Borstendorf setzt auf Kürze mit Würze

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Vom traditionsreichen Schachwanderweg gibt es jetzt auch eine Version für Kinder. Trotz geringerer Distanz ist die Zahl der Angebote am Wegesrand überraschend hoch.

Borstendorf.

Entlang des Schachwanderwegs die bedeutendste Tradition von Borstendorf zu erkunden, ist zwar interessant, zugleich aber auch recht anstrengend. Zumindest für Kinder hat es die 15 Kilometer lange Tour, an der viele Schachfiguren und Info-Tafeln warten, wirklich in sich, weshalb die Kommune nun reagiert hat. Gerade ist der sogenannte Bambini-Wanderweg eingeweiht worden, der nur ein Drittel der ursprünglichen Distanz umfasst, nicht zuletzt dank der vielen Angebote entlang des Weges Borstendorf aber womöglich noch mehr Bekanntheit verschaffen könnte.

"Auf Anraten des Tourismusverbands wollen wir uns mit dem Projekt an einem bundesweiten Wettbewerb beteiligen", kündigt Kristina Schubert aus der Gemeindeverwaltung Grünhainichen an. Wenn Deutschlands schönster Wanderweg 2023 gekürt wird, hoffen alle Beteiligten auf ein gutes Abschneiden der außergewöhnlichen Tour im Ortsteil Borstendorf. Besonders ist sie deshalb, weil zahlreiche Angebote integriert sind. So führt der 4,5 Kilometer lange Wanderweg, der an der alten Borstendorfer Schule beginnt, zum Beispiel an einer großen Streuobstwiese mit Insektenhotel und später am kürzlich eröffneten Waldlabyrinth vorbei.

Laut Kristina Schubert ist das neu erschaffene Labyrinth "einzigartig in den östlichen Bundesländern". Es fördere dank seiner Quizfragen zwischen den vielen Bäumen Wissen ebenso wie die Bewegung in der Natur. Diese Ziele werden zudem mit weiteren Erlebnisstationen verfolgt, die am Wegesrand erschaffen wurden. So gibt es für junge Familien, die die Gemeinde als Hauptzielgruppe sieht, auf der Lippersdorfer Straße ein überdimensionales Memoryspiel in Schachbrettformat. Ist die Steigung geschafft, kann oben ein Selfie gemacht werden - mit der Augustusburg im Hintergrund. Eigens dafür wurden ein riesiger Bilderrahmen aus Holz sowie ein Handyhalter installiert.

Damit sich niemand verläuft, weist König Albert stets den Weg. Die kleine Figur erinnert an den einstigen König von Sachsen, der auf dem Weg auch eine Rolle spielt. Schließlich wurde 1889 ihm zu Ehren sowie im Gedenken an den Grafen Heinrich von Eilenburg im Röthenbacher Wald der Heinrich-Albert-Stein gesetzt. Gegen Ende wird jungen Wanderern mithilfe eines Blasebalgs und fünf Orgelpfeifen auch noch die Orgelbau-Tradition vor Augen geführt. "Überschaubar, aber trotzdem richtig interessant", sagt Kristina Schubert über die familienfreundliche Tour, die viele Touristen in den Ort locken soll.

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