Kurfürstschule in Johann'stadt wird als Außenstelle erhalten

Johanngeorgenstadt/Annaberg-Buchholz. Die Kurfürst-Johann-Georg-Schule wird zwar zu Schuljahresende als eigenständige Bildungseinrichtung aufgehoben. Jedoch wird die Fördereinrichtung für geistig behinderte Kinder als Außenstelle der Brünlasbergschule Aue fortgeführt. Das hat der Kreistag Mittwoch Abend mit großer Mehrheit beschlossen. Abgelehnt hingegen wurden die zwei Anträge der Fraktion Die Linke. Der erste sah vor, die Förderschulen Aue, Schwarzenberg und Johann'stadt ohne Wenn und Aber als eigenständige Einrichtungen fortzuführen. Mit dem zweiten Antrag sollte die Verwaltung beauftragt werden, in Johanngeorgenstadt künftig Förder- und Regelschule zu verbinden.

Der Kreistag stimmte hingegen einen von der Verwaltung kurzfristig noch abgeänderten Antrag der SPD-Fraktion zu, der zwei der drei Forderungen der Schulkonferenz der Kurfürstschule aufgriff: So bleibt der Schulname erhalten. Und sollte später doch noch eine Schließung des Standorts beabsichtigt werden, muss diese im Kreistag behandelt werden. Alle zwei Jahre ist ein Bericht zur Lage im Kreistag oder im Fachausschuss vorgesehen. Ein dritter Punkt, die besondere Hervorhebung des bisherigen pädagogischen Konzepts, war von der Kreisverwaltung ausgeklammert worden, weil dies nicht im Kompetenzbereich des Landkreises liege. SPD-Fraktionschef Jörg Neubert: "Damit können wir leben." Für ihn als auch der Mehrheit im Kreistag war der Fortbestand des Standortes entscheidend. Gleichzeitig werden mit der Entscheidung für die Außenstellenlösung wichtige Fördermittel zur Sanierung der Förderschulen, etwa in Schwarzenberg gesichert.

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