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Verwaltung und Lernen sind das Ding der Kandidatin

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Vielseitig interessiert und bereit, eigenes Wissen zu erweitern - so das Credo von Tina Hennersdorf, die in Friedebach aufgewachsen ist. Nun bewirbt sich die Juristin für das Bürgermeisteramt in Neuhausen.

Neuhausen.

Tina Hennersdorf ist mit Leib und Seele Erzgebirgerin, wie sie sagt. Deshalb ist sie nach ihrem Jurastudium in Potsdam in ihre Heimat zurückgekehrt. "Ich habe die Großstadt kennengelernt. Aber das Landleben ist genau das, was ich möchte", erklärt sie. Wertvoll sei es, nach Hause zu kommen und die ländliche Ruhe zu genießen. Das Landleben kenne sie aus ihrer Familie und vermittle es auch ihren drei Kindern.

Die 50-Jährige, die sich um das Amt der Bürgermeisterin für Neuhausen bewirbt, wuchs in Friedebach auf und ging in Sayda zur Schule. Sie erlernte den Beruf des Facharbeiters für Metallurgie mit Abitur in Freiberg, arbeitete in rollender Woche. "Diese Erfahrung war wichtig", schätzt sie ein. Der Weg danach in die Juristik sei eher spontan gewesen. "Aber das war eine gute Entscheidung", wie sie sagt. In der Rechtsabteilung der Sparkasse Stollberg, später Freiberg/Mittelsachsen, konnte Tina Hennersdorf weitere Erfahrungen sammeln. Dennoch schied sie auf eigenen Wunsch aus dem Geldinstitut aus, da ihr Arbeitsweg täglich nach Mittweida führte. "Es verging viel wertvolle Lebenszeit", resümiert sie.

So bewarb sie sich auf die offene Hauptamtsleiterstelle in Sayda, dort arbeitet sie seit 2017. Vielseitig sei der Job. Da Tina Hennersdorf sich als Verfechterin des lebenslangen Lernens bezeichnet, sei ihr nicht nur Weiterbildung wichtig. "Ich habe mich in neue Felder wie das Standesamt eingearbeitet und mich mit betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen im kommunalen Bereich befasst, um Hintergrundwissen zu bekommen", erklärt sie und fügt an: "Ich will mir einen breiten Horizont bewahren, das lebe ich auch." Schließlich müsse sie Mitarbeitern auf Fragen konkrete Antworten geben, die Kollegen sich darauf verlassen können.

Dabei weiß Tina Hennersdorf, dass sie mitunter zu schnell zu viel möchte. "Das ist schwierig, denn die Mühlen mahlen meist langsamer in der Kommunalpolitik. Aber das kann man den Bürgern kaum erklären", sagt sie. Dennoch versuche sie es immer wieder, das möchte sie im Falle der Wahl zur Bürgermeisterin beibehalten. "Die Verwaltung muss erreichbar sein. Sie wird künftig sicher mehr in den digitalen Bereich verlagert, aber die Bürger müssen sich mitgenommen fühlen", so ihr Anspruch. Das habe sie bei ihrer Vorstellung so gehalten, als sie ihre Flyer selbst ausgetragen habe und mit vielen ins Gespräch gekommen sei: "Jede Altersgruppe hat ihre Wünsche und Bedürfnisse, die müssen wahrgenommen werden."

Angetragen worden sei ihr beispielsweise der Wunsch nach einem Café im Neuhausener Zentrum. Und auch der Tourismus sei stets Thema. "Dafür sind Projekte auf einem guten Weg. Jede Erzgebirgskommune hat ihre Vorzüge, sie zu bündeln und gemeinsam zu arbeiten, das bringt die Region voran", ist sie überzeugt. Diese Position konnte Tina Hennersdorf als Gemeinderatsmitglied der Fraktion Jugend/Sport bis 2019 direkt einbringen, deren Mandat sie für die Kandidatur hat. Die verbleibende Freizeit gehört Haus und Garten. Außerdem hoffen sie und ihr Mann darauf, bald wieder das Tanzen im Kurs aufzunehmen. Tina Hennersdorf: "Das macht großen Spaß und den Kopf frei."


Fragen an die Kandidaten

In Neuhausen wird am 6. Juni ein neuer Bürgermeister gewählt. Ein zweiter Wahlgang ist für den 20. Juni vorgesehen, wenn im ersten Wahlgang keiner der beiden Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen für sich verbuchen kann. Rund 2200 Wahlberechtigte können das neue Gemeindeoberhaupt wählen.

Sollten Sie, liebe Einwohner von Neuhausen, Cämmerswalde und den anderen Ortsteilen der Gemeinde, Fragen an die Bürgermeisterkandidaten haben, dann senden Sie diese bitte per E-Mail an die Redaktion der "Freien Presse" in Marienberg. Die Adresse lautet: red.marienberg@freiepresse.de. "Freie Presse" wird in einem Frage-Antwort-Spezial die Themen aufgreifen. (ar)

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