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Leser helfen: René und sein treuer Begleiter „Jamy“

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In diesem Jahr will der Verein „Leser helfen“ einen 38-jährigen Schwarzenberger und seine Mutter unterstützen. Die 60-Jährige pflegt ihren Sohn, der an einer unheilbaren Muskelerkrankung leidet.

Schwarzenberg.

„Im Herzen ist er ein Kind geblieben“, sagt Ramona Meier über ihren inzwischen 38-jährigen Sohn René. Sie pflegt ihren Sohn seit vielen Jahren, hat dafür ihren Beruf aufgegeben, um ganz für René da zu sein, denn bei dem 38-Jährigen wurde nicht nur frühkindlicher Autismus diagnostiziert, sondern später auch eine erblich bedingte Muskelerkrankung. Das sogenannte MAD. Diese Erkrankung sei nicht nur fortschreitend, sondern auch nicht heilbar, heißt es. Renés Vater ist kurz nach der Geburt des Sohnes tödlich verunglückt. Seither leben die beiden allein.

Berlingo wird nächsten Tüv nicht überstehen

Doch deshalb Trübsal blasen kommt weder für René noch seine Mutter Ramona infrage. Ganz im Gegenteil. Sie haben sich längst arrangiert mit ihrem Schicksal und versuchen, das Beste daraus zu machen. Nur das alte Auto durchkreuzt mittlerweile ihre Pläne. „Da muss dringend Ersatz her, den wir uns aber selbst leider nicht leisten können. Unser jetziges Auto ist 17 Jahre alt und wird die nächste Tüv-Prüfung wohl nicht überstehen“, so Ramona Meier und denkt dabei in erster Linie an die regelmäßigen Untersuchungen, zu denen René in die Uniklinik nach Jena muss. Auch wenn das Einsteigen und das Verladen des elektrischen Rollstuhls auf der Ladefläche für die 60-Jährige immer ein enormer Kraftakt sind, so war der himmelblaue Citröen Berlingo doch bislang immer ihr Garant, auch dort anzukommen, wo sie sich gut betreut fühlen.

Hündchen "Jamy" gehört dazu

Da sie ihren Sohn pflegt, bezieht Ramona Meier seit vielen Jahren nur Bürgergeld. Davon noch Geld für ein Auto wegzulegen, das sei nicht machbar gewesen, sagt sie. Deshalb sei die Freude sehr groß, als sie erfuhren, dass sie bei der Auswahl der Projekte „Leser helfen“ der „Freien Presse“ 2023 dabei sind.

Renés treuer Begleiter ist sein Hund „Jamy“. Er ist ein besonders kleines Exemplar aus der Rasse Bolonka Zwetna, die als überaus freundlich, anhänglich und intelligent beschrieben wird. Auf „Jamy“ trifft das alles zu. Am liebsten sitzt er auf Renés Schoß und schaut interessiert zu, wenn der eine Runde an seiner Play-Station zockt oder bastelt. Die tägliche Gassi-Runde absolviert Ramona Meier mit dem kleinen Fellknäuel, dessen Konterfei auf der Heckscheibe des Berlingos klebt. „Jamy gehört zu uns wie ein Kind“, sagt Ramona Meier. (matu)

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