Neue Ideen für touristische Schmuckstücke

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Sehenswerten Kleinoden mehr Aufmerksamkeit verschaffen - Ideen dafür sind in der Zwönitztal-Greifensteinregion einige entwickelt worden: vom Poesieautomaten bis zum singenden Wegweiser.

Erzgebirge.

Die Leader-Region Zwönitztal-Greifensteine hatte in den zurückliegenden Monaten zum zweiten Mal einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Dabei standen touristische Schmuckstücke im Mittelpunkt, die bisher noch nicht so bekannt sind wie die großen Besuchermagneten der Region. Und es ging es um insgesamt 20.000 Euro Preisgeld. Das hat eine Jury nun aufgeteilt.

Über den ersten Preis und damit den größten Zuschuss in Höhe von 5000 Euro kann sich nun Kai Härtel von der Erlebnisschmiede Erzgebirge in Amtsberg freuen. Er will im neu gestarteten Schuljahr Mädchen und Jungen in seiner Heimatgemeinde dazu animieren, unter dem Motto "Mein Lieblingsplatz" ihre Heimat zu dokumentieren. Eine Idee, die aber aus Sicht der Jury durchaus auch auf andere Kommune erweitert werden könnte. Und auch der mit 3000 Euro dotierte zweite Preis geht in die Gemeinde Amtsberg. Ihre Idee: vom örtlichen Haltepunkt aus in Richtung Kemtau den Naturlehrpfad neu gestalten - unter anderem mit Klangelementen aus unterschiedlichen Holzarten sowie mit verschiedenen interaktiven Angeboten. Um bergbauliche Wasserkunst aus dem 18. Jahrhundert geht es beim Projekt des Erzgebirgszweigvereines Drebach, das von Enrico Leibner eingereicht worden war. Der Verein will das im Wald versteckt liegende touristische Kleinod erlebbar machen. Zugleich soll eine Anbindung an die bergbaulichen Wanderwege rund um den Sauberg in Ehrenfriedersdorf geschaffen werden. Ebenfalls eine zuschusswürdige Idee, befand die siebenköpfige Jury und wählte das Projekt auf Platz drei. Damit kann sich der Verein über einen Zuschuss von 2000 Euro freuen.

Insgesamt waren nach Angaben von Regionalmanagerin Elena Weber 18 Vorhaben aus neun Kommunen eingereicht worden. Zwölf haben sich in der Förderregion zusammengeschlossen: Amtsberg, Auerbach, Burkhardtsdorf, Drebach, Ehrenfriedersdorf, Elterlein, Gelenau, Geyer, Gornsdorf, Thalheim, Thum und Zwönitz. Letztlich habe sich die Jury entschieden, keinen der 18 Antragstellerinnen und Antragsteller leer ausgehen zu lassen. Damit soll der große Ideenreichtum gefördert werden, der in der Region vorhanden ist. So erhält auch der heimatkundliche Verein aus Thalheim 1500 Euro Preisgeld für seine Idee eines historischen Stadtrundganges. Dafür sollen 20 bis 30 Informationstafeln gestaltet und im Stadtgebiet aufgestellt werden. Die Stadt Thum plant, unter dem Motto "Modernes Design trifft Brauchtum" an Rastplätzen in der Umgebung neue "Wandersteine" zu platzieren. Auf der Thumer Höhe und am Kronenholz sollen einstigen Bodenschätzen der Region nachempfundene Schutzhütten gestaltet werden: Amethyst und Zinngraupe. Dafür gibt es einen Zuschuss in Höhe von 1250 Euro. Ein Preisgeld in der gleichen Höhe erhält ebenfalls der Erzgebirgszweigverein Zwönitz. Dessen Mitglieder wollen den in die Jahre gekommenen Wegweiser auf dem Marktplatz der Stadt erneuern. Dafür wollen sie aber nicht nur ihre Schnitzmesser schärfen und die Späne fliegen lassen, sondern auch moderne Technik nutzen. Denn es soll ein singender Wegweiser werden.

Je 500 Euro vergab die Jury für die Belebung des leer stehenden Pyramidensockels in Hormersdorf in den Sommermonaten, für zwei geplante Waldschaukeln in Gelenau, für die Gestaltung einer Foto- und Raststation in Ehrenfriedersdorf, einen neuen Fotopunkt am Opernwagen in Herold, für ein Ritterfest in Thum, eine neue Pyramide am Pyramiden- und Krippenweg in Weißbach, für die Umgestaltung der alten Schule in Elterlein, für einen Poesieautomaten in Thalheim, für neues Mobiliar im Wandergebiet in Weißbach, für einen Bausatz für regionaltypische Infrastruktur wie Wegweiser und Bänke beispielsweise, für eine neue Bank im Freibad in Burkhardtsdorf und für die weihnachtlichen Lichterfiguren in Zwönitz.

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