Aufarbeitung dauert bis heute an: Gedenktage zu "70 Jahre Frauengefängnis Hoheneck" eröffnet

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Stollberg.

In Gedenken an "70 Jahre Frauenzuchthaus Hoheneck" ist am Samstagvormittag mit mehr als 30 Besuchern der Auftakt zum Forum für politisch verfolgte und inhaftierte Frauen in Hoheneck gegeben worden.

An zwei Tagen gibt es zu diesem Jubiläum Vorträge, Zeitzeugenberichte, Führungen und eine Kranzniederlegung. Die coronabedingt um ein Jahr verschobene Veranstaltung soll insbesondere an den ersten Transport von Gefangenen im Februar 1950 erinnern. Die 89-jährige Annemarie Krause aus Thum war unter den ersten Insassen, die aus den gerade aufgelösten sowjetischen Speziallagern nach Hoheneck verlegt wurden. Sie erinnert sich: "Wir waren 1190 Frauen und 30 Kinder. Viele der Frauen litten unter Tuberkulose."

Die Aufarbeitung der Historie dauert bis heute an. Amélie zu Eulenburg, Leiterin des Arbeitsbereichs Gedenkstätten und Erinnerungskultur bei der Bundesstiftung Aufarbeitung, sagt: "Die weiblichen Hafterfahrungen dürfen nicht marginalisiert werden." (czd)


Unentdeckte Orte 2021: Frauenzuchthaus Hoheneck