Abtreibungsgegner demonstrieren in Annaberg

14Kommentare

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    Freigeist14
    09.06.2016

    Holger Biege 1977:"....Frauen haben sich geschworen,selber zu entscheiden ohne Not."

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    schwammefreak
    09.06.2016

    @Verwandlung: Schön, das es nicht zu spät war. Vielleicht haben Sie heute schon die FP gelesen. Da wird in der Kulturbeilage "Zwei Protestanten - eine Seele" auch auf das Thema Fundamentalisten/Extremisten eingegangen. Martin Luther King: "Es mag wohl sein, dass... die ganze Welt schöpferische Extremisten bitter nötig haben." Da wird auch Dietrich Bonhoeffer und Martin Luther genannt. Das sind nur einige weitbekannte. Daneben gibt es durch alle Zeiten viele unbekannte, die unter Einsatz ihres Lebens und aus christlicher Verantwortung gegen Missstände und Fehlentwicklungen vorgingen. Und die Geschichte zeigt, das solche Zustände vermehrt auftreten, je weiter man das Wort Gottes beiseiteschiebt. Als in der Nazizeit die Hakenkreuzfahne vor den Altar gehängt wurde und Juden aus der Kirche gedrängt wurden, war das die Vorstufe des Holocaust. Und da waren jede Menge Theologen und Bischöfe beteiligt. Und auch wenn heute Bischöfe sich für Moscheebauten stark machen aber zur Christenverfolgung weltweit kein Wort finden, die Bibel als Wort Gottes nicht anerkennen oder eben auch zur Missachtung menschlichen Lebens am Anfang und am Ende schweigen, halte ich das als die Ursachen kommender Übel. Überhaupt finde ich den Begriff "Abtreibungsgegner" als nicht ganz zutreffend. Der Verein, der zur Demo eingeladen hatte, heißt Lebensrecht e.V. und das trifft es besser. Es geht um das Recht auf Leben für alle, die keine Lobby haben. Und das sind einmal Ungeborene aber auch Alte, Kranke oder Behinderte.

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    Verwandlung
    08.06.2016

    @schwammefreak: 08.06.2016
    19:06 Uhr: Ich stelle nicht in Abrede, dass viele Abtreibungsgegner das ungeborene Leben im Blick haben. Dennoch: Im Zweifelsfall MUSS die betroffene Frau die letzte entscheidung haben. Das gebietet die Forderung nach der Freiheit des Individuums. Sie muss auch mit dieser Entscheidung leben - so oder so. Diese Aussage von Ihnen finde ich falsch: "Doch wenn eine Frau schwanger ist, wird sie oft aus ihrer nächsten Umgebung bedrängt: lass es wegmachen." Das ist nicht wahr. Denn im Erzgebirge wird ihr die Mehrheit vermutlich genau das Gegenteil sagen. Aber ich stimme Ihnen wiederum zu, dass es darum geht, für die Frau jene Probleme zu beseitigen, die ihr die ungewollte Schwangerschaft mit Angst umkleiden und ihr die Möglichkeit zu bereiten, dass aus der ungewollten Schwangerhscaft ein bewusst gewolltes Kind wird. Natürlich klingt das gut und ich bin sehr dafür, wenn das in möglichst vielen Fällen so kommt. Sodann aber muss ich mich wieder gegen diesen Satz von Ihnen wenden: "Durch die Jahrhunderte lebte die Kirche von den entschiedenen Christen, die wussten woran sie glaubten." Durch die Jahrhunderte lebte die Kirche vor allem durch das kalte Prinzip des Willens zur Macht. Und gerade die Christen, die auf dem Scheiterhaufen verbrannten, waren eben nicht DIE KIRCHE, sodern hatten sich meist gegen die Ungerechtigkeiten und machttaktischen Heucheleien der Kirche gestellt. Kirche und Glauben sind nicht zwangsläufig das Gleiche. Wie gesagt, die Rettung des Lebens ist auch mir das Liebste. Aber wenn ich dann wieder sehe, wie einige Evangelikale als Laien "predigen", bekomme ich Angst. Ich habe das mal von einem Herrn Hahdlich gesehen und war restlos entsetzt! So, wie dies einer psychologisch ausgeklügelten Indoktrination gleicht, sehe ich hierin eben Seelenfängerei für eine Glaubensgruppe und nicht die Empathie für die Frau im Gewissenszwiespalt. Das hatte eindeutigen Sektencharakter, wie dieser Mann aufgetreten ist.

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    schwammefreak
    08.06.2016

    @Verwandlung: Ich komme zwar etwas spät herein, aber vielleicht geht's noch. Also, bei einer Abtreibung geht es nicht um den Körper der Frau, sondern um das Kind, das in ihr heranwächst. Das wird getötet und das ist ein Menschenleben. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Niemand unterstellt Frauen, auf Teufel komm raus abtreiben zu wollen. Doch wenn eine Frau schwanger ist, wird sie oft aus ihrer nächsten Umgebung bedrängt: lass es wegmachen. Auf der Demo hat das eine Hebamme gut erläutert. Und es geht auch nicht unbedingt um Verbote von Schwangerschaftsabbrüchen, sondern um eine Willkommenskultur für Ungeborene. Wenn es Probleme gibt, die einer Geburt entgegen stehen, müssen die Probleme beseitigt werden, nicht das Kind. Und was Fundamentalismus angeht - für Christen ist Jesus Christus das Fundament. Er hat es so gesagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich." Wer Jesus nicht als den Herrn seines Lebens anerkennt, sollte sich fragen, ob er Christ ist. Durch die Jahrhunderte lebte die Kirche von den entschiedenen Christen, die wussten woran sie glaubten. Oft genug waren es diejenigen, die auf die Scheiterhaufen kamen. Den größten Schaden haben die angerichtet, die nur der Form halber in der Kirche waren.

