Mobilfunk: Quasi-Aus für Einfachhandys in der Schweiz

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2G ist in Deutschland und vielen anderen Ländern der kleinste gemeinsame technische Nenner zwischen Mobilfunknetzen und Telefonen. Über 2G telefonieren geht immer. In der Schweiz ändert sich das nun.

Berlin/Göttingen (dpa/tmn) - Besitzerinnen und Besitzer sehr alter, aber auch neuer, sehr einfacher Handys müssen sich darauf einstellen, in der Schweiz künftig nicht mehr verlässlich telefonieren zu können. Denn der größte Mobilfunkanbieter des Landes, die Swisscom, hat angekündigt, ihr Netz der zweiten Generation (2G/GSM), das die genannten Geräte ausschließlich nutzen, Mitte April komplett abzuschalten. Das berichtet das Telekommunikationsportal «Teltarif.de».

Auch Salt, der drittgrößte Mobilfunkprovider im Land, zieht seinem 2G-Netz den Stecker. Allein Sunrise, kundenmäßig die Nummer zwei im Schweizer Mobilfunkmarkt, will eigenen Angaben zufolge sein 2G-Netz noch bis mindestens Ende 2022 weiter funken lassen.

Das bedeutet den Experten zufolge: Nur wo es 2G-Empfang von Sunrise gibt, kann man vermutlich noch mit älteren oder sehr einfachen Handys telefonieren. Verlassen kann und sollte man sich darauf aber nicht - etwa, wenn man auf Wanderungen gewöhnlich ein altes oder sehr einfaches Notfall-Handy nutzt.

Wer also wissen muss, ob es sich bei ihrem oder seinem Handy um ein Gerät handelt, das ausschließlich in 2G-Netzen funktioniert, sollte einmal einen Blick in die technischen Daten werfen - und sich im Zweifel ein Telefon besorgen, dass 4G (LTE) beherrscht. Denn Mobilfunknetze der dritten Generation 3G (UMTS) sind zumindest in Deutschland Auslaufmodelle, selbst die 2G-Netze werden die 3G-Netze hierzulande als Rückfalloption zum Telefonieren überdauern.

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