Unfallserie legt Verkehr auf A72 bei Chemnitz lahm

Chemnitz.

Gleich mehrere Unfälle haben sich am Freitagnachmittag auf der A 72 bei Chemnitz ereignet. Drei Menschen sind verletzt worden. Eine 34-Jährige prallte beim Auffahren auf die Autobahn in Richtung Leipzig mit ihrem Audi gegen einen VW. Daraufhin stieß der Audi mit einem Laster zusammen und wurde anschließend in die Leitplanke geschleudert. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Der Audi und der VW wurden abgeschleppt. Es bildete sich in Richtung Chemnitz ein kilometerlanger Stau - es kam in beiden Fahrtrichtungen zu Folgeunfällen. In Höhe des Parkplatzes Neukirchner Wald ereigneten sich zwei weitere Unfälle. Ein Lkw fuhr auf einen anderen Lkw auf. In der Folge fuhr ein 47-Jähriger mit einem VW auf einen bereits beteiligten Laster auf. Der Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall entstand ein Schaden von 13.000 Euro.

Eine halbe Stunde später kam es in der Gegenrichtung zwischen dem Kreuz Chemnitz Süd und dem Parkplatz "Neukirchner Wald" zu einem Auffahrunfall, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Ein 70-Jähriger fuhr mit seinem Opel auf einen VW auf. Der 34-jährige VW-Fahrer und eine 67-jährige Insassin wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden beträgt laut Polizei 14.000 Euro. In beiden Fahrtrichtungen kam es zu Verkehrsbehinderungen. (fp)

10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Nixnuzz
    29.01.2020

    Vielleicht spielt auch die Geographie eine kleine Rolle dabei. Von West nach Ost ist das doch eine weite Rechtskurve mit abfallender Strecke. Hinter Rottloff wieder leichter Anstieg mit Zubringer von der A72. Wieviel Temposchilder gibt es von Abzweig Limburg/Oberfrohna bis Chemnitz-Mitte? Wieviel Sichtbehinderung allein durch die Berg- und Talstrecke selber? Kritisch bleibt der dort gefahrene Tempo-Mix von Lkw bis GT-dingsbums inklusive entsprechendes Durchstechen von linker Spur mit >130kmh durch das fliessende Etwas mit minimalstem Abstand zum Andern und Einsortieren in die A72-Ausfahrt. Wer sieht da wen zu erst?

  • 5
    2
    Laufhase81
    29.01.2020

    @Quatschkopf: vielleicht sollten Sie erstmal überlegen, warum es 1-Personen-Pendlerfahrten gibt. Das ist eine unsachliche Aussage! Vielleicht hat nicht jeder die Möglichkeit zu Fahrgemeinschaften und ist auch nicht bereit, seinen Wohnort/Heimatstadt aufgrund der Arbeit zu wechseln. Ehrlich, für mich ist das einfach unfair, uns Pendler anzugreifen. In erster Linie geht es auf diesem Streckenabschnitt um verantwortungsvolles Fahren und das Erkennen der besonders gebotener Vorsicht auf genau dem Stück Autobahn.

  • 2
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    Steuerzahler
    26.01.2020

    @Pixelghost: Ein dicker Grüner!!!

  • 6
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    Pixelghost
    25.01.2020

    Auffahrt C-Süd bis C-Nord: 130 und nach der Abfahrt Rottluff 100? Interessiert 1/3 der Fahrer nicht.
    Gegenrichtung das gleiche.

    Wenn - und das muss man auch sehen - aber jemand meint, nach der Auffahrt Süd mit 100 auf der rechten Spur weiterdümpeln zu müssen, die Lkw dadurch nicht von der Mittelspur nach rechts wechseln können und dadurch dann Überholmanöver selbst schon für die notwendig werden, die da regelkonform mit 130 unterwegs sind, dann wird’s halt eng.

    130 - oder gar mehr - ist einigen älteren Zeitgenossen - und von denen haben wir halt immer mehr - zu schnell.
    Ich musste mich einmal chauffieren lassen. Um Himmels Willen. 100, schneller fahre ich nicht mehr. Und das auf einer „freien“ Strecke. Dann kam ein kleiner Berg, an dem ein Lkw seine 100 nicht mehr halten konnte. Überholvorgang. Zweispurig, linke Spur. Ich bin nicht gläubig, aber...

  • 9
    4
    AliceAndreas
    25.01.2020

    Also ich glaube nicht das es verwerflich ist wenn man auf einer Autobahn überholt.

    Und ich habe auch nicht den Eindruck das man auf der 120 Seite besser fährt als auf der unbegrenzten Seite.

    Ich bin heute zum späten Vormittag beide Seiten gefahren. Das Hauptproblem ist : die Autobahn ist quasi immer voll.

    Von STL West bis C Süd muss einfach 3-spurig werden!

