"Freie Presse" und Erzgebirgsverein suchen das Mundartlied 2020

Zahlreiche Einsendungen sind bereits eingegangen.

"Freie Presse" und Erzgebirgsverein suchen wieder das Mundartwort. Wobei diesmal ein ganzer Reim gefragt ist. Ein Achtzeiler über einen Erzgebirgsort Ihrer Wahl. Natürlich in Mundart. Gerne auch mit musikalischer Untermalung. Mundart-Musiker Hendrik Seibt hat schon mal eine Melodie komponiert und einen Beispiel-Reim gemacht - natürlich auf seinen Heimatort:

Gelenau

Zwischen Annabarch un Chams, do liecht a Ort mit Sonnenglanz!

Dieser Ort is werklich schie,

ne klare Dorfbooch, Walder grie!

Dieser Ort ist ellenlang,

de Gälner zieh nan änem Strang!

Uhm fällst de hie, es Bäh kaputt, in Niedergäln bist Du schu tud!

 

Nun ist es an Ihnen! Bringen Sie Ihren Wohn- oder Lieblingsort humorvoll in acht sich reimende Zeilen in erzgebirgischer Mundart auf den Punkt. Eine Jury wird die schönsten auswählen. Ihren Achtzeiler, gern auch in einem Video vorgetragen, senden Sie an: "Freie Presse", Markt 8 in 09456 Annaberg-Buchholz oder per E-Mail an: red.annaberg@freiepresse.de
 

Hier wächst der neue Erzgebirgs-Superhit: Aus diesen Kommunen gab es bereits Zusendungen

 

Diese Strophen sind bereits eingegangen

Amtsberg

(Bernd Wagner)

Aus Dittersdorf, Weißbach, Schlössl un Wilischthal is Amtsberg worn,
nu lieg'n mor in jed'r amtliche Liste ganz vorn.
Drauf sei mir Amtsberger ganz stolz, mir sei nämlich aus ganz besonnern Holz.
Mir kenn zamm streiten un lachen, mir kenn zamm Gescheit's un a Bleetsinn machen.
Zwischen dor Wilisch un dor Zweenitz is es wirklich schieh,
wenn mor mit öffne A'ng in unsere herrliche Natur naus gieh.
A mit de Nachbarn aus Gäl'n un d'r Gor'n hamm mor kenn Zorn,
denn mir Amtsberger liegen alphabetisch ganz vorn.

Annaberg-Buchholz

(Andreas Luksch, Annaberg)

Schu Herzog Georg Liebste fand dich schie.
Wer eemol hier war, ka dos gut verstieh.
Vun weiten schu grießt die Sant Ann,
In Fruhnau klappert dr Hammer unter dr Tann.
Ob Kät, ob Fabulix, ob Bergaltar,
hier warn Märchenträume wahr.
Wir saa  net hallo, mir saa Glück auf
Mir Arzgebirger san gut drauf.

 Annaberg-Buchholz

(Michael Habermann, Annaberg-Buchholz)

Fruhnaa liegt on Schreckenbarg,
mit guten Blick er Annen Kerch.
gemietlich is do allezeit,
mer warn schie immer fröhliche Leit.

`S Hammerwerk is unner Stolz,
de Sportler aah aus'n richt'gen Holz.
Mer hob'n aah Bergleit, de 1. Peremett,
unn Faschingsclubs, die sei aah ganz nett.

Annaberg-Buchholz

(Michael Habermann)

Ganz weit drubn im Arzgebirg,
do liegt e klaanes Nast.
De Leit sogeten "Fruhnaa" drzu,
denn die feierten stets e Fast.
Do gibt's bluß noch dos Hammerwerk,
als eenz'ges Restaurant.
Doch schließen mußten die jetzt aah.
Corona - GOTT sei Dank!

Aue-Bad Schlema

(Steffi Hornig)

Ja nooch Eimstock,  wu iech geboren bie,
do fahr iech heit noch gerne hie.
Manches anners is, als iech war klaa,
en Wurzelrudi - den gibts aah.
De Erlebniswalt, die iss su schie,
mei Enkele gieht gern dort hie.
Dr Auersbarg, ja dar is aah net weit,
ihr lieben Leit, wie miech dos freit.

