Rätsel um Erzgebirgskrimi gelöst: Das war der Mörder mit dem Selleriepulver!

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Schneeberg/Mainz.

Wer hat den zweiten Mord im Erzgebirgskrimi "Tödlicher Akkord" am Samstagabend verübt? Diese Frage blieb beim aufmerksamen Teil der 7,13 Millionen Zuschauer offen. Und sorgte für rege Diskussionen, auch bei Twitter und auf dem Facebook-Kanal der "Freien Presse". Wer hat die Sellerie-Allergie Thomas Majewskis ausgenutzt und das für ihn tödliche Pulver in das Mundstück seiner Tuba gestreut?

Die "Freie Presse" hat sich mit einer entsprechenden Anfrage an das ZDF gewandt. Am Montagabend kam die Antwort. Constanze Wiese war die Mörderin, und das in beiden Mordfällen. Die Szene, in der die Mörderin des im Wald mit einem Stein erschlagenen ersten Opfers gegenüber den Kriminalisten auch diesen zweiten Mord gesteht, wurde laut ZDF im Schneideraum weggekürzt. Man empfand sie als entbehrlich, da laut der Ex-Freundin des zweiten Mordopfers Thomas Majewski außer ihr selbst nur zwei weitere Personen überhaupt von dessen Allergie wussten: konkret das Ehepaar Wiese.

Da Ehemann Peter Wiese jegliches Motiv gefehlt habe, hätte die Auflösung auch ohne die gekürzte Szene klar sein müssen, argumentiert ZDF-Redakteur Pit Rampelt. "Nur sie konnte auch die Tasche mit dem Notfallkit im entscheidenden Moment versteckt haben - was auch kurz im Bild zu sehen war."

Beim Zuschauer bleibt die Frage, was das Motiv von Constanze Wiese für den zweiten Mord gewesen sein soll. Laut ZDF war es konkret dasselbe, wie für ihren ersten Mord im Wald: Das Wissen um die Eizellenspende, die das erste Mordopfer Katja Hartmann mit der empfängnisverhinderten Ehefrau verbunden hatte. In dem aus dem Film geschnittenen Geständnis geht hervor, dass das zweite Opfer Thomas Majewski in dem von ihm entwendeten Laptop des Erstopfers Katja Hartmann, jene Akten entdeckt hatte, die Katja Hartmanns biologische Mutterschaft des von Constanze Wiese nur ausgetragenen Kindes belegte. Die Mörderin Constanze Wiese fürchtete, man werde ihr bei Bekanntwerden dieser Konstellation die Tochter wegnehmen. Das war ihr Motiv, laut ZDF sowohl für den ersten Mord an Katja Hartmann, die ihr zudem noch hatte den Mann ausspannen wollen, als auch für den zweiten Mord am Mitwisser Thomas Majewski. (sane/eu)

Der Erzgebirgskrimi "Tödlicher Akkord" in der ZDF-Mediathek

 

 

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 13
    1
    quatschkopf
    09.03.2020

    War ganz gut gemacht der Krimi. Nur das keiner da erzgebirgisch spricht ist komisch. Ein paar haben ansatzweise etwas sächsisch durchblicken lassen. Aber besser als wenn es gestellt wirkt und peinlich wird.