Rund 3200 Besucher bei 19. Chemnitzer Linux-Tagen

Eigentlich wollten vier Studenten ihren Kommilitonen nur erklären, wie man Linux installiert. Inzwischen ist daraus ein jährliches Netztreffen geworden, zu dem Tausende Menschen aus ganz Europa kommen.

Chemnitz. Die 19. Chemnitzer Linux-Tage haben am Wochenende mit rund 3200 Besuchern die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. "Wir mussten einige Vorträge in größere Räume verlegen", sagte Antje Schreiber vom Organisatorenteam am Sonntag. Das Publikum sei sehr gemischt und umfasse "Freaks mit Fachwissen" ebenso wie interessierte Laien oder Firmen, die auf der Suche nach Lösungen sind. Auch die Angebote für Neueinsteiger und auch das Kinder- und Jugendprogramm seien rege genutzt worden. "Viele Leute haben gefragt, wie es geht und wie sie umsteigen können."

Seit Samstag liefen an der TU Chemnitz Vorträge und Workshops, an rund 60 Ständen präsentierten sich Projekte und Unternehmen. Im Fokus der diesjährigen Ausgabe standen die Themen Barrierefreiheit und Anwenderfreundlichkeit. So war auch erstmals ein Gebärdendolmetscher im Einsatz.


Linux ist ein freies Betriebssystem, das es in Dutzenden verschiedenen Varianten (Distributionen) gibt. Zu den derzeit populärsten gehört Ubuntu mit seinen diversen Ablegern. Linux zählt zur "Open-Source"-Software, die jeder benutzen, verändern und weiterentwickeln kann. Solche Programme verfügen anders als etwa Windows über einen offenen Quellcode.

Ursprung der Chemnitzer Veranstaltung war eine "Install-Party" 1999, bei der vier Studenten ihre Kommilitonen bei der Installation des freien Betriebssystems Linux unterstützen wollten. Statt 100 kamen damals 700 Menschen. Die Resonanz wächst jährlich. (dpa/hr)

Zur Webseite der Linux-Tage.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...