Crottendorf

(Monika Tietze aus Crottendorf)

O, du mei Crutendorf.
Dort, wu de Zschop ne Wald verlässt
un durch de Wiesen wettergieht,
wus früher emol Marmor gob,
un wu dor gruße Schießbarg stieht,
dort, wus nooch Raacherkarzle riecht,
do zieht sich e wing lang un schmol
e Dörfel bis zun Liebnstaa no
durch unner schienes Zschopau-Tol.

Deutschneudorf

(Uta Uhlmann aus Deutschneudorf)

In Deitschneidorf, obn offn Kamm,
da halten mir noch alle zamm.
Mir hamm a enne annre Freide,
s gibt wieder viele junge Leite.
Und zu unsrer Kermst, beliebt, bekannt,
kumm viele Leite angerannt!
Noch ens tun mir eich kund:
Die Kerchenglocken bimmeln beim Bernsteinzimmerfund.

Drebach

(Helga Ramin, Drebach)

Wedder of dr Höh links nieber
Kimmste noch dann klenn Grießbach rieber
Dos kläne Dörfel hobn mer alle gern
Manchmol dort im Harbst Motorradln plärrn.
Do komme Massen Zuschauerleit
Dä es is Getzenrodeo - Zeit
Geworbn dofür ward unner dr Hand
Aber dodurch sei mer weltbekannt.

Ehrenfriedersdorf

(Henrik Kreft, Ehrenfriedersdorf)

Mir sogn Glück Auf! Ehrenfriedersdorf Glück Auf!
Dan Sauberg gibt`s bei uns schu viele Gahr.
Genau su wie de Greifenstaa die mol ne Festung war.
E Freibod hobm mir und ne Brauerei, do loden mir eich gerne a mol ei.
Zer Mettenschicht do komme se von überol gerannt, unner Stadel is im Arzgebirg bekannt.
Besucht uns mol in unnrer schiene Stadt, die für jeden wos ze bieten hat.
Ehrenfriedersorf haßt unnre Stadt, a Stadl wird`s genannt.
Mir sei im Arzgebirg, als Schuhpachnosn a bekannt.

Ehrenfriedersdorf

(Doris Kalkbrenner, Ehrenfriedersdorf)

Ehrnfriedersdorf ne Bargstadt is,
die kennt e jeder ganz gewiss.
Zun Sauberg drubn an Förderschacht,
im Röhrgrobn Wasser wur gebracht.
Gesammelt hinnern Greifnstä,
In Geyrischn Teich ganz in dr Näh.
Dos Stadl un dr Wald sei schi, dro ziehts mich immer wiede hi.

Ehrenfriedersdorf

(Carmen Fleischer, Ehrenfriedersdorf)

In Ehrn.dorf wohnt sichs net ganz schlacht, de Franzln hier so Sogn hat!
De Fünfeneinsch führt durchs Stadl nach Annaberg nauf, a ze guckn gibt's hier ze hauf!
De Bergleit lodn ofm Saubersch ei, a schiene Vereine hammer fei!
De Lädn zum Kaafn sei a genuch, on guckste aufs Stadl vom Saubersch runner denkste
Mensch is das Stadl schie wie ae Wunner …!

E Lublied of Fruhnaa

(Volkmar Lange)

Mei Fruhnaa is dr Lieblingsflack, of darer weiten Walt,
wer hierdn wuhnt, ka glücklich sei, braucht fer sei Laabn ka Gald.
Aar sieht sich soot an Hammerwark un a an Herrenhaus,
ze Mittig isser immer dort, zen kostenlusen Schmaus.
E schienes Bargwark hobn mer a, dos is dr Röhling-Stolln,
do müssen arscht mol alle nei, die nooch dr Fruhnaa wolln.
Un kumm se do mol wieder raus, hobn se e Habit a,
se paradiern durch Annebarg, als Steiger un sei Fraa.

