Nach Sturzflut im Erzgebirge: Vermisster aus Steinbach tot gefunden

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Polizei und Feuerwehr haben zehn Tage lang nach dem Mann gesucht. Er war bei den Unwettern vergangene Woche ins Wasser gestürzt und mitgerissen worden.

Großrückerswalde.

Nach zehn Tagen haben Taucher der sächsischen Polizei am Freitag den vermissten Steinbacher leblos im Uferbereich der Preßnitz gefunden. Der Fundort soll sich nahe der Talstraße zwischen Boden und Niederschmiedeberg befunden haben. Ein Rechtsmediziner stellte vor Ort den Tod des Mannes fest.

Der 53-jährige Steinbacher war seit dem Unwetter am Dienstagabend vor einer Woche vermisst worden. Offenbar war er von den Fluten des Dorfbaches mitgerissen worden, als er versuchte, sein Grundstück vor den Wassermassen zu schützen. Die Schuhe des Mannes sind bereits wenige Tage nach dem Unglück in der Nähe eines Wehrs bei Niederschmiedeberg von Feuerwehrleuten entdeckt worden. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es wenig Hoffnung, den Mann noch lebend zu finden.

Schon vor einer Woche waren die sechs Spezialisten der Tauchgruppe Leipzig angefordert worden. Doch sie hatten erst am Donnerstag in dieser Woche mit ihrer Suche vom Wasser aus beginnen können. Das Sicherheitsrisiko war vorher zu hoch. Es brauchte Tage, bis der Flusspegel so weit gesunken war, dass der Einsatz stattfinden konnte. Ende der Woche hatte sich das Wasser soweit zurückgezogen, dass wieder größere Uferbereiche einsehbar waren. Eine Hydrologin hatte im Nachhinein die Fließgeschwindigkeit der Preßnitz in Steinbach am Unglücksabend des 13. Juli auf zwei bis fünf Meter pro Sekunde berechnet.
Damit endet die tagelange Suche nach dem vermissten Erzgebirger. Örtliche Feuerwehren, die Bundespolizei, die sächsische Bereitschaftspolizei, Hubschrauber und Hunde waren an den Suchaktionen beteiligt. Selbst bis zur Talsperre Kriebstein wurde aus der Luft nach dem Vermissten gesucht. (aed/ka)

 

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