Die Hälfte haben sie bereits geschafft

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Auf dem Weg zum Abitur: "Freie Presse" begleitet Schüler der drei Gymnasien im Altkreis von der 5. bis zur 12. Klasse. Wie erleben sie ihre Schulzeit, wie ändern sich ihre Vorstellungen vom Leben, wie meistern sie Herausforderungen? Heute: Enya Gießner und Steven Gläser, beide besuchen das Evangelische Gymnasium Leukersdorf.

Leukersdorf/Chemnitz.

Die Zeit vergeht - vier von acht Jahren auf dem Gymnasium liegen hinter ihnen und auch in den Kreis der Erwachsenen wurden sie inzwischen aufgenommen: Sowohl Enya Gießner als auch Steven Gläser haben im April ihre Jugendweihe gefeiert.

Für die beiden Achtklässler des Evangelischen Gymnasiums Leukersdorf fand das große Ereignis am Osterwochenende statt. Der offizielle Teil wurde im Wasserschloss Klaffenbach begangen. Enya setzte die Feier im privaten Rahmen dann daheim mit etwa 20 Gästen fort. Bei Steven hatten sich mehrere Mitschüler zusammengetan und feierten gemeinsam mit ihren Familien. Der Clou für den 14-Jährigen war eine Überraschung, die die Eltern organisiert hatten: Die Jugendweihlinge wurden mit einer Stretchlimousine abgeholt. Steven und auch Enya haben sich von ihren Gästen Geldgeschenke gewünscht, aber eine konkrete Verwendung haben sie noch nicht. Beide wollen es sparen.

Am heutigen Freitag endet für die beiden Achtklässler das Schuljahr - für "Freie Presse" geben sie einen kleinen Rück- und Ausblick.

Steven Gläser: Nach zwei Corona-Schuljahren fand Steven es schön, wieder normal in die Schule gehen zu können. Aber, sagt er, "es war natürlich auch eine Umstellung". Insgesamt sei ihm das Schuljahr wieder recht leicht gefallen, Mathe und Naturwissenschaften mache er nach wie vor am liebsten. Fürs Zeugnis habe er sich eine 1,25 ausgerechnet.

Das Schuljahr lief entspannt aus, sagt er. Zuletzt standen wie schon im Vorjahr eine Klassenfahrt nach Grünheide an, auf der Rückfahrt besuchten sie den Freizeitpark Plohn. "Das war ein schönes Erlebnis", sagt Steven. In dieser Woche standen unter anderem zwei Freibadbesuche an. An einem Tag wurde zudem in einigen Fächern Unterrichtsstoff nachgeholt. Als eine späte Jugendweihe-Veranstaltung war er außerdem mit einigen Mitschülern in der Talsperre Kriebstein paddeln.

Was gibt es hobbymäßig Neues? Noch immer bringt er sich autodidaktisch das Klavierspielen bei, sagt er. Zaubertricks allerdings sind aktuell von der Interessenliste gerutscht. "Dafür spiele sich seit einigen Wochen wieder Schach." Er nutze dafür Online-Plattformen, tritt also am Computer gegen "echte Gegner" an. Er spiele gegen vom Schwierigkeitsgrad ähnlich eingestufte Schachspieler, habe aber schon gemerkt, dass er noch nicht ganz auf dem Niveau sei, wie er es einmal war. Auslöser dafür, dass er wieder mit dem Schach begonnen habe, sei im Übrigen eine TV-Serie gewesen.

In den Sommerferien stehen traditionelle Dinge auf dem Programm des 14-Jährigen. So wird er wieder eine Woche mit seinem Vati in den Urlaub fahren, es geht nach Österreich. Und mit seiner Mutti und deren Lebensgefährten fliegt er wieder eine Woche auf Mallorca. Außerdem wird er sich mit Freunden treffen, insbesondere mit seinem besten Freund Pepe etwas unternehmen und "einfach bisschen entspannen".

Enya Gießner: Da Enya und Steven in die gleiche Klasse gehen, nennt sie für die unmittelbar zurückliegende Zeit natürlich die gleichen Erlebnisse - von Klassenfahrt bis Badetag. Das Schuljahr an sich habe ihr anfangs ein wenig Probleme bereitet, weil sie mit dem Leistungsdruck nicht ganz zurechtkam. Vielleicht auch eine Folge der Coronazeit und der Umstellung vom Homeschooling ins volle Klassenzimmer, vermutet Enya. Zudem sei der Spätherbst mit vielen Klassenarbeiten auch "ziemlich straff" gewesen.

Gut gefallen habe ihr der Unterricht im gesellschaftswissenschaftlichen Profil, für das sie sich Anfang des Schuljahres entschieden hatte. "Da haben wir eine richtig coole Lehrerin", sagt die 14-Jährige. Zudem seien sie nur eine kleine Gruppe,. Die Mehrheit habe sich für das naturwissenschaftliche Profil entschieden.

Um sich den Zeitdruck ein wenig zu reduzieren, hat Enya ihr Hobby Reiten aufgegeben - allerdings nur vorübergehend, wie sie betont. Den Kontakt zu Pferden hast sie deshalb aber nicht verloren. Ihre Freundin Mia, mit der sie seit einem halben Jahr zusammen ist und die sie auch zum Pressetermin mitgebracht hat, besitzt nämlich Pferde. Damit ist auch schon ein Punkt für die bevorstehende Feriengestaltung klar: "Ich werde oft bei meiner Freundin im Stall sein."

Mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder stehe zudem in der zweiten Ferienwoche ein Urlaub an, das Ziel sei aber noch nicht ganz klar. Fest stehe nur, dass man in Deutschland bleiben und "irgendwo ans Wasser" fahren werde.

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