Zu wenig Kandidaten: AfD muss offenbar Platz im Stadtrat Aue-Bad Schlema unbesetzt lassen

Aue-Bad Schlema.

Überraschung bei der Stadtratswahl in Aue-Bad Schlema. Das Gremium fällt in der kommenden Legislaturperiode wohl ungewollt kleiner aus. Statt 26 wird es künftig nur noch 25 Räte geben. Der Grund: Die AfD kann einen von drei gewonnenen Plätzen nicht besetzen, denn auf der Wahlliste der Partei stehen nur zwei Namen. Das berichtet die Stadtverwaltung.

Thomas Dietz, Sprecher des AfD-Kreisverbandes Erzgebirge, erklärt dazu: "Wir haben das nicht mit Absicht gemacht." Ein Problem sei jedoch gewesen, ausreichend Kandidaten zu finden. "Einige trauen sich nicht, sich öffentlich zu engagieren", sagt er. Denn einige Bewerber hätten später mit Nachteilen zu kämpfen.


Die AfD hatte bei der Wahl am Sonntag nach vorläufigen Ergebnissen 10,9 Prozent der Stimmen holt - das entspricht eigentlich drei Plätzen im Stadtrat. Auf ebenso viele Stimmen und Sitze kommt die Linkspartei. Stärkste Kraft bleiben die Freien Wähler (FW), die mit zwei getrennten Listen angetreten waren. Sie erreichen zusammen acht Sitze, die CDU folgt mit sechs. Die weiteren Ergebnisse: Die NPD holt zwei Sitze, Aldu und SPD jeweils einen Sitz. Die neue Vereinigung "Wir sind Aue-Bad Schlema" erreicht aus dem Stand zwei Plätze.

Für die CDU werden laut vorläufiger Ergebnisse Thomas Colditz, Hans Beck, Rainer Pommer, Stefan Richter, Frank Löffler und Reiner Pöschl einziehen, für die FW Oliver Titzmann, Uwe Haas, Claus-Dieter Reinhardt, Falk Schellenberger, Beatrice Meichßner, Holger Erler, Ronny Schamel und Danny Weber. Die Linkspartei vertritt Andreas Rössel, Heide-Marie Bamler und Rolf Niemann, die SPD Claudia Ficker, die AfD Lars und Hans-Jürgen Bochmann, die NPD Stefan Hartung und Jan Flechtner. Aldu ist nur noch mit Tobias Andrä vertreten, Wabs mit Konrad Barth und Yvonne Bochmann. (juef)

Nicht nur im Erzgebirge bleiben Sitze in Stadträten unbesetzt, auch in Hainichen in Mittelsachsen ist das der Fall. 

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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Freigeist14
    28.05.2019

    Hinterfragt@ auf jeden Fall nicht auszusterben scheint die schlechte Grammatik .

  • 2
    0
    Hinterfragt
    28.05.2019

    Na @Distelblüte; der Gemeinen Linkssdrehenden Fadenwurm ist ja leider ausgestorben, denn wo kein Hirn ist, kann er auch nichts fressen ...

    Nun bin ich aber mal gespannt...

  • 1
    2
    Distelblüte
    28.05.2019

    @christphdoerffel: genau genommen sagte er, dass sich die CDU jetzt endlich der AfD unterordnen solle.
    Dieser Mann war mal in der Grünen Liga. Was hat ihn und andere zu diesem extremen Sinneswandel gebracht?
    Ich würde mir wünschen, man könnte es einfach auf den Gemeinen Rechtsdrehenden Fadenwurm zurückführen, der sich durch die Hirnanhangdrüse bis zum Frontallappen durchs Hirn bohrt und dort das Moralzentrum zerstört. Gegen einen Wurmbefall kann man was tun, Abr leider ist die Wahrheit komplizierter und nicht mit einer Wurmkur zu behandeln.

  • 3
    2
    christophdoerffel
    27.05.2019

    Hat Herr Urban nicht erst heute getönt, dass die Afd regierungsfähig wäre?

    Ich würde mich wundern, wenn sich nicht ein Großteil der AfD-Fraktionen zusätzlich zum Personalmangel noch hoffnungslos zerstreiten würde.

  • 10
    6
    Distelblüte
    27.05.2019

    Das wird für Aue-Schlema nicht zum Schaden sein.

  • 8
    6
    Blackadder
    27.05.2019

    Schrieb nicht Franziska Schreiber in ihrem Aussteiger Buch zur AfD, sie habe nicht genug (gutes) Personal vor allem in Sachsen?



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