Mauerkrone von Talsperre bleibt länger gesperrt

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Lang anhaltender Winter verzögert Prüfung von Zustand der Bausubstanz

Forchheim.

Aufgrund des in diesem Jahr lang anhaltenden Winters im Erzgebirge bis in den April hinein bleibt die Mauerkrone der Talsperre Saidenbach länger gesperrt. Derzeit ist vorgesehen, sie Ende Mai 2021 wieder für die Öffentlichkeit freigeben zu können, teilt Katrin Schöne mit. Die Mauer bleibt auch außerhalb der Arbeitszeit geschlossen, da sich auf der Mauerkrone die Sicherheitstechnik der Industriekletterer und die Materialien für den Tauchereinsatz befinden, erläutert die Pressesprecherin der Landestalsperrenverwaltung weiter.

Ursprünglich sollte die im Herbst vergangenen Jahres begonnene Bauwerksüberprüfung der Staumauer der Talsperre Saidenbach bereits Ende April abgeschlossen werden. Die Arbeiten werden auf der Luftseite der Staumauer von Industriekletterern und auf der Wasserseite von Tauchern vorgenommen. Die denkmalgeschützte Staumauer der Talsperre Saidenbach ist aus Bruchsteinen gebaut. An der Luftseite setzt sich in den Fugen Grünbewuchs an, der mit der Zeit zu Schäden an der Mauer führen kann. Deshalb müssen die Fugen regelmäßig - jedoch mindestens alle zwei Jahre - gereinigt werden, so die Pressesprecherin zum Anlass der Arbeiten. Zudem können Witterungseinflüsse Schäden an der Bausubstanz hinterlassen.

Auf der Wasserseite ist die Staumauer zur Abdichtung verputzt und teilweise mit einem Fliesenspiegel versehen. Um den Zustand der Abdichtung zu dokumentieren und eventuelle Veränderungen feststellen zu können, sind etwa alle zehn bis 15 Jahre Taucharbeiten notwendig.

Die Trinkwassertalsperre Saidenbach wurde zwischen den Jahren 1929 und 1933 gebaut. Sie ist der größte Rohwasserspeicher im Talsperrenverbundsystem Mittleres Erzgebirge. Zusammen mit den Trinkwassertalsperren Neunzehnhain I, Neunzehnhain II und Ein- siedel stellt sie Wasser für die Ver- sorgung der Großstadt Chemnitz sowie Teile des Landkreises Mittelsachsen und des Erzgebirgskreises bereit.

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