 Gelenau

(Hendirik Seibt, Gelenau)

Zwischen Annabarch un Chams,
do liecht a Ort mit Sonnenglanz!
Dieser Ort is werklich schie,
ne klare Dorfbooch, Walder grie!
Dieser Ort ist ellenlang,
de Gälner zieh nan änem Strang!
Uhm fällst de hie, es Bäh kaputt,
in Niedergäln bist Du schu tud!

Gelenau

(Hansjörg Decker, Gelenau)

In Gäln do lässt sich labn ihr Leit
dos is e schiener Flack zu jeder Zeit
Do is wos lus is ganze Gahr
von hier gieh ich nich wag dos is doch klar.
Mir hobn ne Sommerruschelbah,
e Schwimmbod wu mer schwimme kaa,
e Kettensaach im Harbst e Blütenfast,
do sei mir alle gern zu Gast.

Geyer

(Christine Huß aus Geyer)

Zwee Türme stieh in unnrer Stadt
eener a Museum hot
de Binge is net weit drfu.
Dr Barggeist heit noch Führung macht.
Sandhusen sei de Bürger hier
trinken garne aah mol Bier
Geyer is umrahmt vu Wald
viele hunnert Gahr schie alt.

Griesbach

(Jürgen Schaarschmidt aus Marienberg)

Mei Grisbach, huch am Zschopen-strand,
mei Hamit, im schinen Sachsenland,
du Bauernderfel, schi und kle,
bist doch, de liebe Hamit me.
Ob ich nah bi uder fern,
dir bleib ich trei, dich hob ich gern.
Drum gris ich dich viel tausend mol,
mei Getzendorf im Zschopentol.

Herold

(Kerstin Jonas, Thum/OT Herold)

Unner Herld is net racht gruß,
drim is hier a net su viel lus.
Doch dor Zesammehalt is bei uns schie,
weil mir a gern mol ze enanner gieh!
Mir tue gern singe, e wing hutz'n, bissl ass'n,
doch im Moment ka‘st de dos alles vergass'n.
Dä itze blebbt überoll zu de Tier
un jeder muss trink'n aläne sei Bier!

Hohndorf

(Gerd Gemeinhardt, Hohndorf)

Mei Huhdorf is fei warklich schieh,
am Waldschlössel fängt's ah,
un wenn mer auf'n Glück-Auf-Turm gieht,
do kann mers übersah.
Äh schiener Ahblick is de Kärch,    
de Spitz guckt weit naus ins Land,
se is mit de schännste vom Gebärch
un weit un braat bekannt.

Hormersdorf

(Karin Konwalinka, Zwönitz-Hormersdorf)

Itze mald ich miech a emol ze Wort,
Hormersdorf ia a e schiener Ort.
Mir hom a Bummerloch, do kame frieher de Krakeler nei.
Itze is es immer frei.
E Museum hom mir a und de eigne Zeit.
Do hast's nich 10 Minuten nach 5, sonder 2 Ziffer 6 - ihr lieben Leit.
Annere song - geizig solln mir sei.
Zammnammisch sei mir, dos is zwaaerlei!

Königswalde

(Karlheinz Grimm aus Königswalde)

E jeder schrebt vun seim Ort, do überall is schie.
Doch kumm ner moll noch Kinneschwall,
do willste nimmer gieh.
Im Farnsah warn mor a mitn ganzn Ort ze sah,
de vieln Vereine mit Feuerwehr und Wintersport, en Jugendclub ganz vorne dra.
Viele neie Heiser mit bunte Gärtln dra sieht mor hier im Ort,
un egal, vun welcher Seit de reikimmst
oder welchn Waag de nimmst,
do will mor nimmer fort.

Krumhermersdorf

(Frank Weber, Drebach/Grießbach)

Fußball hat ah früher Stand,
FC Krumhermersdorf war gut bekannt.
Dr Göpfertbäck hot viel bewegt    
un de Tradition wird ah gut gepflegt.
E grußer Swibbogn leuchtet in de Walt
un alle finden mit enanner grußen Halt,    
in dar viel bewegten Zeit,
Zsammhalten alle Krumhermersdorfer Leit.