  • 8
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    quatschkopf
    25.01.2020

    Ja könnte man mal untersuchen. Ich vermute dass sich die Unfälle durch unnütze Überholmanöver und zu schnelles Fahren ereignen.
    Gibt ja einige Autofaher*innen (meist Männer) die es nicht ertragen können wenn sie hinter jemandem her fahren sollen der die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhält. Wenn man einfach mal ruhig und entspannt, zuvorkommend und rücksichtsvoll fahren würde könnte vielleicht in einigen Jahren dass Autofahren nicht nicht mehr der S.....vergleich Nummer 1 sein.

    Seit die 120 Richtung C ist fährt es sich deutlich entspannter, außer es kommt wieder einer der für 30 Sekunden Ersparnis auch deine Großmutter verkaufen würde.
    Von Stl Richtung C ist eben vormittags mehr los und nachmittags in die andere Richtung. Den 1PersonImAutoPendlern sein "Dank"!

  • 12
    4
    AliceAndreas
    25.01.2020

    Man könnte aktuell tatsächlich sehr gut untersuchen welchen Einfluss eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf die Anzahl der Unfälle hat.

    ... weil seit Monaten C Richtung Stl ohne Begrenzung, Stl Richtung C mit Begrenzung.

    Davon mal ab verstehe ich die unterschiedliche Regelung nicht, das gleiche gilt für das Überholverbot für LKW, in die eine Richtung den ganzen Tag, in die andere nur Nachmittags.

    Als würden die Spuren von unterschiedlichen Behörden bewertet.

  • 12
    4
    cn3boj00
    25.01.2020

    Nun lieber FreierBürger, was ist denn ihre Theorie für die vielen Unfälle? Wollen Sie andeuten dass es ohne die Begrenzung weniger Unfälle geben würde oder was wollen Sie uns sagen?
    Leider gibt es wie immer sehr wenige Informationen. Aus dem Bild würde ich schließen dass es sich um die Auffahrt Chemnitz Süd gehandelt hat. Doert gibt es sogar eine ganze eigene Spur zum Auffahren - wie man da kollidieren kann bleibt mir ein absolutes Rätsel.
    Über die steigende Zahl von Auffahrunfällen habe ich (neben zu geringem Abstand bei zu hoher Geschwindigkeit) meine eigene Theorie aus meinen Beobachtungen, die ich aber für mich behalte um hier eine ausufernde Diskussion zu vermeiden.

  • 8
    14
    Freigeist14
    25.01.2020

    Freier Bürger@ Freie Fahrt für freie Bürger ? Die A72 hat ab Chemnitz Süd keine Beschränkung auf 120 km /h Richtung Stollberg.Es wird gerast wie eh und je . Und auch die Beschränkung ab Stollberg-West Richtung Chemnitz sehen viele nur als Empfehlung . Gestern wieder 3 Autos zerscheppert zwischen Zwickau/Ost und Hartenstein . Warum ? Die Straße war trocken und die Sonne schien von hinten . Ja,warum wohl ? Ich brauchte gestern nach C. eine Stunde 20 Minuten : AB Stollberg Richtung C. der nächste Unfallstau . Und dann reden Sie von Landstrasse ? Wohl eher Parkplatz .

  • 15
    16
    FreierBürger
    25.01.2020

    Hinweis an die Redaktion:
    Es wäre sehr schön und leserfreundlich, wenn die Freie Presse einmal etwas genauer die Unfallstatistik der letzten Jahre auf der A 72 im Abschnitt zwischen den Auffahrten Zwickau und Chemnitz bis zur Anbindung/Auffahrt auf die A 4 in Erfahrung bringen könnte, und zwar vor dem Hintergrund der allgemeinen Diskussion um die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, die ja sehr stark über die Argumentation geführt wird, daß eine geringere Höchstgeschwindigkeit zu einer Reduktion der Unfallanzahl führe.

    Im besagten Abschnitt scheint dies nicht der Fall zu sein; 'gefühlt' hat sich die Anzahl der Unfälle stark erhöht, seit die zulässige Geschwindigkeit auf 120 km/h reduiziert sowie ein tageszeitbezogenes Überhohlverbot für Lkw eingeführt wurde, abgesehen davon, daß als nunmehrige Reisgeschwindigkeit in beide Richtungen nur noch 90 bis ca. 110 km/h erreichbar sind, bedingt auch dadurch, daß die überwiegende Anzahl der Pkw-Fahrer die linke Fahrspur benutzt und bei 110 km/h ein natürlicher Rückstau durch die sich einordnenden Pkw entsteht.
    Mit einer Autobahn hat dieser Abschnitt kaum noch etwas gemein, eher mit einer Landstraße. Dafür soll dann in absehbarer Zukunft noch eine Zusatzgebühr entrichtet werden (Pkw-Maut), zuzüglich CO2-Abgabe auf Kraftstoffe.



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