Premiere fürs Musik-Neinerlaa: Bergstadt feiert auf erzgebirgisch

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Straßen, Gassen, Höfe und Wiesen von Ehrenfriedersdorf sind am Sonnabend zur Bühne geworden. Es fühlte sich an wie bei einem großen Familien- oder Klassentreffen. War es ein Erfolg?

Ehrenfriedersdorf.

Mundart war bei einem musikalischen Schmaus in Ehrenfriedersdorf Trumpf: Dort erlebten Besucher am Sonnabend die Premiere des Musik-Neinerlaa - auf Straßen, Gassen, Höfen und Wiesen der Bergstadt. Angelehnt an das mehrgängige Brauchtumsessen im Erzgebirge hatten die Ideengeber um Carmen Krüger vom örtlichen Erzgebirgszweigverein ein Kulturprogramm auf neun Bühnen zusammengestellt.

Hunderte Unternehmungshungrige machten sich auf den Weg und säumten eng gedrängt die nach der Speisefolge benannten Bühnen. Bestens gelaunt erfreute sich ein generationenübergreifendes Publikum an den Auftritten der fast 30 Sänger, Moderatoren und Gruppen. Auch Fans aus den Regionen zwischen Altenberg und Zwickau folgten der Einladung an den Fuß des Saubergs.

Der Aktionstag "Eine Stadt voll Musik" erwies sich als Impuls einer speziellen Innenstadtbelebung und hatte etwas von einem großen Familien- und Klassentreffen. Für die Gänsekeulenbühne auf dem Rathausvorplatz oder das Sauerkraut-Podium auf dem Betriebshof der Brauerei Specht galt ein Belagerungszustand. Das war auch an der Linsenbühne im Garten des "Erzgebirgsstübls" der Fall. Ob rockig-poppig oder traditionell, ob Blasmusik oder Sologesang, ob Mundartsound oder Englischhit: Die Gäste konnten aus einem facettenreichen Programm auswählen und das Ganze häppchenweise konsumieren.

Mit dem ersten Ton zum Auftakt 14 Uhr durften sich etwa die Musikanten des Bergmännischen Musikvereins Ehrenfriedersdorf über anhaltendes Publikumsinteresse freuen. Schnell war bei den Gastgebern das Lampenfieber gesunken, womöglich nicht den Geschmack der Einheimischen zu treffen. "Mit einer solchen Resonanz hatte ich nicht gerechnet", zeigte sich nicht nur Dominik Böhme erfreut, der eine der Bühnen betreute. Gemeinsam mit seinen Vereinsfreunden trug auch der Vorsitzende der örtlichen Berggrabebrüderschaft zum Gelingen bei. "Dieses Interesse ist ermutigend. Man spürt, dass die Leute wieder etwas erleben wollen, was Optimismus verbreitet. Der schlechten Nachrichten gibt es doch aktuell genug", so Böhme. Organisationschefin Carmen Krüger sagte: "Wir sind happy. Die Leute haben unser Angebot aufgegriffen. Man spürt, dass sie viel zu lange auf derartige Erlebnisse verzichten mussten." Einigkeit herrschte während der Veranstaltung, dass eine solche Menüfolge bald einen Nachschlag finden sollte.

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