Lauter-Bernsbach

(Frank Demmler, Lauter-Bernsbach)

Net när um Annabarg is buntes Labn,
aa hier in Lauter, dos kennt ihr klabn!
Do hier bei uns, dos soch iech eich,
wächst de Vugelbeer, ganz rut un weich!
Aus dar wird dann dor Schaps gemacht,
trinkste viel dorvaa, hats dich bal imgebracht!
Aa viele Walder gibt es gruß un grieh,
do kaa mor in de Schwamme gieh!

Marienberg

(Jörg Hartl, Marienberg)

In der Laut am Göbel
dreht sich das Pfar im Kreis.
Un das iss für viele Besucher dar Beweiß.
Geschinnert hamse bei Dache un bei Nacht
Un sich de Knochen kapput gemacht.
Um ze huln das schwarze Gold von unten rauf.
Ihr bleibt e langlam wichtig.
Na dann Glück auf.

Meinersdorf

(Peter Kügler, Burkhardtsdorf/OT Meinersdorf)

Mei Mänersdorf, das lob ich mir,
mir ham 'ne Ziech als Wappentier,
und drüm wr'n mir, das ist bekannt,
im Volksmund Mekka bluß genannt.
E Knutenpunkt für Bahn und Bus,
für dan, der schnell nach Chams nei muß.
Mir ham en Gasthuf, dan "zur Post",
der hat a net bluß Hausmannskost.

Oberpfannenstiel

(Diana Trommer, Oberpfannenstiel)

Mir Pfannestieler sei for Humor bekannt,
sei außerdem schlau, beredt und viegelant.
E jeder schätzt jeden, obgungoder alt.
Mir ham e schien's Kirchl, und enn wunnerbarn Wald.
weil for Pfannestiel Tradition und Lichterglanz stieht,
ham mor aa noch e eigne Dorfpyramid.
Unner Dörfl is klaa, doch nischt wär' uns lieber.
Unner Pfannestiel labt. Und do giehtfei nischt drüber.

Oelsnitz

(Sigrid Jahn, Oelsnitz)

De Zeitungsleit hams ahgeschubn, mir solln fei unnre Haamit lubn.
Blus sapperlot, war kriecht dos hie, in die par Zeiln ze sogn wos schie.
Ob dingenauf, ob dingenunder, war Aagn hot, sieht tausend Wunder
bei uns derham. Du machstn Turm nauf off dr Hall, dos ganze Arzgeberch schu ball
liecht do vor dir. Tut dich dr Bergbau intressiern, do brauchste bluß umherspaziern.
An jedr Eck, fast iberall, kannste wos lern. Un fir den Fall
dos Hustn, Schnuppn zugeschlogn, de Nos ist zu, ich kah dr sohgn,
do hohmr a ne Stell, kaa Witz. Willst wissen, wuh? Bein LAGA-Park Oeelsnitz!

Scharfenstein

(Falk Semmler, Scharfenstein)

Mei Scharfenstee am Zschopenstrand,
im Osten vielerorts bekannt,
durch dkk, Mensch war dos schie,
viel Leit ginge dort zur Arbet hie.
Vo Drabach jetz e Ortstel is.
mei Hamit bleibs, dos is gewiss.
Un Drabach hat zum guten Schluß
ene schiene  Burg un Bahnanschluß.

Pöhla

(Christine Fritzsch, Pöhla)

Wu de gressten Zinnkammernvon Europa sei - in dr "Peehl" - so sei mir drhamm.
Un dr Oberfaarschter Max Schreyer schrieb hier sein Vugelbeerbaam.
Dr Weißflog Jens is hier aah von dr Schanz gehuppt
un itze gibt's jedes Gahr für de Maad in "Ladies Cup".
Mir hamm a is Fast dr Generatione,
do tut de Musik is ganze Arzgebirg belohne.
Aah zum Wandern isis beiuns ideal,
ob zum Oberbecken, oder Richtung Rittersgrie des is egal,
dr noch ka mr vom "Feinsten" noch Assen gie,
 in de "Vuugelbeerschänk" oder zum "Ephraimhaus" hie.
Ich kaa eich versprachen hier hält mr's gut aus,
kommt mol vorbei - probierts einfach aus.

