Trümmerfeld über rund 100 Meter: Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf Auer Autobahnzubringer

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Ein missglücktes Überholmanöver hat eine schlimme Kettenreaktion ausgelöst. Sechs Autos wurden in die Kollision verwickelt, vier Menschen verletzt.

Aue/Raum.

Erneut hat sich der Autobahnzubringer zwischen Aue und der A 72 bei Hartenstein in ein Trümmerfeld verwandelt. Über eine Länge von rund 100 Meter lagen auf und neben der Staatsstraße 255 die Trümmer verstreut, vom herausgerissenen Motorblock über Auspuffteile bis zu Stoßstangen. Sie zeigten, mit welcher Wucht die beteiligten Fahrzeuge ineinander krachten. Insgesamt wurden bei diesem Unfall vier Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Sechs Fahrzeuge wurden beschädigt.
Nach Angaben der Polizei kam es zu der Kollision gegen 11 Uhr aufgrund eines missglückten Überholmanövers. Ein 65-Jähriger fuhr mit seinem Volkswagen samt Anhänger in Richtung Autobahn. Trotz des dort bestehenden Überholverbotes einige hundert Meter vor dem Abzweig nach Hartenstein wollte er einen vor ihm fahrenden Pkw überholen, erklärte ein Polizeisprecher. Als Gegenverkehr auftauchte, wechselte er zurück auf den rechten Fahrstreifen und fuhr dabei von hinten auf einen Kleintransporter auf, der sich in der Folge mehrfach überschlug, einen Zaun mit zwei Gartentoren durchbrach und auf einem Grundstück an einem Baum zum Liegen kam.
Durch das Wiedereinscheren löste sich beim VW zudem der Anhänger. Das verursachte den Frontalzusammenstoß von zwei weiteren Fahrzeugen. Außerdem wurden durch umherfliegende Trümmerteile dann noch zwei Autos des nachfolgenden Verkehrs beschädigt, teilte die Polizei mit.

Anwohner Holger Liebold wollte gerade mit seinem Moped losfahren und hatte großes Glück, dass er nicht in den Unfall verwickelt und schwer verletzt wurde. "Ich habe erst eine große weiße Wolke gesehen, dann ein Quietschen und Krachen gehört. Dann ist ein Auto förmlich durch mein Grundstück geflogen", sagte er.
Den Rettern bot sich ein Trümmerfeld. Autoteile fanden sich sogar auf Bäumen in zwei Metern Höhe wieder. Ein Autofahrer war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die Feuerwehren Stollberg, Beutha und Gablenz waren mit 21 Einsatzkräften vor Ort, dazu noch Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber, Notarzt, Kreisbrandmeister, Polizei und der Verkehrsunfalldienst.
Christian Grässler, Einsatzleiter der Feuerwehr Beutha: "Die Pkws mussten gesichert und auslaufende Betriebsmittel aufgenommen werden." Der entstandene Sachschaden ist noch nicht bekannt, wird aber von der Polizei auf um die
85.000 Euro geschätzt. Die Fahrbahn war zur Unfallaufnahme, Bergung der Wracks und Reinigung für mehrere Stunden voll gesperrt.  |mit nikm

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