Ramona Meier braucht ein neues Auto, um ihren Sohn Renè und seinen Rollstuhl transportieren zu können. Denn der 17 Jahre alte Citröen wird den nächsten Tüv nicht mehr schaffen.
Ramona Meier braucht ein neues Auto, um ihren Sohn Renè und seinen Rollstuhl transportieren zu können. Denn der 17 Jahre alte Citröen wird den nächsten Tüv nicht mehr schaffen. Bild: Carsten Wagner
Schwarzenberg
„Leser helfen“ in Schwarzenberg: Wenn Krankheit den Alltag zum Kraftakt macht

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Der 38-jährige René leidet an einer erblich bedingten Muskelerkrankung. Eine Krankheit, die keine Aussicht auf Heilung hat. Der Verein „Leser helfen“ will die Familie unterstützen.

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Ramona und René Meier sind das, was man ein Herz und eine Seele nennt. Denn die 60-Jährige ist Tag und Nacht für ihren mittlerweile 38-jährigen Sohn da, der frühkindlicher Autist ist und an einer erblich bedingten Muskelerkrankung leidet. Renés Vater verunglückte nur wenige Wochen nach der Geburt des Sohnes tödlich. Und so meistern die Beiden seit Jahrzehnten gemeinsam und tapfer, aber allein ihr schweres Schicksal.

Erst im Alter von 17 Jahren und nach einer langer Odyssee der Suche stand die Diagnose MAD - einer seltenen, neurologische Muskelerkrankung - fest. Zwar habe René normal laufen gelernt, aber sein linkes Bein konnte er schon immer nicht richtig bewegen, berichtet Ramona Meier. Mittlerweile ist die Krankheit soweit fortgeschritten, dass René auf den Rollstuhl angewiesen ist. Denn die Erkrankung geht mit einer Zerebralparese einher. Darunter versteht man eine Gruppe von Erkrankungen, die sich in Bewegungsstörungen und Muskelsteife (Spastik) äußern. "Ich kann nur für einen ganz kurzen Moment stehen", sagt er. Und dieser Moment ist wichtig, damit Ramona Meier ihren Sohn überhaupt händeln und transportieren kann.

Das derzeit größte Problem: das 17 Jahre alte, kleine Auto

Der Transport ist derzeit ihr größtes Problem, denn ihr kleines Auto - ein 17 Jahre alter Citroën-Berlingo werde aufgrund der Mängelliste an der nächsten TÜV-Überprüfung scheitern, sagt sie. "Aber wir brauchen ein Auto, weil ich ja regelmäßig mit René in die Uni-Klinik nach Jena fahren muss", so die Mutter. Dort werde der 38-Jährige in einer Spezial-Ambulanz betreut.

Das Einsteigen ins Fahrzeug ist vor allem für die Mutter ein Kraftakt. Denn zunächst rollt René mit dem Rolli ganz dicht zur Tür der Beifahrerseite. Dann hebt ihn seine Mutter auf den Sitz und gurtet ihn fest. Mittlerweile aber wiegt der junge Mann 72 Kilogramm. Dann wird der schwere, elektrische Rollstuhl auf der Ladefläche des Autos verstaut. Dazu muss die 60-Jährige jedoch erst eine Rampe anlegen, um den Rolli reinfahren zu können. "Die Rampe wurde mir freundlicher Weise geliehen, die gehört gar nicht uns", fügt sie hinzu.

Der große Traum der Beiden wäre ein neues Auto, in dem René samt Rolli einfach reinfahren könnte. "Ich denke, das wäre bei so einem VW-Caddy durchaus möglich", sagt Ramona Meier. Doch finanziell sei der Kauf eines solchen Fahrzeuge völlig undenkbar, da sie aufgrund der Pflege ihres Sohnes ihre Arbeit schon vor Jahren aufgeben musste. (matu)

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