„Rasender Roland“ darf Fahrt aufnehmen

Verkehrsministerium erteilt rechtskräftigen Zuschlag an Pressnitztalbahn GmbH in Jöhstadt

Jöhstadt/Bergen. Das Warten hat ein Ende: Seit Dienstagnachmittag steht endgültig fest, dass die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH mit Sitz in Jöhstadt den „Rasenden Roland“ auf Rügen betreiben darf. Der Zuschlag wurde rechtskräftig erteilt, informierte das Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern. Damit sei der Weg für den Zugbetrieb auf der etwa 24 Kilometer langen Kleinbahnstrecke frei. Seit Anfang Januar stand der „Rasende Roland“ still.

Das Ministerium hatte der Vergabe an das rund 80 Mitarbeiter zählende Unternehmen im Erzgebirge bereits im Dezember zugestimmt, nachdem eine neue Ausschreibung des Bahn-Betriebs erfolgt war. Doch ein Mitbewerber legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein. Diese wies die Vergabekammer Ende Januar zwar zurück, es musste aber erneut eine Widerspruchsfrist von zwei Wochen abgewartet werden. In dieser Zeit ging laut dem Ministerium kein Einspruch beim Oberlandesgericht Rostock ein. Deshalb hofft Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Otto Ebnet nun auf einen schnellstmöglichen Start des Zugbetriebs.


„Wir sind froh, dass es keine weitere Beschwerde gab und stehen in den Startlöchern. Losgehen kann es aber erst, wenn alle Nebenbedingungen erfüllt sind. Dazu gehört, dass die Fahrzeuge und die andere Infrastruktur vom Alteigentümer auf uns übertragen werden“, sagte am Dienstag Kay Kreisel, Geschäftsführer der Pressnitztalbahn GmbH. Er rechnet damit, dass alle notwendigen Verträge in den nächsten Wochen unterzeichnet werden.

Beim „Rasenden Roland“ handelt es sich um die bekannte Rügener Bäderbahn von der Lauterbacher Mole über Putbus, Binz, Sellin und Baabe ins Ostseebad Göhren. Ein Ausflug mit ihr ist besonders bei Touristen beliebt, die auf der Ostseeinsel Urlaub machen. (aho)

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