Schlettau

(Ralf Graupner, Schlettau)

Mir Sog'n Glück Auf, mir sog'n Glück Auf!
De hunnertähns gieht quer durch unner Nast,
dor Verkehr gibt uns manichmol in Rast
Doch mir hobn mehr als Park un Schloss,
links un rachts an unnrer Bundesstroß,
Wenn se ze uns aah Kirchngesichter sogn,
mit de Nachbarn tunne wir uns vertrogn,
An dor Zschop de erschte Stadt:
die wirklich viel ze bieten hat.
Oh du mei schiene Schlaaht, mir hobn dich lieb, du schiener Flack.
Oh du mei schiene Schlaaht, hier will ich laabn, nimmer wag!

Schlösschen

(Peter Hobrig)

Zwischen Zschop und Gäln,
Man brauchts kaum enn erzähln,
Rauscht der Wilisch güldner Lauf.
Gieht mer nong rachts steil bergauf,
Kimmt der Ort Schlössel, racht schie,
Wo im Friehgar de Krokussel blieh.
Vorbei am Gottesacker mit der klenn Kapell,
Kimmste zum alten Rittergut ganz schnell.

Schönbrunn

(Rosita Weinhold, Schönbrunn)

Willst de mol Schönbrunn erlabn, mußt de net bis Wien erst fahrn.
In Wolkenstee do steigst de aus, statt Kaffee Sacher giehst de ins Nostalgie Kaffeehaus.
Dann giehst de wetr, vür of de Stroß, reckst zum Himmel nauf deine Nos.
Do sihst de ne Ziegfelsen un es Wolkensteener Schloß, un an dr Stroß is es Assen un Eikaafen eh Genuß.
Ganz ubn im Dorf stieht es Gut vom Ambrosius, do is egal was annersch lus.
Im Kerchel gegnüber do loß dich nieder.
Do kaast de dich besinne un aufdanken wieder.

Schönbrunn

(Dieter Hofmann, Schönbrunn)

Schönbrunn, su heest mei Dörfel,
dos liecht fast in dor Mitt,
von unnern schönen Arzgebirg;
drah hob iech meine Gitt!
In Osten an dr Zschopau,
in Westen, tief in Wald,
do grenzt dos an dr Hedelbach;
gern macht mr do en Halt.

Schwarzenberg

Renate Vieweg

Du liechst im Tol, liechst of Barg,
bist überol ringsim bekannt,
mei geliebtis Schwarznbarg,
de Perl vum Argebirg genannt.
Blieht dei herrlichs Edelweiss,
wie racht verzaubert siste aus,
do nahm iech mier jedis Mol,
e schienes Straissl miet ins Haus.

Schwarzenberg

(Christian Bönhoff, Schwarzenberg)

"Miet'n Dampfzug durch Schwarznbarg"
Dampfzugfahrt, Schwarzwassertol,
Leitle kukmm vu überol.
Vun Lok-Depot zun Ottnstaa:
Driem Schloss un a de Kirch' ze sah:
Miet Schwarznbarger Edelweiß,
zu unnrer Fraad auf steiln Gneis.
Zun Hutznobnd mr frehlich sei,
Türe auf un kimmste rei.

Steinbach

(Iris Weinhold, Steinbach)

Ein Hoch auf unsere Heimat Steinbach.
Bachelkratzer warn de Steebacher genannt. Für de Warmstäh aus dor Booch worn se frieher bekonnt.
Heite fährt es Bahnl dort hie ze dann Ort. Ausn Pressnitztol zieht kaaner, dar net muss, gern fort.
Mor feiert de Faster mit olt und mit gung. De Schameinkapell is iberoll mit dorbei.
Selbst wenn de Zieng mit de Besitzer laafen zum Ziegnfast beim Wildbachwirt ei.

