Zwönitz/Niederdorf: Polizei wegen rechter Parolen und Lieder im Einsatz

Ein Mann musste mehrere Stunden in Polizeigewahrsam verbringen.

Zwönitz/Niederdorf.

Gleich mehrmals musste die Polizei am Wochenende wegen ausländerfeindlichen Äußerungen ausrücken. In einem Mehrfamilienhaus in der Goethestraße in Zwönitz hatte laut Polizei ein Mann am Samstagabend gelärmt, Anwohner beleidigt und ausländerfeindliche Parolen gegrölt. Die alarmierten Polizisten erstatteten gegen den alkoholisierten Mann Anzeigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Beleidigung. Kurze Zeit später mussten die Beamten aber wieder ausrücken, weil der Mann erneut derartige Äußerungen tätigte. Er musste daraufhin einige Stunden in Polizeigewahrsam verbringen und erhielt eine weitere Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

In Niederdorf wurde die Polizei in der Nacht zum Sonntag zu einem Kleingarten an der Lichtensteiner Straße gerufen. Zeugen hatten zuvor von mehreren Personen berichtet, die ausländerfeindliche Musik über eine Lautsprecherbox hörten. Auf dem Gartengrundstück machten die Beamten schließlich sieben Personen im Alter von 24 bis 35 Jahren aus, die zum Teil um eine Feuerschale saßen. Sie hörten Musik und sangen dabei Textpassagen, die den Verdacht der Volksverhetzung begründeten. Die Polizisten beendeten die Zusammenkunft, gegen die Männer wird nun wegen des Verdachtes der Volksverhetzung ermittelt. (lasc)

1Kommentare

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  • 7
    15
    gelöschter Nutzer
    11.05.2020

    Ich bin dankbar, dass es andere nicht schulterzuckend abtun, wenn der Gartennachbar rechtsextreme Sprüche grölt oder Nazilieder gespielt werden.
    Vor einigen Jahren war das seltener.