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"Der Mord an der Mühle" von Henning Kreitel: Dorfpolizist Barthel löst den ersten Fall

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Den Leser erwartet ein eher betulicher Erzählstil, jede Menge Lokalkolorit, eine Prise Humor und viel Ironie.

Regionale Krimis haben was. Der Leser ist vertraut mit der Gegend, findet sich manchmal in den Leuten wieder. Darauf wird auch Henning Kreitel bauen können, der in "Der Mord an der Mühle" erstmals den Dorfpolizisten August Barthel in der Sächsischen Schweiz ermitteln lässt. Dieser hat Berlin den Rücken gekehrt, wollte zurück in seine alte Heimat.

Schon bald passiert was: Der Neue hatte nach einer Wochenendwanderung aus einer Schlucht Hilferufe gehört. Er vermutet, dass sie von Friedrich Hauer stammen könnten, dem Zimmermann und ungekrönten König von Mihlsdorf. Hinweise auf ein Verbrechen findet der Dorfpolizist am Tatort zwar nicht, dafür aber Hauers Handy. Vom Zuhälter Carlo Wolf erfährt Barthel von den obskuren Plänen des Zimmermanns, der die ehemalige Lochmühle nahe Pirna in einen Edelpuff umwandeln will. Und warum flieht die Wildhüterin Ronja Gräfe?

Jedenfalls bleibt Hauer wie vom Erdboden verschwunden. Damit wird für Barthel ein Mord immer wahrscheinlicher. Er lässt nicht locker, recherchiert auf eigene Faust, setzt sich selbst "todesmutig" so mancher Gefahr aus. Zu guter Letzt löst der Dorfpolizist nicht nur den Fall, sondern deckt gleichzeitig noch ein lang gehütetes Geheimnis auf. Das Böse lauert selbst in der idyllischen Sächsischen Schweiz.

Es geht ein wenig behäbig zu in Kreitels Krimi. Der gute Barthel, dieser Eigenbrötler, trägt seinen Teil dazu bei. Aber das war zu erwarten. Der Klappentext bezeichnet den Roman als "Cosy-Krimi", was man mit "Kuschelkrimi", also ziemlich behaglich und gemütlich, erklären könnte. Und das ist, Krimifans wissen das, ein eigenständiges Genre. Den Leser erwartet also kein Thriller mit Action, Mord und Totschlag, dafür gibt es einen eher betulichen Erzählstil, jede Menge Lokalkolorit, eine Prise Humor und viel Ironie.

Der Krimi trägt im Titel noch den Zusatz "Barthels erster Fall". Wohl ein Indiz dafür, dass es weitere Barthel-Bücher geben wird. (ute)

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