Thalheim

(A. Arnold, Thalheim)

Mir wolln när a mei Tholm ni vergassen,
wu mir ham alle immer zam gesassen.
Es is a bekannt als Stadt dr drei Tanneln,
un fei a als Ort dr Quersackmanneln.
Zu Tholm saht mer gern a Hamit dr zu,
dos liecht am schien Wald un dor Rentners Ruh`.
War dos noch ni kennt, dar hot wos verpasst,
ka aber gern vorbeikumme zum nahsten Fast.

Thum

(Herr Uhlig, Janhsbach/Thum)

Thum un Jahnsbach, uhne Floax
dort moacht mor siech nich glei zum Max.
Wenn mor uhm de Berg langgieht,
do koa morsch richtich sah,
wie akurat jeds Heisle stieht
un Gärtn homse a.
A Mädls gibts do, wunnerschie,
kä Wunner, do ziehts jeden hie!
 
Thum

(Brigitte Lohr, Thum-Jahnsbach)

Am Fuß von de Greifenstä
liegt Gahnsbach schie un klä.
Ümgabn von Wiesn un Wald
Dos Klima net ze kalt.
Mit freindliche, friedliche Leit
En Kirchturm ze sah ganz weit.
Net weit dernabn, do loden ein
Schnitz,- Klöppl,- un Modellbahnverein.

Venusberg

(Ninan & Maja Neubert, beide 12 Jahre alt, Venusberg)

In Fennichbergk, do is es schie,
weil do im März de Krokussln blieh.
Zum Stäbruch gieh mor gern,
do sei a de Motorrodfohrer net fern.
Im Sommer is racht viel Betrieb,
do kühln sich de Leit im Schwimmbod de Rieb.
Nab'n Sportplatz gibt's exotische Tier`,
Alpakas aus Peru labn hier.

(In unrer Hamit is es fein,
mir woll'n a nerngdwu annersch sein.)

Weißbach

(Bernd Wagner aus Weißbach)

Aus Dittersdorf, Weißbach, Schlössl un Wilischthal is Amtsberg worn,
nu liegn mor in jedr amtliche List ganz vorn.
Drauf sei mir Amtsberger ganz stolz, mir sei nämlich aus ganz besonnern Holz.
Mir kenn zamm streiten un lachen, mir kenn zamm Gescheits un a Bleedsinn machen.
Zwischen dor Wilisch un dor Zweenitz is es wirklich schieh,
wenn mor mit öffne A'ng in unsere herrliche Natur naus gieh.
A mit de Nachbarn aus Gäln un dr Gorn hamm mor kenn Zorn,
denn mir Amtsberger liegen alphabetisch ganz vorn.

 Wilischtal

(Gert und Sabine Müller, Drebach)

In unnern Tol do is fei schie,
 e Rodwag gieht do grodwags hie.
 Mer häeret schie dos Bachel rauschn
on kaa manchs Vögele belauschn.
 Doch seit Corona is im Land,
 do warn mer fermlich iberrant.    
Die E-Bikes rammeln har on hie    
die schiene Ruh, verbei is die.

 Zschorlau

(Kerstin Niebert, Zschorlau)

Oh Schorl wie bist du su schie,
guck iech aus men Fanster sah iech in Türkschacht stie!
Guck iech aus nen annern, sah iech is ganze Dorf,
de Kirch, de Schul, de Hauptstrooß dingsnauf,
un uum drieber is dor Wald mit'n Staabarg um drauf.
Un zwitschern de Vugeln un frassn sich voll,
fühl iech mich dor Ham,
in meiner Schorl.

