"Sonnenstrahlen" aus Aue holen den begehrten Wanderpokal

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Vorschüler aus drei Kitas des Deutschen Roten Kreuzes haben nach zwei Jahren Coronapause ihr gemeinsames Sportfest neu belebt. Wie sehr das verbindet, hat vielen zuletzt spürbar gefehlt.

Schneeberg/Aue/Pöhla.

Emilian und Sebastian spornen sich gegenseitig ein. "Wir müssen schnell sein", sagt der eine Junge zum anderen. Und schon knallt die Startklappe zusammen - der 60-Meter-Lauf beginnt. In Windeseile legt das Duo die Distanz zurück, angefeuert von den anderen Vorschülern der Kita "Pöhlbachzwerge" aus Pöhla. Auch Erzieherin Heidi Weigel ruft lautstark mit, bis die zwei Kumpels die Ziellinie erreicht haben.

Was alle eint an diesem Tag im Gottlob-Heinrich-Dietz-Stadion in Schneeberg, ist die unbändige Freude, endlich wieder gemeinsam Sport machen zu können. Mehr noch: Nach zwei Jahren Coronapause haben knapp 40 Vorschüler aus den drei Kindergärten des Deutschen Roten Kreuzes Aue-Schwarzenberg eine Tradition neu belebt, die es seit gut 15 Jahren gibt: das Schulanfängersportfest. "Das hat allen wahnsinnig gefehlt", sagt DRK-Sprecherin Silvia Lang und gesteht: "Selbst wir merken, dass nach der Pause die Routine, die wir vorher alle hatten, ein bisschen fehlt." Reibungslos lief am Dienstag dennoch alles. Gastgeber war die Kita "Am Stadtpark" - das bot sich aufgrund der Stadionnähe an. Zugleich schickte diese Einrichtung mit 18 Abc-Schützen in spe auch das größte Starterfeld ins Rennen. Das Pokalregal der Schneeberger bricht schon fast zusammen. Oft haben sie den Wettstreit in der Vergangenheit gewonnen. Aber diesmal mussten sie den "Den kleinen Sonnenstrahlen" der Betriebskita von Helios in Aue den Vortritt lassen, die den Wanderpokal - ein Novum in diesem Jahr - in Empfang nehmen durften. Bronze ging an Pöhla. Für Heidi Weigel spielt die Platzierung nicht unbedingt die erste Geige. "Viel wichtiger finde ich, dass die Kinder wieder mehr Normalität in allen Lebensbereichen erfahren", sagt sie. Die "Schlaufüchse" - so heißt die neunköpfige Gruppe der Vorschüler in Pöhla - machen jeden Montag Sport. "Rolle vorwärts, Weitwurf, Weitsprung und laufen: Wir üben alles, was dann auch im Sportunterricht in der Schule gefordert wird", so Weigel. Auch beim Fest selbst standen mit Disziplinen wie Sprint, 400-Meter-Lauf, Schlagball und Weitsprung solche Aufgaben auf der Agenda. Dabei lassen sich die Mädchen und Jungen gut motivieren, so Weigel. Die Gastgeber waren kaum zu halten. "Wir können den Kunstrasen und die Turnhalle der nahen Grundschule nutzen", nannte Claudia Janik die Vorteile der Schneeberger Kita "Am Stadtpark". Laut der Leiterin werden die Vorschüler ohnehin speziell auf die Schule vorbereitet, sogar mit Schwimmstunden.

Vieles davon - wie auch das Sportfest als festes Ritual innerhalb der Zuckertütenwoche - habe wegen Corona ausfallen müssen. "Diese Verluste haben wir und die Lehrer enorm gespürt", so Claudia Janik und nennt als Beispiel das Schwimmen. "Jetzt haben zum Glück wieder alle das Seepferdchen noch vor dem Schulanfang." Neben dem Wettstreit kam auch das Miteinander nicht zu kurz: So stärkten sich alle kleinen Athleten nach dem Sport bei einem leckeren Mittagessen.

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