Nach Tötungsdelikt in Aue drei Haftbefehle erlassen

Aue. Im Zuge der Ermittlungen zum Tötungsverbrechen um einen 27-jährigen Mann in Aue vom 18. April 2018 sind am Mittwochmorgen zwei Tatverdächtige im Alter von 21 und 26 Jahren im Erzgebirgskreis und ein weiterer 21-Jähriger im Bereich der Polizeidirektion Görlitz vorläufig festgenommen worden. Das bestätigte die Polizei am Donnerstag, nachdem bereits am Mittwoch aus dem Bekanntenkreis der Tatverdächtigen zu erfahren war, dass es zwei Verhaftungen gab. 

Wie die Polizei mitteilte, geht die hiesige Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Chemnitz nach gegenwärtigem Kenntnisstand davon aus, dass das Trio in der Nacht zum 18. April 2018 den 27-Jährigen auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in der Erdmann-Kircheis-Straße in Aue durch massive Gewalteinwirkung zu Tode gebracht und in einer der dortigen Brachen zurückgelassen hat. Einer der Verdächtigen soll mit seinem Smartphone ein Foto aufgenommen und später verschickt haben, das den Toten mit offenbar zertrümmertem Schädel in einer Betongrube zeigen soll. Das Foto liegt auch der "Freien Presse" vor. 

Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Das Motiv der Tötung und die jeweilige Tatbeteiligung der drei jungen Männer, sowie was sich konkret vor der Tat und unmittelbar danach ereignet hat, muss noch geklärt werden. Ungeachtet dessen wurden sie am Mittwoch und am Donnerstag einer Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Chemnitz vorgeführt. Diese erließ gegen alle drei Haftbefehle. Sie befinden sich nun in Gefängnissen. (fp)

 

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