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    Verwandlung
    07.06.2016

    Diese Form eines christlichen Fundamentalismus ist nicht weniger gefährlich als radikale Tendenzen im Islam. Es ist einfach mittelalterlich. Ein wenig scheinen die Fundamentalisten auch paranoide Wahrnehmungen zu haben, wenn sie Kritikern unterstellen, auf Teufel komm raus abtreiben zu wollen. Niemand will das. Aber jede Frau muss über sich und ihren Körper selbst entscheiden.

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    Hankman
    07.06.2016

    @ChristianSchubert: Natürlich, da haben Sie völlig recht. Schwangerschaftsabbruch ist verboten, wird aber unter bestimmten Bedingungen (Konfliktberatung, Bedenkfrist ...) nicht bestraft. Die Feinheiten des Rechtssystems. ;-) Wenn ich mich recht entsinne, war das eines jener Details, die es selbst streng konservativen Abgeordneten ermöglichen sollten, der Regelung zuzustimmen. Wie Sie möchte ich betonen: Mir ging es bei meinem vorigen Post auch nicht um eine ethische Bewertung. Diese ist wahrscheinlich nur für den Einzelfall möglich ...

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    ChristianSchubert
    07.06.2016

    @ Hankman: Ganz unabhängig von der Meinung, ob Schwangerschaftsabbruch nun ethisch gerechtfertigt ist oder nicht, und ohne den betreffenden Frauen Leichtsinnigkeit oder Gewissenlosigkeit zu unterstellen, möchte ich Sie auf einen Irrtum ihrerseits aufmerksam machen:

    Schwangerschaftsabbruch bleibt unter bestimmten (von Ihnen benannten) Voraussetzungen straffrei. Dennoch ist es nicht legal. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied!

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    Hankman
    07.06.2016

    Die "Lebensschützer" halten Abtreibungen für kriminell und wollen die geltende Rechtslage ändern. Das finde ich absurd und rückwärtsgewandt. Aber ich muss und kann es hinnehmen, dass Menschen für dieses Anliegen demonstrieren. Und Sie, @gdz, sollten es souverän hinnehmen, dass auch die Gegendemonstranten ihre Meinung kundtun - und zwar in Sicht- und Hörweite der "Lebensschützer". Die Sicht- und Hörweite ist bei einer Gegendemo essentiell, deshalb handelt die Versammlungsbehörde so.

    Und noch ein Wort zu den selbsternannten "Lebensschützern": Es gibt in Deutschland die Möglichkeit des legalen Schwangerschaftsabbruchs, wenn die betreffende Frau sich zuvor beraten lässt. Die Abtreibung ist gewissermaßen als Ausnahme definiert. Den Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden, pauschal zu unterstellen, sie täten das leichtsinnig und gewissenlos, halte ich für anmaßend, beschämend, selbstgerecht. Und ganz nebenbei ist es auch nicht christlich. Im Gegenteil. (Im Zweifel mal wieder im Neuen Testament lesen!)

    Wer die geltende Rechtslage ändern will, sollte auch daran denken, dass es selbst bei einem Verbot weiterhin Abtreibungen geben wird - dann aber illegal und unprofessionell, mit allen tödlichen Risiken und Nebenwirkungen. Wer schützt dann die Frauen? Die "Lebensschützer"? Ach, Gott ...

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    Blackadder
    07.06.2016

    "ffc19: @reka:Vor allem nicht das der Frauen!"

    Zu 100% was ich auch dachte, Danke!

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    gelöschter Nutzer
    07.06.2016

    @reka:Vor allem nicht das der Frauen!

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    gdz
    07.06.2016

    es ist ein Skandal, dass die zuständige Behörde in Kreis, die Abteilung 4, eine Gegendemonstration dieser Kinder, die wohl noch nicht einmal wußten, um was es geht, nur 10 Meter neben der eigentlichen Veranstaltung zuließen. Da kann Herr Mühl viel vom Versammlungsrecht labern. 20 Mete mehr Abstand hätte den angereisten Deutschlandfeinden (O-Ton "Nie wieder Deutschland") auch nicht geschadet, und der Polizei Ärger und Kraft minimiert. Aber Der Landkreis und die Stadt werden sich schon überlegt haben, wie man diesen "altmodischen Lebensschützern" Ärger machen kann.

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    reka
    07.06.2016

    #1212178
    Kommt mir auch so vor. Auch damals war ein Menschenleben nicht viel wert.

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    Nikalx
    07.06.2016

    @1212178: "Leben wir im Mittelalter?"

    Nö, sonst wäre eine der beiden Gruppen auf dem Scheiterhaufen gelandet. Beide Positionen können doch für ihre Seite argumentieren bzw. demonstrieren. Ihr gutes Recht.
    Wobei ich persönlich, die bisherige Praxis für angemessen halte.

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    1212178
    06.06.2016

    Leben wir im Mittelalter?



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