstündiges Gespräch mit der Polizei gegeben. An dem Veranstaltungsort vorbei führen zwei ebenfalls für Samstag geplante Demonstrationen von  AfD und Pro Chemnitz. Alles in allem werden mehrere Tausend Menschen erwartet. (micm)

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1Kommentare
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    2
    1519784
    01.09.2018

    Ich finde es unerträglich, dass bei der Veranstaltung "Herz statt Hetze" kein CDU - oder FDP- Politiker aktiv wird und offensichtlich parteipolitische Interessen vorgehen. Wir würden jetzt das breiteste demokratische Bündnis brauchen, das man sich nur vorstellen kann. So entsteht der Verdacht, dass insbesondere die CDU ein Bündnis von SPD, Grünen und Linken mehr fürchtet, als die braunen Rattenfänger.



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