Zwönitz

(Susanne Schreier, Grünhain-Beierfeld)

Ach mei Zwänz, wie bist du schie
vom Usterbrunne bis zer Lichtmeß hie.
Gern un viel werd hier gefeiert,
dobei aber net lang rimgeeiert.
Alles haste hier, wos su dis Herz begehrt,
net gescheit, wer do erscht wag in de Grußstadt fährt.
Sugar Nachtwachter ziehe durch de Stroßen, Kneim un Brauerei,
niergns wuanersch mächt iech drim grod hier deham sei!

Zwönitz

(Bärbel Funke, Zwönitz)

Im Arzgebirg, do gibt's en Flack,
do is es ganze Gahr wos lus.
Mir Zwäntzer, sei egal of Zack,
dohierde trifft sich Klaa un Gruß
Lichtmass, Ustern, Anton Günthersinge,
Rodtour, Sommeroldies klinge.
Zen Pfarrtog, Kirmes, Hutzentog,
alle sei derbei, do gibt' s kaa Frog.
Nachtwachter halten für uns Wacht,
in jeder Woch bei Tog un Nacht. ---
Ha, du mei schienes Zwäntz, mir hobn dich garn, du schiener Flack.
Ha, du mei muntres Zwäntz, ich bleib dir trei - ich will net waag!

Zwönitz

(Astrid Fritzsch, Zwönitz)

Im Aarzgebirsch liecht Zwäntz unner schiener Ort,
war hier gruß wurn is, will net mer fort.
Is Stadl imgam von gruße Waller,
kast lafn übern Wasserfall un weite Faller.
Ob Papiermühl, Reiter une Kop oder Ziegenbarg es gibt vielerla
und wenn de hungrich bist ziehts dich an unnre gemütling Gaststub na.
Sonnomd drehn de Nachtwachter ihre Rund,
se ruffn de Varscheln aus vollem Mund.

 

Außerhalb der Wertung 3 Gedichte von Fred Uhlig aus Gelenau:

Eine Umfrage hat ergeben,
in Erzgebirge lässt sich's gut leben!
Überall ist es gemütlich und schön,
man kann es so - oder so rum dreh'n.
Nicht weit braucht man in die Welt hinaus,
das Gute Gute liegt bei uns vorm Haus!

Vergass‘ die Hamit nicht
Die schienes Gelenau
Es aus dem Harzen spricht
Wenn ich dich so anschau!

Vergass‘ die Hamit nicht
Dohier im Arzgebirg
Wenn a wos drgegen spricht
Hör bitte nicht darauf!

Vergass‘ die Hamit nicht
Bist du im fremden Land
Denke nicht an Verzicht
Folge nicht fremder Hand!

 

HEIMAT               
Herrlich liegt es, unser Tal,
und schlängelt sich dahin,
eine schöne Heimat allemal,
für seine Bewohner ein Gewinn.

Sehr schön haben wir's getroffen,
und wir fühlen uns recht gut,
es mag so weitergehen, wie wir hoffen,
dazu fehlt uns nicht der Mut.

Mag der Herr uns Segen spenden,
uns behüten und bewahren,
und uns nicht im Zorne schänden,
auch nicht in weiteren Jahren.

 

HEIMAT
En Arzgebirg sei mir dehäm,
e schienes ruhiches Flackel,
en Gäln machen mirsch uns bequem,
eine herrliche Looch, e feines Eckel.

Unner Ort es ganz bekannt,
dohier en dare Gengt,
de Leut  die arben Hand en Hand,
on sei zon Täl vermöngt.

Gar fleißig sei se, schaffem garn,
an Grundsteck on an Haus,
Zank on Streit liecht uns gar fern,
Gemütlichkät macht unnre Stärke aus.

Schie rausgepotzt es unner Ort,
feine Häuseln Gart'n bunt,
e gutes Klima herrschet dort,
de Waldluft macht gesund.

Dar Busch es gar nech weit von Ort,
hinner Äckern Wiesen aam,
gar ruhiches Laam es wirklich dort,
ihr kinnt mirsch gaz echt glaam.

Besucht när mol dos Gäln ihr Leut,
und saht's euch rechtig aa,
dora habt ihr bestimmt gar Freud,
dos kaa ich jetzt schu saa.

 

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